Carpe » Erwachsene » Italienisch » Italien » Florenz » Florenz Infos
Italienisch in Florenz lernen: City Infos
Die "Geburtsstadt der Renaissance” beeindruckt durch die faszinierende und einmalige Architektur. Handelshäuser und Banken machten Florenz in der Renaissance zu einer der wichtigsten Metropolen auf dem europäischen Kontinent.
Die Florentiner Altstadt mit ihren unzähligen bekannten Kunstwerken wurde 1982 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Länderinfos
Bevor Sie Italienisch in Florenz lernen möchten Sie sich auch über das Land Italien informieren? Dann lesen Sie unsere Länderinfos zu Italien!
City Info
Kurz das Wichtigste
Florenz, die im Arnotal gelegene Hauptstadt der Toskana, gilt zurecht als eine der großen italienischen Kunst- und Kulturstädte. Mit Michelangelo, Giotto, Brunelleschi, Donatello und Botticelli hinterließen einige der berühmtesten italienischen Künstler ihre Spuren in der Stadt.
Florenz wurde im 1. Jahrhundert vor Christus von den Römern als "Municipio Florentina" (d.h. Die blühende Gemeinde), am Fuße des Hügels, auf dem sich noch heute die etruskische Stadt Fièsole befindet, gegründet. Als Stadtstaat aus dem Mittelalter hervorgegangen, gewann Florenz im 15. und 16. Jahrhundert eine führende Stellung innerhalb Italiens. Viele wichtige kulturelle Strömungen in Italien gingen von Firenze aus. Unter der Herrschaft der Medici, einer reichen Kaufsmannsfamilie, die Kunst und Wissenschaft förderte, entwickelte sich Florenz zum Zentrum der Renaissance und des Humanismus. Der Florin war zu jener Zeit die härteste Währung in Europa. Von 1865 bis 1871 war Florenz die Hauptstadt des italienischen Königreichs.
Die zahlreichen Gebäude und Plätze aus der italienischen Renaissance machen Florenz heute zu einem "lebendigen Museum". Viele Plätze, wie z.B. die Piazza della Signoria, stellen famose Statuen und Brunnen zur Schau. Die Kirchen, Galerien und Museen der Stadt gleichen einer riesigen Schatzkiste. Das wohl berühmteste Museum befindet sich in den Uffizien. Unter den Kirchen sticht der berühmte Dom und Santa Croce hervor. Seit 1982 gehört die historische Altstadt von Florenz zum Weltkulturerbe der Unesco.
Die Fülle von Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, die bedeutsame Geschichte, die zahlreichen kulturellen Festivals und Veranstaltungen und die reizvolle Umgebung der Toskana machen Florenz zu einem äußerst beliebten ganzjährigen touristischen Ziel. 6,5 Millionen Touristen pro Jahr treiben allerdings auch die Preise in den Hotels, Restaurants und Museen in die Höhe.
Florenz hat circa 370.000 Einwohner. Sie leben hauptsächlich vom Tourismus, vom Handwerk und von der Industrie, wobei die Textilindustrie noch einen hohen Stellenwert einnimmt.
Anreise und Verkehr
Einreise
Für Deutsche besteht für einen unbegrenzten Aufenthalt keine Visumpflicht. Sie benötigen zur Einreise nach Italien einen Reisepass, Personalausweis, Kinderausweis oder maschinenlesbaren Kinderreisepass (als Nationalität muss jeweils "deutsch" vermerkt sein) der Bundesrepublik Deutschland. Auch der "Vorläufige Personalausweis" kann während seiner Geltungsdauer von drei Monaten verwendet werden.
Fremdenverkehrsämter
Italienische Zentrale für Tourismus - ENIT
Direktion für die deutschsprachigen Länder
Barckhausstraße 10, 5. Stock, 60325 Frankfurt/Main. Tel.: (069) 23 74 34, Fax: (069) 23 28 94, E-Mail: frankfurt@enit.it. Geöffnet: Mo bis Fr 9.15-17 Uhr.
Internet: www.enit-italia.de.
A.G.T.F. Associazione Guide Turistiche Fiorentine
Via G. Verdi 10, 50122 Florenz. Mobil-Tel.: 347 737 83 74, Fax: (055) 248 09 02, E-Mail: info@guidesinflorence.it.
Die Vereinigung autorisierter Stadtführer bietet Stadtrundgänge zu den Highlights von Florenz und nach Fièsole, sowie Führungen in allen Florentiner Museen und Galerien für Einzelpersonen und Gruppen. Die Guides sprechen mehrere Sprachen und sind zum Teil Kunsthistoriker oder Archäologen.
Der klassische Stadtrundgang dauert etwa drei Stunden und sieht den Besuch der Kirche Santa Croce und des Domes vor.
Internet: www.guidesinflorence.it.
Agenzia per il turismo di Firenze (APT)
Via Cavour 1r, 50129 Florenz. Tel.: (055) 290 832/833, Fax: (055) 276 03 83, E-Mail: info1@firenzeturismo.it. Geöffnet: Mo bis Sa 8.30-18.30 Uhr, So und Feiertage 8.30-13.30 Uhr.
Auskünfte, Zimmervermittlung, Fahrkarten für öffentlichen Nahverkehr, Infos über Veranstaltungen, Stadtrundfahrten, Sprachkurse. Im Fremdenverkehrbüro steht den Touristen auch ein Touristenschalter für den Schutz der Touristenrechte zur Verfügung. Beschwerden über Tarife und Klassifizierung der Unterkunft sowie die Aktivität der Reisebüros werden den zuständigen Provinzämtern übersendet.
Weitere APT-Büros in Florenz:
- Via Manzoni 16, 50121 Florenz, Tel.: (055) 233 20, Fax: (055) 234 62 86, E-Mail: info@firenzeturismo.it. Geöffnet: Mo bis Fr 9-13 Uhr.
- Aeroporto Amerigo Vespucci, Ankunftshalle, 50127 Florenz, Tel./Fax: (055) 31 58 74, E-Mail: infoaeroporto@firenzeturismo.it. Geöffnet: täglich 8.30-20.30 Uhr.
Internet: www.firenzeturismo.it.
Ufficio Informazione Turistica Comune di Firenze
Touristeninformation der Gemeinde Florenz.
- Piazza Stazione 4/a, 50123 Florenz, Tel.: (055) 21 22 45, Fax: (055) 238 12 26; E-Mail: turismo3@comune.fi.it. Geöffnet: Mo bis Sa 8.30-19 Uhr, So und Feiertage 8.30-14 Uhr.
- Borgo Santa Croce 29r, 50122 Florenz, Tel.: (055) 234 04 44, Fax: (055) 226 45 24; E-Mail: turismo2@comune.fi.it. Geöffnet: Mo bis Sa 9-19 Uhr (November bis März 9-17 Uhr), So ganzjährig 9-14 Uhr.
Internet: www.comune.fi.it.
Easy Italia - Linea Amica per il Turismo
Tel.: 039 039.
Seit Mai 2010 neu landesweit bestehender Telefonservice für Touristen in Italien. Der Service wird in sechs Sprachen angeboten - Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch und Russisch. Zum Tarif eines Ortsgespräches können nicht nur Reiseinformationen eingeholt, sondern auch echte Betreuungsleistungen angefordert werden.
Anreise
2.4.1 Allgemeine Beschreibung
Tourismussteuer
Seit dem 1. Juli 2011 wird nun auch in Florenz - wie bereits in Rom und Venedig - eine Tourismussteuer erhoben. Gäste, die in Florenz übernachten, zahlen abhängig von der Art der Unterkunft einen Betrag zwischen 1 und 5 Euro pro Person und Nacht. In Hotels gilt eine Abgabe von 1 Euro pro Hotelstern pro Person und Nacht. Die Gebühr gilt für maximal zehn aufeinanderfolgende Nächte, bei längeren Aufenthalten entstehen keine weiteren Kosten. Von der Zahlung ausgenommen sind Kinder unter zehn Jahren. Weitere Informationen im Internet unter www.comune.fi.it.
2.4.2 Flug
Die bequemste und schnellste Art nach Florenz zu reisen ist mit dem Flugzeug. Von München und Frankfurt/Main bestehen regelmäßige Direktverbindungen mit der Deutschen Lufthansa zum Aeroporto Amerigo Vespucci in Florenz-Peretola; von anderen deutschen Großstädten mit Umsteigen. Die Flugzeit von München beträgt kaum mehr als eine Stunde. Eine Alternative zum Flughafen in Florenz-Peretola ist der Flughafen von Pisa, von dem aus Florenz fast ebenso gut erreichbar ist. Er ist mit dem Zentrum von Florenz durch stündlich fahrende Züge verbunden.
2.4.3 Bahn
Da Florenz gut an das italienische Eisenbahnnetz angeschlossen ist, ist die Anreise mit der Bahn auch eine Möglichkeit. Florenz ist Knotenpunkt der Bahnlinien nach Pisa, Mailand, Bologna und Rom. Direkte Bahnverbindungen nach Florenz gibt es von mehreren deutschen Städten aus. Die Angebote schließen auch Schlaf- und Liegewagen sowie Autoreisezüge ein. Infos: www.bahn.de und www.trenitalia.com.
2.4.4 Bus
Mit dem Bus bestehen Verbindungen mit Eurolines von mehreren deutschen Städten nach Florenz. Informationen erteilt die Deutsche Touring GmbH, Am Römerhof 17, 60486 Frankfurt/Main, Tel.: (069) 790 35 01, E-Mail: service@touring.de. Internet: www.touring.com.
2.4.6 Auto
Mit dem Auto kommt man über die Strecke Brenner-Verona-Modena-Bologna oder Gotthard-Mailand-Modena-Bologna nach Florenz. Wer mit dem Auto anreist, sollte allerdings bedenken, dass der Verkehr auf der Ringstraße chaotisch und die Innenstadt ohnehin "Zona di Traffico Limitato" ist, das heißt für auswärtige Autos die meiste Zeit gesperrt. Touristen dürfen die Hotels nur zum Be- und Entladen anfahren. Die historischen Stätten von Florenz (Piazza Signoria, Piazza del Duomo, Ponte Vecchio usw.) sind ganz und gar für den Verkehr gesperrt und nur für Fußgänger zugänglich (Zona pedonale).
2.4.7 Parken
Parkmöglichkeiten gibt es nur in Parkhäusern oder auf gebührenpflichtigen Parkplätzen, die recht teuer sind. Es wird pro Stunde abgerechnet und kostet je nach Uhrzeit ein bis drei Euro. Ratsam ist es daher, das Auto während des Aufenthalts in der Stadt auf einem Parkplatz am Rand der Altstadt abzustellen. Günstige Möglichkeiten sind der Großparkplatz "Fortezza Fiera" (Fortezza da Basso) in der Nähe des Hauptbahnhofs (Giardino della Fortezza) oder der Parkplatz Parterre oberhalb der Piazza della Libertà. Auch das Parken am Flughafen ist zu empfehlen. Mit dem Shuttle-Bus ist man in 20 Minuten in der Stadtmitte am Hauptbahnhof. Internet: www.firenzeparcheggi.it.
Flughafen
Flughafen Galileo Galilei Pisa
Piazzale dell'Aerostazione, 56121 Pisa. Tel.: (050) 84 91 11, Fluginformation Tel.: (050) 84 93 00.
Der Flughafen liegt zwei Kilometer von Pisa und etwa 80 Kilometer von Florenz entfernt. Er gehört zu den verkehrsreichsten Airports Italiens.
Anbindung an Florenz
Der Flughafenbahnhof, von welchem Züge direkt nach Florenz fahren, liegt außerhalb der Abflugshalle. Die Züge verbinden täglich zwischen etwa 6.50 Uhr und 22.20 Uhr den Flughafen mit dem Hauptbahnhof Santa Maria Novella in Florenz (Stopps auch in Pisa, Pontedera und Empoli). Die Fahrt dauert eine Stunde und 30 Minuten. Die Einzelfahrscheine zu 5,70 Euro (2. Klasse) erhält man bei der Touristeninformation in der Ankunftshalle des Flughafens. Internet: www.trenitalia.it.
Mit dem Bus von Terravision gelangt man täglich zwischen 8.40 Uhr und 0.20 Uhr zum Bahnhof Santa Maria Novella in Florenz (70 Minuten) sowie zum Florenzer Flughafen Vespucci (85 Minuten). Die einfache Fahrt zum Bahnhof Santa Maria Novella in Florenz kostet 10 Euro (return 16 Euro). Tickets gibt es am Terravision-Schalter in der Ankunftshalle. Internet: www.terravision.eu.
Taxis stehen 24 Stunden am Tag am Flughafen zur Verfügung. Der Taxibetrieb wird von CO.TA.PI unterhalten; die Taxifahrer sind verpflichtet, das Taxameter vor Fahrtbeginn einzuschalten. Fahrpreis: Die Fahrt vom Flughafen Pisa ins Stadtzentrum Pisa kostet 6 bis 8 Euro. Vom Flughafen Pisa nach Florenz werden etwa 140 Euro fällig.
Internet: www.pisa-airport.com.
Aeroporto di Firenze Amerigo Vespucci (FLR)
Via del Termine 11, 50127 Florenz. Tel.: (055) 306 13 00, Fluginformation Tel.: (055) 306 17 00/01/02, E-Mail: vespucci@aeroporto.firenze.it.
Der kleine Flughafen von Florenz liegt rund vier Kilometer von der Innenstadt entfernt und bietet nationale und internationale Verbindungen.
Anbindung an die City:
ATAF/Sita-Busse "Vola in bus" verkehren alle halbe Stunde von 6 Uhr bis 23.30 Uhr zwischen dem Flughafen und dem Hauptbahnhof Santa Maria Novella in der Innenstadt (Fahrzeit etwa 25 Minuten) und weiter zum SITA-Busbahnhof. Fahrkarten für 5 Euro (return 8 Euro) gibt es direkt im Bus oder beim Zeitschriftenladen "Giunti al Punto" im Flughafen. Internet: www.ataf.net.
Eine Taxifahrt vom Flughafen ins Zentrum dauert etwa 15 Minuten und kostet rund 25 Euro.
Am Flughafen gibt es eine Touristeninformation mit Zimmerreservierung. Der Informationsschalter, an dem man neben Fluginfos auch touristische Informationen bekommen kann, befindet sich im Ankunftsterminal des Flughafens.
Internet: www.aeroporto.firenze.it.
Bahnhöfe
Stazione di Firenze Santa Maria Novella - Hauptbahnhof
Piazzale della Stazione, 50123 Florenz. Call Center Trenitalia (täglich 24 Stunden), Tel.: 89 20 21 (innerhalb Italien); Tel.: 0039 (06) 68 47 54 75 (vom Ausland). Geöffnet: Ticketschalter: täglich 6-21 Uhr.
Der im Norden der Stadt liegende Hauptbahnhof wurde 1935 als erster Bahnhof Italiens im funktionalen Stil erbaut. Er ist mit Intercity- und Eurostar-Zügen an alle größeren Städte Italiens und mit Eurocity-Zügen an die meisten europäischen Hauptstädte angebunden. Der Terminal für Stadt- und Überlandbusse befindet sich an der Ostseite des Bahnhofs.
In einem Pavillon am hintersten Ende des Bahnhofskomplexes ist die Touristeninformation untergebracht. Vom Bahnhof benötigt man nur zehn Minuten zu Fuß, um zu den wichtigsten Touristenattraktionen zu gelangen.
Daneben besitzt Florenz noch die Bahnhöfe Firenze Campo Marte (Via Mannelli) und Firenze Rifredi (Via dello Steccuto).
Internet: www.trenitalia.it.
Öffentlicher Nahverkehr
2.7.1 Allgemeine Beschreibung
Der öffentliche Nahverkehr in Florenz ist vorwiegend auf Busse ausgerichtet. Eine Straßenbahn befindet sich im Bau. Die erste von drei geplanten Linien wurde 2010 eröffnet.
2.7.2 Metro/S-Bahn/Straßenbahn
Eine Straßenbahnlinie mit drei Linien, die so genannten "TramVia", ist derzeit im Bau. Die erste Linie wurde im Februar 2010 offiziell eröffnet. Internet: www.tramvia.fi.it.
2.7.4 Bus
In der ganzen Stadt verkehren rund 100 Buslinien der Gesellschaften Azienda Trasporti Area Fiorentina (ATAF) und LI-NEA, die man jedoch, sofern man in der Nähe des Zentrums untergebracht ist, so gut wie nicht braucht, da die Entfernungen kurz sind. Nach Mitternacht bis etwa 5.30 Uhr übernehmen Nachtbusse (Linien 67, 68, 70 und 71) den Transport. In den engen Straßen der historischen Altstadt sind umweltfreundlichen Minibusse unterwegs (Linien A, B, C, D), die viele Sehenswürdigkeiten innerhalb der antiken Mauern verbinden - vom Ponte Vecchio bis zum Parco delle Cascine.
Liniennummern und der Streckenverlauf sind an allen Bushaltestellen in Florenz angebracht. Ein Plan des Busnetzes ist in den Fremdenverkehrsbüros von Florenz sowie beim ATAF-Informationsbüro erhältlich.
Weitere Infos zum städtischen Busverkehr gibt es im ATAF-Informationsbüro am Hauptbahnhof (Mo bis Fr 7.30-19.30 Uhr, Sa 7.30-13.30 Uhr), unter der ATAF-Servicenummer Tel.: 800 42 45 00 oder im Internet unter www.ataf.net.
Nützliche Buslinien für Touristen:
Linie 7: Hauptbahnof - S. Domenico - Fiesole.
Linie 12/13: Hauptbahnhof - Piazzale Michelangelo.
Linie 25: Hauptbahnhof - Piazza Libertà - Pratolino (Villa Demidoff).
Linie 37: Hauptbahnhof - Porta Romana - Galluzzo (Camping Internazionale Firenze)- Tavarnuzze.
Linie 70: Nachtbus: via Duomo (Dom) und Uffizi (Uffizien)
Fahrkarten (biglietti) werden anAutomaten, in Tabacchi-Geschäften und Bars mit orangen ATAF-Zeichen sowie am ATAF-Ticketstand im Hauptbahnhof verkauft. Einzeltickets gelten 70 Minuten und kosten 1,20 Euro im Vorverkauf (im Bus 2 Euro); ein Block mit vier Einzeltickets 4,70 Euro. Eine 24-Stunden-Karte kostet 5 Euro, eine 3-Tages-Karte 12 Euro, eine 7-Tages-Karte 18 Euro. Die Tickets sind erst nach dem Entwerten am Automaten im Bus gültig.
Neu ist die "Agile Card", eine Chipkarte mit der man die Busse in Florenz benutzen kann, ohne ständig das passende Kleingeld parat haben zu müssen. Sie ist für 10 Euro (12 Einzeltickets gespeichert), 20 Euro (21 Einzeltickets gespeichert) oder 30 Euro (35 Einzeltickets) zu bekommen und muss bei Antritt der Fahrt in einen der Automaten im Bus gesteckt werden. Der Wert wird dann elektronisch abgebucht.
Wer ohne gültigen Fahrschein erwischt wird, zahlt bis zu 50 Euro Strafe.
Das Überlandbusnetz ist gut ausgebaut. Die Firma SITA bedient Siena, San Gimignano, Volterra und die Orte des Chianti-Gebietes. Die Firma LAZZI fährt in die Gegend westlich von Florenz, z.B. nach Pisa und Lucca. Der Busbahnhof befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof.
Internet: www.sitabus.it und www.lazzi.it.
Günstige Tickets
Biglietto Cumulativo
Das "Biglietto Cumulativo" (Sammelticket), welches drei Tage gültig ist, bietet für etwa 11,50 Euro freien Eintritt in die Museen im Palazzo Pitti - Museo degli Argenti, Galleria d'Arte Moderna, Galleria Palatina, Galleria del Costume und Museo delle Porcellane sowie in die Boboli-Gärten. Erhältlich an den Kassen der jeweiligen Museen.
Hotels
Unterkunft
Die Hotelpreise in Florenz sind vergleichsweise hoch. Die Hotels werden durch die staatlichen Tourismusbehörden in Kategorien (ein bis fünf Sterne) eingeteilt. Die Einteilung entspricht dem Hotelkomfort, sagt allerdings nichts über Atmosphäre, Lärmbelästigung und Ästhetik des Hauses. Bei den Ein- und Zwei-Sterne-Hotels reicht das Spektrum von ordentlichen und angenehmen Häusern bis hin zur schmuddeligen Billigbleibe. In der Altstadt gibt es Pensionen in alten Kaufmannshäusern mit antiken Möbeln in großen, hohen und stuckverzierten Zimmern. Günstige Unterkünfte sind immer Klöster, Jugendherbergen und in der Zeit der Semesterferien auch Studentenwohnheime. Frühzeitige Buchung in der Zeit von März bis Oktober, vor allem der schönen Unterkünfte, ist unerlässlich.
Ein Unterkunftsverzeichnis ´Guida all´ ospitalità´ für Florenz ist bei der Agenzia per il Turismo Firenze (APT), Via Manzoni 16, 50121 Florenz, Email: info@firenzeturismo.it, erhältlich.
Hotelpreise im Doppelzimmer ca.:
Standardhotels: 70 - 100 Euro.
Gehobene Hotels: 100 - 270 Euro.
Luxushotels: 270 Euro.
Hotelreservierungen
Consorzio I.T.A. - Hotel Information/Reservierung
Stazione Santa Maria Novella (Ostausgang), 50123 Florenz. Geöffnet: täglich 9-20 Uhr.
Weitere Büros:
- Autobahn A11 Firenze-Mare, Agip Service Area, Peretola.
- Autobahn del Sole A1, Area di Servizio, Chianti Est.
Florence Promhotels
Viale Alessandro Volta 72, 50131 Florenz. Tel.: (055) 55 39 41; gebührenfreie Nummer, Tel.: 800 86 60 22; Fax: (055) 58 71 89.
Hotelinformation - und buchung von Hotelzimmern in Florenz. Internet: www.promhotels.it.
Praktische Tipps
Sicherheit
Die Kleinkriminalität in Florenz ist hoch. Vor allem Taschendiebe sind am Werk. Die Brennpunkte für Taschendiebstahl liegen auf dem Ponte Vecchio, in der Via dei Cerretani (vom Hauptbahnhof zum Dom), vor den Uffizien und auf dem San Lorenzo Markt. Neben Taschendieben sind Kinderbanden, hauptsächlich Zigeunerkinder unterwegs, die gemeinsam arglose Touristen umringen und ihnen dabei die Brieftasche wegnehmen. Deshalb gilt es, keinen auffälligen Schmuck zu tragen und Geld (nur so viel wie nötig) in Brustbeutel oder Bauchgürtel mitzunehmen. Als Fußgänger sollte man besonders auch auf Mopeds und Vespa-Roller achten. Während sich die Zweiräder durch den Verkehr schlängeln, wird den Passanten vom Hintermann die Handtasche entrissen. Schützen kann man sich, indem man die Tasche und den Fotoapparat mit sicherem Griff auf der straßenabgewandten Seite trägt und die Augen offen hält.
Auch Autoaufbrüche, vor allem am südlichen Arno-Ufer, unterhalb der Piazza Michelangelo, sind keine Seltenheit. Am besten den Wagen auf einem bewachten Parkplatz abstellen und alle Wertsachen aus dem Fahrzeug nehmen.
Die Gegend um den Hauptbahnhof ist nachts zu meiden, genauso wie der Stadtpark flussabwärts der Ponte della Vittoria - Prostitution und Drogenhandel florieren hier.
Geld
4.2.2 Währungseinheit
Währungseinheit ist der Euro. Ein Euro = 100 Cents.
Italienische Euromünzen - nationale Rückseite
In Italien ist auf der 2-Euro-Münze Dante, einer der größten Dichter Italiens, auf dem 1-Euro-Stück Leonardo da Vincis Zeichnung "Vitruvianischer Mann" abgebildet.
Die Rückseiten der Cent-Münzen zeigen das Bildnis des römischen Kaisers Marc Aurel (50 Cent), die Skulptur "Das Symbol" (20 Cent), Boticellis Venus (10 Cent), das Kolosseum in Rom (5 Cent), den Turm der Mole Antonelliane in Turin (2 Cent) und das Castel del Monte (1 Cent).
4.2.3 Zahlungsverkehr
EC-Geldautomaten sind weit verbreitet. Kreditkarten werden in größeren Hotels, Geschäften und von Autovermietern akzeptiert.
4.2.4 Kaufkraft
Die Kaufkraft für einen Euro beträgt für den deutschen Urlauber in Italien 0,90 Euro (Stand: Mai 2011).
4.2.5 Banköffnungszeiten
Montag bis Freitag 8.30-13/13.30 Uhr und 14/15-16 Uhr, oft auch Samstagvormittag.
Kommunikation
4.3.1 Allgemeine Beschreibung
Die Vorwahl für Italien ist die 0039, für Florenz die 055. Für alle Gespräche nach Italien muss nach der Landesvorwahl immer auch die Null der Ortsvorwahl mitgewählt werden (für Florenz von Deutschland aus 0039 055). Auch bei Ortsgesprächen innerhalb von Florenz muss die Vorwahl 055 mitgewählt werden. Dies gilt auch für Faxe. Ausnahme: wenn man ein italienisches Handy anruft, wird die "0" weggelassen. Deutschland ist von Italien unter der Vorwahlnummer 0049 zu erreichen.
4.3.2 Telefon
Die öffentlichen Telefonzellen funktionieren mit Münzen, mit Telefonkarten (carta telefonica oder scheda telefonica) oder mit Kreditkarten, wobei die Münztelefone immer seltener werden. Eine Direktwahl nach Deutschland ist nur aus Telefonzellen mit orangerotem Telefonhörer-Symbol möglich. Telefonkarten sind in Tabacchi-Kiosken, Zeitschriftenläden, an Automaten, in Bars, in der Post, an Tankstellen und manchmal auch an den Rezeptionen von Hotels erhältlich. Vor dem Gebrauch der Telefonkarte muss die perforierte Ecke abgeknickt werden. Es gibt auch internationale Telefonkarten, die etwa 15 Euro kosten und mit denen man bis zu sechs Stunden in Europa telefonieren kann. Diese Karten führt man nicht ins Telefon ein, sondern man wählt eine kostenlose Nummer, die auf der Karte vermerkt ist - sowohl fürs Festnetz wie fürs Handy. Danach gibt man die Geheimnummer ein, die ebenfalls auf der Karte vermerkt ist.
Achtung! Das Telefonieren vom Hotelzimmer aus ist in Florenz unverschämt teuer.
4.3.3 Mobilfunk
Derzeit bestehen Roaming-Verträge mit T-Mobile, E-Plus, O2 und Vodafone.
4.3.4 Post
Briefmarken (Francobolli) können außer bei den Postämtern auch in autorisierten Tabacchi-Läden und -Bars gekauft werden.
Das Hauptpostamt in Florenz befindet sich in der Via Pellicceria 3 (Nähe Piazza Repubblica), Tel.: (055) 21 81 09. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.15-19 Uhr, Samstag 8.15-13.30 Uhr. Internet: www.poste.it.
4.3.5 Mail/Internet
Internetcafés stehen in Florenz zur Verfügung.
Notdienste
Ambulanz (Sanitaria), Tel.: 118.
Feuerwehr (Vigili del Fuoco), Tel.: 115.
Europäische Notrufnummer, Tel. 112.
Staatspolizei (Carabinieri) SOS, Tel.: 113.
Stadtpolizei (Polizia Municipale), Tel.: (055) 32 85.
Touristenpolizei (Polizia Assistenza Turistica)
Via Pietrapiana 50r (Piazza dei Ciompi), Florenz. Tel.: (055) 20 39 11. Geöffnet: Montag bis Freitag 8-14 Uhr.
Medizinischer Dienst für Besucher (24 Stunden)
Via Lorenzo Il Magnifico, 59 (in der Nähe der Piazza Libertà), Florenz. Tel.: (055) 47 54 11. Englisch, Deutsch und Französisch sprechende Ärzte und Fachärzte auf 24 Stunden Abruf.
Poliklinik: Policlinico di Careggi
Via Morgagni 85, Florenz. Tel.: (055) 427 71 11.
24-Stunden Apotheke (Farmacia Comunale)
Im Hauptbahnhof Santa Maria Novella, Piazza Stazione, Florenz. Tel.: (055) 21 67 61.
ACI - Italienischer Automobilclub, Pannenhilfe, Tel.: 116 oder (055) 80 31 16.
ADAC-Notruf-Station Italien (Mailand), Tel.: (02) 66 15 91.
Sperr-Notruf
Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Hinweise für Behinderte
4.5.1 Allgemeine Beschreibung
Menschen mit Behinderungen haben per Gesetz freien Eintritt in staatliche Museen, Kunstsammlungen, Ausgrabungsstätten und Parks in Italien. Ebenfalls freien Zutritt erhält die Begleitperson, sofern sie zur Familie oder zu einer sozialen Einrichtung gehört. Einen Überblick über behindertengerechte Einrichtungen in Italien auch in deutscher Sprache gibt es im Internet unter www.italiapertutti.it.
4.5.2 Aufenthalt
Sich als Rollstuhlfahrer in Florenz fortzubewegen kann auf Grund der vielen holprigen Straßen mit Kopfsteinpflaster, der häufig schmalen Gehwege ohne Bordsteinabsenkung und der parkenden Autos in Gassen und auf den Gehsteigen schwierig sein. Eine kleine Erleichterung für Rollstuhlfahrer bedeutet, dass die historische Altstadt, in der sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden, für den Verkehr gesperrt ist.
Einige Museen, Kirchen und Sehenswürdigkeiten sind mit Behinderten-WC's, Rampen an den Eingängen und Aufzügen ausgestattet.
Ebenso verfügen rund die Hälfte der städtischen Busse von ATAF über Rollstuhlplätze und Rampen. Pläne mit den Routen der speziell ausgestatteten Busse halten die Touristeninformationen sowie das ATAF-Auskunftsbüro im Hauptbahnhof bereit.
4.5.3 Nützliche Adressen
Die Kommune der Stadt Florenz gibt auf der Internetseite http://www.comune.fi.it/viverefirenze/itinerari.html Empfehlungen für Routen durch die Stadt, mit zusätzlichen Informationen für Menschen mit Körperbehinderung (in Italienisch). Auf Englisch ist auch die Website www.aboutflorence.com/accessible-florence.html zu empfehlen.
Informationen zu Florenz für Reisende mit Handicap liefert eine englischsprachige 300-seitige Broschüre: "The Accessible Guide to Florence" von Cornelia Danielson. Diese gibt beispielsweise Auskünfte, welches Hotel behindertengerecht ausgestattet ist, in welchem Museum man Renaissance-Skulpturen berühren kann, wenn man sehbehindert ist oder welches Museum mit dem Rollstuhl zugänglich ist.
Das Büchlein kostet circa 19 US-Dollar, umgerechnet ungefähr 15 Euro, und ist im Buchhandel bestellbar (ISBN 1-4134-5729-0). Internet: www2.xlibris.com.
Fundbüros
Fundbüro
Via Circondaria 17b, Florenz. Tel.: (055) 328 39 42/43.
Ufficio Oggetti Ritrovati - Fundbüro der Bahn
Stazione di Firenze Santa Maria Novella, Binario, Bahnstig 16, Florenz. Tel.: (055) 235 21 90.
Flughafen Pisa, Tel.: (050) 84 94 00.
Flughafen Florenz, Tel.: (055) 306 13 02. Geöffnet: 8.30-20 Uhr.
Depot für abgeschleppte Kfz. 24 Stunden geöffnet. Via Circondaria 19, Florenz, Tel.: (055) 78 38 82.
Lokale Zeit
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit. Es besteht kein Zeitunterschied zu Deutschland.
Feiertage
Capodanno - Neujahr: 1. Januar 2012.
Befana - Heilige drei Könige: 6. Januar 2012.
Lunedì di Pasqua - Ostermontag: 9. April 2012.
Festa della Liberazione - Tag der Befreiung vom Faschismus: 25. April 2012.
Festa dei Lavoratori - Tag der Arbeit: 1. Mai 2012.
Festa della Repubblica - Tag der Republik: Jährlich am ersten Sonntag im Juni.
San Giovanni Battista - Johannes der Täufer: 24. Juni 2012.
Ferragosto - Mariä Himmelfahrt: 15. August 2011.
Ognissanti - Allerheiligen: 1. November 2011.
Immacolata Concezione - Maria Empfängnis: 8. Dezember 2011.
Natale - Weihnachten: 25. Dezember 2011.
Santo Stefano - Zweiter Weihnachtsfeiertag: 26. Dezember 2011.
Strom
Meist 110 bis 220 Volt Wechselstrom. Die Voltzahl ist an den Glühbirnen ablesbar. Schukostecker können oft nicht verwendet werden. Die Mitnahme eines Adapters empfiehlt sich, in Hotels kann der Gast nach einem Zwischenstecker (spina) fragen.
Maße und Gewichte
Die italienischen Konfektionsgrößen fallen etwa zwei Nummern kleiner aus, als die deutschen - das heißt, die deutsche Größe 38 entspricht in Italien Größe 42.
Trinkgeld
Trinkgeld wird auch in Italien gern gesehen, ist aber nicht unbedingt nötig. In Bars oder Restaurants sind fünf bis zehn Prozent vom Rechnungspreis allerdings noch üblich, obwohl Gedeck und Bedienung bereits im Preis inbegriffen sind. Bei Taxifahrern rundet man auf.
Gesellschaftliche Verhaltensformen
In Italien ist die Begrüßung etwas ganz besonderes: die Hände werden bis zu zehn Mal geschüttelt. Es erscheint als unhöflich, dieses eigenmächtig abzukürzen.
Im gepflegten Restaurant sollten sich die Gäste hüten, lediglich eine Vorspeise und einen Pasta-Gang zu bestellen. Generell sind Pasta und Risotto in Italien kein Hauptgericht und kommen in kleineren Portionen auf den Tisch als beim hiesigen Italiener um die Ecke. Wein ist zu jeder Mahlzeit selbstverständlich, aber er wird nicht in rauen Mengen genossen. Wer sichtlich betrunken ist, fällt unangenehm auf.
Außerdem ist es in Cafés oder Restaurants sehr unüblich, die Rechnung getrennt zu begleichen. Das Aufsplitten der Rechnung geschieht (wenn nötig) im Nachhinein.
Kirchen und Klöster sollten nicht in freizügiger Kleidung betreten werden. Auch sonst gilt sparsame Bekleidung als stillos. Italiener tragen selbst bei 30 Grad noch Anzug und Kostüm.
Keine Privattelefonate in der Zeit von 13-16 Uhr (Mittagsruhe).
Das Rauchen auf öffentlichen Plätzen, in allen italienischen Zügen, Büros sowie in öffentlichen Lokalen ist gesetzlich verboten. Nur in abgeschlossenen Raucherräumen mit einer separater Lüftung ist es Restaurant-Gästen in Italien noch gestattet zu rauchen. Wer das Rauchverbot nicht einhält, muss mit einer Geldbuße zwischen 220 und 2.200 Euro rechnen.
Kleidung
Italiener legen viel Wert auf Kleidung. Egal ob im Alltagsleben oder bei feierlichen Anlässen. Wer sich gut kleidet wird in Italien mehr beachtet und besser bedient.
Vor allem in feinen Restaurants oder in Trattorias sind kurze Shorts, Gesundheitssandalen oder Badebekleidung verpönt. In angesagten Diskotheken kann es passieren, dass man mit Jeans nicht eingelassen wird.
Im Winter empfiehlt es sich, warme Kleidung, auch für drinnen mitzunehmen, das Zentralheizungen nicht überall vorhanden sind.
Beste Reisezeit
Florenz ist im Frühling/Frühsommer am schönsten, wenn es noch nicht so heiß ist. Wer sich eingehender für Kultur interessiert, sollte Florenz besser im Herbst oder Winter bereisen, um Wartezeiten an den Sehenswürdigkeiten zu vermeiden.
Sightseeing
Die Stadt kennenlernen
Florenz lernt man am besten zu Fuß kennen. Die verkehrsberuhigte Altstadt lässt sich in einer Stunde vollständig durchqueren und die Hauptsehenswürdigkeiten liegen eng beieinander. Florenz hat in seinem relativ kleinen Stadtzentrum aber so viele Kunstschätze angesammelt, dass man sich für eine Besichtigung Zeit nehmen sollte.
In den Sommermonaten können die Touristenmassen, die sich durch die Gassen schieben, der Lärm und die Abgase der zahllosen Autos und Mopeds und die drückende Hitze eine Besichtigung allerdings leicht zur Strapaze machen.
Zu empfehlen ist eine Fahrt mit dem Fahrrad am Ufer des Arnos und in den Gartenanlagen von Florenz. Bei den Sehenswürdigkeiten und auf den öffentlichen Plätzen dagegen ist Fahrradfahren verboten und kann mit einer Geldstrafe geahndet werden. Fahrräder sind leicht zu bekommen. Einige Hotels geben sie gratis an ihre Gäste aus.
Ein ausführlicher Stadtplan mit Beschreibung verschiedener Rundgänge ist bei den Touristenbüros der APT-Agenzia per il Turismo di Firenze erhältlich.
Verwirrend ist die Nummerierung der Häuser in den Straßen. Es gibt rote (für Geschäftshäuser und Restaurants, im Folgenden gekennzeichnet mit einem r) und schwarze Nummern (Privathäuser und Hotels), die jeweils separat gezählt werden. So kann man neben der Hausnummer 40 (schwarz) die Nummer 20 (rot) finden.
Tipp
Bequeme Schuhe mitnehmen. Die Straßen und Gehwege in Florenz sind fast überall mit Kopfsteinen gepflastert.
Stadtbesichtigungen
C.A.F. Tour Travel
Via S. Antonino 6r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 28 32 00, Fax: (055) 238 27 90, E-Mail: tours@caftours.com.
Busrundfahrten und Stadtrundgänge im Zentrum von Florenz sowie Ausflüge nach Siena, San Gimignano, Pisa, Chianti, Lucca, Vinci, Perugia und Assisi.
Die klassische Stadtrundfahrt mit dem Bus, die geführten Besichtigungen durch die Museen von Florenz sowie die Stadtführungen zu Fuß werden ganzjährig täglich veranstaltet.
Internet: www.caftours.com.
City Sightseeing Firenze
Piazza Stazione 1, 50123 Florenz. Tel.: (055) 29 04 51, E-Mail: info@firenze-city-sightseeing.it.
Eine Sightseeing Tour durch Florenz im offenen Doppeldeckerbus auf zwei verschiedenen Routen. Das 24 Stunden "Hop-on, Hop-off-Ticket" bietet die Möglichkeit auf der ganzen Rundfahrt an zahlreichen Haltestellen beliebig oft ein- und auszusteigen. Täglich Abfahrt zwischen 9.30 und 16.30/18 Uhr am Hauptbahnhof (Linie A) und 10 bis 14/16 Uhr an der Porta San Frediano (Linie B), alle 30 bzw. 60 Minuten. Die Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten erfolgen über Kopfhörer, auch auf Deutsch. Die Tageskarten können im Bus sowie an zahlreichen Hotelrezeptionen gekauft werden.
Internet: www.firenze.city-sightseeing.it.
Florence by bike
Via San Zanobi 120-122r, 50129 Florenz. Tel.: (055) 48 89 92; E-Mail: info@florencebike.it. Geöffnet: April bis Oktober täglich 9-19.30 Uhr, sonst Mo bis Sa 9-13 Uhr und 15.30-19.30 Uhr.
Zehn verschiedene Radtypen und Scooter mit allem Zubehör werden stundenweise und wochenweise vermietet. Außerdem werden geführte Radtouren mit Mountainbikes nach Fièsole und in die Chianti-Region angeboten, zum Beispiel nach Pratolino, Greve in Chianti und Siena.
Internet: www.florencebybike.it.
Segway Florence
Via dei Servi 13, 50122 Florenz. Tel./Fax: (055) 239 88 55, E-Mail: info@italysegwaytours.com. Geöffnet: Mo bis Sa 9-18 Uhr.
Die begleiteten Touren mit dem selbst balancierenden Hightech-Roller führen durch die Altstadt, vorbei an den Sehenswürdigkeiten von Florenz: Dom, Uffizien, Palazzo Strozzi, Santa Croce, Piazza della Signoria usw. Die Kommentare erfolgen in Englisch durch professionelle Guides über Kopfhörer, die jeder Teilnehmer erhält. Den Auftakt zu der dreistündigen Rundfahrt bildet ein Segway-Fahrsicherheitstraining. Die Touren finden bei jedem Wetter von März bis November statt (bei Regen werden Regenumhänge gestellt).
Internet: www.segwayfirenze.com.
Renaioli
Tel.: 347 798 23 56, E-Mail: info@renaioli.it.
Von Juni bis September kann man die architektonischen Highlights in Florenz vom Wasser aus bewundern. In restaurierten historischen Booten, den so genannten Renaioli, die durch Staken von Bootsmännern fortbewegt werden, schippert man auf dem Arno an den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Dabei erfährt man so manches interessante Detail vom Bootsmann. Die Touren werden für Paare oder Gruppen auf Anmeldung veranstaltet - wann immer der Fluss es erlaubt. Abfahrt ist in der Nähe der Ponte Vecchio (Lungarno Diaz).
Internet: www.renaioli.it.
Museen
Casa Buonarroti
Via Ghibellina 70, 50122 Florenz. Tel.: (055) 24 17 52. Geöffnet: Mi bis Mo 10-17 Uhr; bei temporären Ausstellungen Mi bis Mo 9.30-16 Uhr.
Die Casa Buonarroti erfüllt heutzutage mehrere Aufgaben gleichzeitig. Der Palast ist ein Michelangelo-Museum, eine Gedenkstätte sowie ein Forschungszentrum. Michelangelo erwarb das Grundstück zwischen 1508 und 1514 und regte seinen Neffen Leonardo Buonarroti im späten 16. Jahrhundert dazu an, ein Haus zu bauen. Er selbst hatte jedoch nie darin gewohnt, trotzdem avancierte es zu einer Kultstätte.
In den herrlich ausgestatteten Zimmern werden Episoden aus dem Leben Michelangelos illustriert und seine Arbeiten (Modelle, Zeichnungen, Portraits und Frühwerke) präsentiert. Unter all den Exponaten verdienen vor allem drei besondere Aufmerksamkeit: "Die Schlacht der Zentauren", "Die Madonna mit Kind" und das hölzerne Kruzifix von Santo Spirito.
Internet: www.casabuonarroti.it.
Galleria degli Uffizi - Uffizien
Piazzale degli Uffizi 6, 50122 Florenz. Tel.: (055) 238 86 51, E-Mail: direzione.uffizi@polomuseale.it. Geöffnet: Di bis So 8.15-18.50 Uhr, im Sommer bis 21 Uhr.
Die Uffizien zählen zu den bedeutendsten Galerien der Welt und werden gerne in einem Atemzug mit dem Louvre in Paris und dem Prado in Madrid genannt. Ihre 400-jährige Geschichte ist eng mit dem Hause Medici verknüpft, denn Herzog Cosimo I. de Medici ließ den U-förmigen Palast im 16. Jahrhundert am Ufer des Arno errichten. Heute werden unermessliche Kunstschätze in den über 40 prächtigen Sälen und Korridoren gezeigt. Vornehmlich die großen toskanischen Künstler, wie Giotto, Botticelli, Leonardo da Vinci und Michelangelo, aber auch andere berühmte Italiener wie Giovanni Bellini, Caravaggio, Tizian und Tintoretto sind mit ihren Arbeiten vertreten. Hinzu kommen deutsche und holländische Künstler wie Breughel, Cranach, Dürer, Holbein, Rembrandt und Rubens. Zu den berühmtesten Gemälden der Uffizien zählen unter anderem Boticellis Meisterwerke "Die Geburt der Venus" und "Der Frühling", Leonardo da Vincis "Verkündigung" und "Anbetung der Könige" sowie das "Tondo Doni" von Michelangelo.
Die Uffizien verfügen über zwei Museumsshops, ein Café, einen Postschalter sowie eine Bibliothek.
Tipp
Eine telefonische Ticketreservierung (Tel.: (055) 29 48 83) sichert einen Museumszugang, an dem es kein stundenlanges Warten und Drängeln gibt. Jedoch ist eine rechtzeitige, in der Hochsaison bis zu vier Wochen vor dem beabsichtigten Besuch vorgenommene Anmeldung anzuraten. Vor Ort muss man pünktlich, eine halbe Stunde vorher die Tickets abholen, sonst verfällt die Reservierung. Ein Vorverkaufszuschlag ist einzukalkulieren.
Wer die Uffizien in Ruhe besuchen möchte ohne zwischen Besuchermassen aufgerieben zu werden, der kommt am besten im Winter.
Internet: www.uffizi.firenze.it.
Galleria dell Accademia
Via Ricasoli 58-60, 50122 Florenz. Tickets (Kartenreservierung) Tel.: (055) (055) 29 48 83, E-Mail: info@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: Di bis So 8.15-18.50 Uhr.
Die 1794 von Großherzog Pieto Leopoldo gegründete Kunstschule, später Galleria dell' Accademia, gehört zu den Lieblingzielen unzähliger Florenz-Touristen. Sie ist mit einer Million verkaufter Eintrittskarten jährlich das meistbesuchte Museum nach den Uffizien. Im Großen Saal sind die Hauptwerke Michelangelos untergebracht. Darunter auch die fast fünf Meter hohe original Marmor-Skulptur des "David", die zur Symbolfigur der Renaissance-Kunst geworden ist. Daneben wird die größte Sammlung spätgotischer Malerei in Europa gezeigt. Eine Kartenreservierung wird empfohlen. Internet: www.polomuseale.firenze.it/accademia/.
Museo delle Cappelle Medicee
Piazza Madonna degli Aldobrandini 6, 50123 Florenz. Tickets (Kartenreservierung) Tel.: (055) 29 48 83. Geöffnet: täglich 8.15-16.50 Uhr, von November bis April täglich 8.15-13.50 Uhr; am 1., 3. und 5. Montag im Monat sowie am 2. und 4. Sonntag im Monat geschlossen.
Ein absolutes Besichtigungs-Muss für einen Florenzbesuch ist der Komplex der Medicikapellen an der Chorseite der Kirche San Lorenzo (siehe Kirchen). Die rote, weithin sichtbare Kuppel der Cappella dei Principi (Fürstenkapelle) von Matteo Nigetti bildet den äußeren Glanzpunkt dieser monumentalen Grablege der Medici-Großherzöge. Kostbarer Marmor, seltene Steine und wertvolle Halbedelsteine wurden aus der ganzen Welt zusammengetragen um diese Kapelle mit den sechs Sarkophagen der Herzöge auszuschmücken. Besonders die Neue Sakristei, die von Michelangelo entworfen wurde, und in der sich ebenfalls Familiengräber befinden, hat es den Besuchern angetan. Michelangelo hat hier die Grabmäler der beiden Medici Lorenzo (Fürst von Urbino) und Giuliano (Fürst von Nemours) mit einem besonderen und in dieser Form völlig neuartigen Figurenprogramm versehen. Die Statuen symbolisieren insgesamt die Zeiten des Tages: den Abend und den Morgen bei Lorenzo, die Nacht und den Tag bei Giuliano.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/cappellemedicee/.
Museo di San Marco
Piazza San Marco 1, 50121 Florenz. Tickets (Kartenreservierung) Tel.: (055) 29 48 83, E-Mail: info@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: Mo bis Fr 8.15-13.50 Uhr, Sa/So 8.15-16.50 Uhr; am 1., 3. und 5. Montag im Monat sowie am 2. und 4. Sonntag im Monat geschlossen.
Den künstlerischen Ausdruck tiefster Religiosität erfahren Besucher im Museo di San Marco, welches einen großen Teil des Dominikanerklosters San Marco einnimmt. Michelozzos Architektur bildet hier den stimmungsvollen Rahmen für die unvergleichlichen zarten Fresken des Mönchs Fra Angelico, der als großer Künstler der Renaissance gilt. Jedem seiner Mitbrüder malte er zwischen 1436 und 1445 zur Meditation eine Szene aus dem Leben Christi in die Zelle. Ein Kleinod ist das Fresko "Verkündigung" an der Treppe beim Aufgang zu den Zellen. Weitere Werke Fra Angelicos verschiedener Herkunft, wurden im 20. Jahrhundert ins Museum gebracht und ergeben nun eine bemerkenswerte Sammlung seiner Kunst.
Daneben ist eine wichtige Sammlung von Gemälden aus dem 16. Jahrhundert zu bewundern, einschließlich Werken von Fra Bartolomeo. Die Bibliothek, ein Meisterstück Michelozzos, beherbergt eine Reihe von fein ausgearbeiteten Handschriften, die im Kloster angefertigt wurden. Sehenswert ist auch die gleichnamige Kirche, in der sich weitere Kunstwerke befinden.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/sanmarco/.
Museo Nazionale del Bargello
Via del Proconsolo 4, 50122 Florenz. Tickets (Kartenreservierung) Tel.: (055) 29 48 83, E-Mail: museobargello@info.firenze.it. Geöffnet: täglich 8.15-17 Uhr; am 1., 3. und 5. Sonntag im Monat sowie am 2. und 4. Montag im Monat geschlossen.
Das Nationalmuseum Bargello hat seinen Sitz in einem der ältesten öffentlichen Gebäude von Florenz, dessen Bau bis auf das Jahr 1255 zurückgeht. Das Museum vermittelt die Grundsätze über die Wissenschaft der Skulpturen, die in der Toskana im 14. bis 17. Jahrhundert kreiert wurden. Es besitzt außerdem eine hoch interessante Sammlungen über Kunstwerke, die durch Stiftungen und Erbschaften entstanden sind. Waffen, Stoffe, Möbel, Terrakotta mit Glasuren (einige davon von della Robbia), Siegel, Bronzen, Majolikas, Schmuckstücke und Wappen. Die faszinierendsten Meisterwerke sind die von Michelangelo (Brutusbüste, Apollo und David, etc.) und von Donatello (David in Marmor und San Giorgio). Weitere interessante Werke von Sansovino, B.Cellini, Brunelleschi, Ghiberti, della Robbia, Agostino di Duccio, Bernini, Verrocchio, Pollaiolo und F. Laurana runden die Sammlung ab. Daneben gibt es eine umfangreiche Medaillensammlung der Medici.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/bargello/.
Museo Salvatore Ferragamo
Piazza S. Trinità 5r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 336 04 56, E-Mail: museoferragamo@ferragamo.com. Geöffnet: täglich außer Di 10-18 Uhr, im August Mo bis Sa 10-18 Uhr (Mittagspause 13 bis 14 Uhr).
Im pittoresken Palazzo Spini-Feroni können Schuhenthusiasten sich an der Produktion von Salvatore Ferragamo satt sehen. Das kleine Museum im zweiten Obergeschoss dokumentiert das Lebenswerk des genialen Schuhdesigners aus Neapel, der von 1927 bis 1960 seinen Namen zum Markenzeichen machte. Aus einer Sammlung von über 10.000 Schuhen werden in Wechselausstellungen die herausragendsten Kreationen und extravagantesten Modelle präsentiert. Fotografien, Entwürfe, Bücher und Zeitschriften sowie Nachbildungen zahlreicher Füße berühmter Persönlichkeiten aus Holz ergänzen die Ausstellung.
Internet: www.museoferragamo.it.
Museo Stibbert
Via Stibbert 26, 50134 Florenz. Tel.: (055) 48 60 49, Tickets Tel.: (055) 47 55 20, E-Mail: biglietteria@museostibbert.it. Geöffnet: Mo bis Mi 10-14 Uhr, Fr bis So 10-18 Uhr.
In 64 Räumen seines Hauses hat der Waffennarr Federico Stibbert (1838-1906) Möbel, Skulpturen, Kostüme, Gobelins und Kuriositäten ausgestellt, die er von seinen Reisen mitgebracht hat. Das Kernstück bildet die große Sammlung von europäischen und orientalischen Rüstungen und Waffen aus der Zeit zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Hervorzuheben ist die "Sala della Cavalcata" mit einem Reiterregiment von 28 Reitfiguren in Originalgröße die komplett, wie im 16. Jahrhundert, bewaffnet sind. Beeindruckend ist aber schon alleine die Einrichtung der einzelnen Ausstellungsräume, denn alle Exponate erscheinen vor dem spezifischen Hintergrund ihres Herkunftslandes.
Internet: www.museostibbert.it.
Museo Zoologico La Specola
Via Romana 17, 50125 Florenz. Tel.: (055) 228 82 51, E-Mail: urp@unifi.it. Geöffnet: Winter So bis Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Sa 9-17 Uhr, Sommer Mo, Fr, So 10-13 Uhr, Sa 10-18 Uhr.
Das naturgeschichtliche Museum La Specola in einer ehemaligen Sternwarte ist eine Abteilung der Universität von Florenz. Präsentiert werden auf 1.200 Quadratmetern Pflanzen und präparierte Tiere - von Schwämmen und Korallen bis hin zu lebensgroßen Nashörnern und Eisbären. Besonders faszinierend und kurios sind die zehn Säle der Cere Anatomiche. Rund 1.400 kostbare Wachsmodelle menschlicher Organe und "enthäuteter" Körper, die zwischen 1771 und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in fachlich naturwissenschaftlicher Genauigkeit angefertigt wurden, sind hier in den Glasvitrinen zu sehen. Sie dienten zur medizinischen Ausbildung und wurden nach Studien an sezierten Leichen unter Anleitung von Ärzten und Anatomen geformt. Durch die Jahrhunderte sind sie nahezu im Originalzustand verblieben und wirken noch heute erschreckend echt.
Internet: www.msn.unifi.it.
Galleria d Arte Moderna
Piazza Pitti 1, Palazzo Pitti, 50125 Florenz. Tel.: (055) 238 86 01, Tickets Tel.: (055) 29 48 83, E-Mail: GAM@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: Di bi So 8.15-18.50 Uhr.
Im zweiten Stock des Palazzo Pitti befindet sich in 30 Sälen eine Sammlung von rund 2.000 Kunstwerken, die einen Überblick über die italienische Malerei vom Neoklassizismus bis zum 20. Jahrhundert gibt. Umfassend vertreten ist die toskanische Künstlergruppe der "Macchiaioli" aus dem 19. Jahrhundert, die mit ihrer klecksenden Maltechnik gegen den akademischen Historismus protestierte. Ihre Farbflecktechnik kommt in den Landschaftsbildern des Livornesers Giovanni Fattori sowie den Arbeiten des Florentiners Telemaco Signorini am besten zur Geltung.
Im Hof des Museum befindet sich ein Café.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/english/musei/artemoderna/.
Museo della Fotografia Fratelli Alinari
Leopoldine, Piazza Santa Maria Novella 14a, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 63 10, E-Mail: mna@alinari.it. Geöffnet: täglich 10-18 Uhr.
Die Wurzeln dieses Fotografiemuseums liegen in der Geschichte des ältesten Fotoateliers der Welt, welches 1852 von den Brüdern Vittorio und Piero Alinari in Florenz gegründet wurde. Das Museum ist die einzige nationale Einrichtung, die sich ausschließlich fotografischen Ausstellungen widmet; in erster Linie nimmt es jedoch eine bewahrende Funktion ein, denn in den Alinari-Archiven werden etwa drei Millionen Negative und fast eine Million historischer Abzüge verwaltet.
Neben einer Dauerausstellung, die sich der Geschichte und Technik der Fotografie widmet und Werke der wichtigsten Fotografen sowie historische Fotoapparate zeigt, gibt es zahlreiche hochkarätige Sonderausstellungen zum Thema Fotografie.
Internet: www.mnaf.it.
Galerien
Galleria Palatina e Appartamenti Reali
Piazza Pitti 1, Palazzo Pitti, 50125 Florenz. Tickets (Kartenreservierung) Tel.: (055) 29 48 83, E-Mail: info@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: Di bis So 8.15-18.50 Uhr.
Die Palatina genannte Galerie, hergeleitet aus der Tatsache, dass sie sich im Palazzo, dem Palast der Herrscherfamilie befindet, wurde vom Hause Lothringen im Jahre 1828 für Besucher geöffnet. Die zum Teil mit herrlichen Dekorationen von Pietro da Cortona ausgemalten Säle stellen eine würdige Krönung der hier ausgestellten bedeutenden Werke des 16. und 17. Jahrhunderts dar. Die Meisterwerke der Medici-Sammlung umfassen Arbeiten von Tizian, Raffael, Rubens, Tintoretto, Veronese, Botticelli, Velazques und Perugino. Besondere Beachtung findet auch der im neoklassizistischen Stil eingerichtete Musiksaal sowie der Saal der Putten, der vollständig der flämischen Malerei gewidmet ist.
Wissenswertes
Die Eintrittskarte für die Palastgalerie berechtigt auch zur Besichtigung der einstigen Privaträume der Großherzöge (Appartamenti Monumentali).
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/palatina/.
Kirchen
Basilica di San Lorenzo
Piazza San Lorenzo 9, 50122 Florenz. Tel.: (055) 214 02 und (055) 21 44 43. Geöffnet: Mo bis Sa 10-17 Uhr, So 13-17 Uhr.
Bereits im Jahr 393 wurde die Basilica di San Lorenzo zur ersten Bischofskirche von Florenz geweiht. Giovanni di Bicci de Medici, der Vater Cosimos, erteilte 1421 Brunelleschi den Auftrag zu einer radikalen Neugestaltung. Seither zählt der großartige Innenraum zu den absoluten Meisterwerken der Renaissancearchitektur, die Fassade blieb aus Geldmangel unvollendet. Von der Ausstattung sind vor allem bemerkenswert das Sakramentstabernakel von Desiderio da Settignano (7. Kapelle rechts), die drei Reliefs von Donatello an der Vorderseite der linken Kanzel sowie die "Verkündigung" von Filippo Lippi im linken Querschiff.
Der berühmteste Teil der Basilica sind die "Cappelle Medicee", die nur durch einen separaten Eingang zu betreten sind (siehe Museo delle Cappelle Medicee).
Die Biblioteca Medicea Laurenziana, die Medici-Bibliothek, erreicht man vom doppelgeschossigen Kreuzgang aus. Sie wurde in einem von Michelangelo errichteten Raum untergebracht. Im Lesesaal mit 88 Lesebänken ist eine einzigartige Sammlung von Handschriften ausgestellt.
Internet: www.operamedicealaurenziana.it, www.bml.firenze.sbn.it.
Basilica di Santa Croce
Piazza Santa Croce 16, 50122 Florenz. Tel.: (055) 246 61 05, E-Mail: segretaria@santacroceopera.it. Geöffnet: Mo bis Sa 9.30-17.30 Uhr, So 13-17.30 Uhr.
Die Heiligkreuz-Kirche ist die Florentiner Hauptkirche der Franziskaner und prunkt mächtig und beeindruckend am Ufer des Arno. Schon kurz nach dem Tod des Heiligen Franziskus 1226 errichteten Anhänger an diesem Platz eine kleine Kapelle. 1294 legte man den Grundstein für den gotischen Kirchenbau, der jedoch erst 1443 eingeweiht wurde. Im Mittelalter galt die Basilika Santa Croce neben der Kirche Santa Maria Novella als das Zentrum für Kunst und Kultur in Florenz. So finden sich in ihren Mauern Kunstwerke der berühmtesten Maler: Giottos Wandmalereien über das Leben des Heiligen Franziskus, Malereien von Peruzzi über das Leben Johannes des Täufers oder der vergoldete Sandsteintabernakel von Donatello sind nur einige Höhepunkte der kunstvollen Ausstattung. Santa Croce ist aber auch ein beliebter letzter Ruheort für die geistige Elite der Stadt. Rund 280 Gräber und Denkmäler der großen Italiener vieler Jahrhunderte sind an diesem Ort versammelt. Besucher schätzen dieses beeindruckende "Pantheon", mit Grabmälern von Galileo Galilei, Michelangelo, Niccolò Machiavelli, Dante und Rossini.
Rechts neben der Kirche befindet sich der Eingang zum Museum von Santa Croce, in dem neben Bildern ein Kruzifix von Cimabue (um 1272) aufbewahrt wird.
Internet: www.santacroceopera.it, www.operadisantacroce.it.
Battistero di San Giovanni
Piazza di San Giovanni, 50122 Florenz. Tel.: (055) 230 28 85. Geöffnet: Mo bis Sa 12.15-19 Uhr, So und erster Samstag im Monat 8.30-14 Uhr.
Die Ursprünge des Baptisteriums, eines der ältesten architektonischen Monumente von Florenz, sind bis heute nicht mit völliger Sicherheit datierbar. Doch spricht vieles für eine Errichtung ab der Mitte des 11. Jahrhunderts. So wird der Bau 1059 durch Papst Nikolaus II. geweiht. In Anlehnung an frühchristliche Taufkirchen ist das Baptisterium als achteckiger Zentralbau errichtet. Seinen oberen Abschluss bildet eine Kuppel, deren Laterne in Form eines "Tempietto" gestaltet ist. Das Innere der Taufkirche beeindruckt durch den schönen Marmorfußboden aus dem 12. Jahrhundert und die herrlichen Mosaike der Apsis und der Kuppel von venezianischen und toskanischen Künstlern im 13. Jahrhundert geschaffen.
Die eindrucksvollsten Arbeiten des gesamten Baptisteriums sind die Bronzeportale von Lorenzo Ghiberti und Andrea Pisano, entstanden zwischen 1330 und 1452. Das dem Dom zugewandte "Paradiestor" aus vergoldeter Bronze ist das berühmteste und stellt Geschichten aus dem Alten Testament dar. Einmalig ist die Akustik im Baptisterium, die gerne bei Führungen demonstriert wird.
Internet: www.operaduomo.firenze.it.
Chiesa di Orsanmichele
Via Arte della Lana 1, 50123 Florenz. Tel.: (055) 238 85, E-Mail: orsanmichele@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: Di bis So 10-17 Uhr. Eintritt frei.
Orsanmichele ist ein ganz ungewöhnlicher Kirchenbau, umfasste er doch bürgerliche und religiöse Funktionen. Bis Ende des 14. Jahrhunderts war das Gotteshaus Markthalle und städtischer Getreidespeicher. Zudem diente es als Zentrum der reichen Florentiner Zünfte. Doch die Verehrung eines Mariengemäldes am Gebäude gab den Ausschlag, den Markt zu verlagern und aus der Verkaufshalle eine Kirche zu machen. An der Ausgestaltung des Gebäudes beteiligten sich alle Zünfte. Um das Bildnis der Gnadenmadonna wurde ein reich verziertes gotische Marmortabernakel (1359) errichtet und an den Nischen der Fassade Skulpturen, die Schutzheilige darstellen, angebracht. Die bedeutendsten Künstler der Zeit wie Donatello, Nani di Banco und Ghiberti schufen sie. Besondere Beachtung verdienen Johannes der Täufer, die erste (über-)lebensgroße Florentiner Bronzeskulptur von Ghiberti und der Heilige Georg von Donatello. Ein Besuch lohnt auch wegen der verschiedenen Wanderausstellungen in den oberen Stockwerken und wegen des Blickes auf die Stadt.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/orsanmichele/.
Chiesa San Miniato al Monte
Via del Monte alle Croci 34, 50125 Florenz. Tel.: (055) 234 27 31. Geöffnet: Sommer: täglich 8-19.30 Uhr, Winter: Mo bis Fr 8-12 Uhr und 15-18 Uhr, So 15-18 Uhr. Eintritt frei.
Der weithin sichtbare Kirchenbau zählt zu den ältesten und schönsten Gotteshäusern der Stadt. Er wurde 1207 vollendet und wird bis heute von Olivetanischen Mönchen geleitet, die für die Herstellung von Honig und Kräutertees bekannt sind. Das Innere von San Miniato bietet einen der harmonischsten Raumeindrücke unter allen Florentiner Kirchen. Einige Einzelkunstwerke von Antonio Manetti und Michelozzo, dem Hausarchitekten der Medici, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.
In der unterirdischen Krypta, dem ältesten Teil der Kirche, ruhen die Gebeine des heiligen Minias, der im Jahre 250 den Märtyrertod starb und mit dem Kopf unter dem Arm den Hügel zu San Miniato al Monte hinauf gelaufen sein soll. Eindrucksvoll ist auch der Blick über Florenz, den man vom Vorplatz der Kirche aus genießen kann.
Neben dem Gotteshaus befindet sich das Kloster und der monumentale Friedhof "Cimitero delle Porte Sante", auf dem berühmte Persönlichkeiten, wie Carlo Collodi der Schöpfer von Pinocchio oder der italienische Komponist Ruggiero Leoncavallo, ruhen.
Internet: www.san-miniato-al-monte.com.
Chiesa Santa Maria del Carmine
Piazza del Carmine 14, 50124 Florenz. Tel.: (055) 238 21 95. Geöffnet: Mo, Mi bis Sa 10-17 Uhr, Sonn- und Feiertage 13-17 Uhr.
Die einschiffige Kirche mit der schmucklosen Rohsteinfassade wurde 1268 von den Karmelitern gegründet und 1771 bei einem Brand fast völlig zerstört. Nur die Sakristei, die Corsini-Kapelle sowie die Brancacci-Kapelle an der rechten Stirnwand des Querschiffs, die einen der größten Schätze der Renaissancemalerei, den weltberühmten Freskenzyklus "Szenen aus dem Leben Petri" beherbergt, wurden glücklicherweise vom Feuer verschont. Die 15 Einzelwerke des Freskenzyklus wurden zeitversetzt zwischen 1425 und 1485 auf ihre drei Wände von Masolino da Panicale, Masaccio und Filippino Lippi aufgetragen. Die Maler Fra Angelico, Raffael und der junge Michelangelo haben die Bilder gründlich studiert, um sich an der für die damalige Zeit hochmodernen Technik zu schulen. In den letzten Jahren wurden die Fresken einem meisterhaften Restaurierungsprogramm unterzogen. Sie sind jetzt wieder in ihrer ursprünglichen Farbkraft zu sehen.
Chiesa Santa Maria Novella
Piazza Santa Maria Novella, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 92 57. Geöffnet: Mo bis Do und Sa 9-17 Uhr, Fr und So 13-17 Uhr.
Mit dem Bau des prachtvollen gotischen Gotteshaus haben Dominikaner im Jahr 1246 an der Stelle eines Oratoriums aus dem 10. Jahrhundert begonnen. Im Jahr 1360 war die Kirche mit inkrustierter Marmorfassade und gotischen Portal fertig gestellt. Die Innenräume gehören zu den schönsten Schöpfungen der florentinischen Gotik und fassen eine Fülle an Kunstwerken: Bildarbeiten von Brunelleschi, Fresken von Domenico Ghirlandaio und Filippino Lippi sowie das Kruzifix von Giotto. Neben der Kirche ist der Eingang zum Museum von Santa Maria Novella, mit dem herrlichen "Chiostro Verde" (Grüner Kreuzgang), dessen Name sich aus den Freskenverzierungen in grüner Erdfarbe herleitet, an denen auch Paolo Uccello (1397-1475) arbeitete, einer der bedeutendsten Meister der florentinischen Frührenaissance.
Internet: http://test.museicivicifiorentini.it/smn/.
Duomo Santa Maria del Fiore
Piazza del Duomo, 50122 Florenz. Tel.: (055) 230 28 85, E-Mail: opera@operaduomo.firenze.it. Geöffnet: Dom: Mo bis Fr8.30-19 Uhr, Sa 8.30-17.40 Uhr; Museum Mo bis Fr 9-19.30 Uhr, So 9-1.45 Uhr; Kuppel: 8.30-19.30 Uhr; Campanile: täglich 8.30-19.30 Uhr; Santa Reparata Mo, Di, Mi, Fr 10-17 Uhr, Sa 10-16.45 Uhr.
Der gewaltige Dom ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Er bildet zusammen mit dem Campanile und dem Baptisterium ein großartiges Kunstwerk. Bei seiner Einweihung 1436 war er mit einer Grundfläche von 8.300 Quadratmetern der größte Kirchenbau Europas. Gebaut wurde über der Vorgängerkirche, welche das frühchristliche Florenz der Heiligen Reparta geweiht hatte. Von diesem Gebäude sind heute bedeutende Reste im archäologischen Bereich unterhalb des Doms zu sehen. Als technische Meisterleistung der frühen Renaissance gilt die Konstruktion der selbsttragenden Kuppel von Filippo Brunelleschi. Die rote, achteckige Kuppel hat an ihrer Basis einen Durchmesser von 46,5 Meter und wurde 1434 vollendet; man kann bis zur Spitze der Kuppel über 463 Stufen hinaufsteigen (Achtung: Einbahnstraße - umkehren nicht möglich), von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat.
Das gewaltige Kircheninnere ist ebenso überwältigend wie düster. Beim Blick in die Kuppel überraschen jedoch die herrlichen Fresken des "Jüngsten Gerichts", zwischen 1572 und 1579 von Vasari und seinem Schüler Zuccari ausgeführt. Die wunderschönen Fenster des Tambours wurden nach Entwürfen berühmter Renaissancekünstler wie Donatello, Uccello und Ghiberti gefertigt.
Der 84 Meter hohe Campanile (Glockenturm) aus dem 14. Jahrhundert ist ein Werk Giottos. Von oben hat man einen schönen Blick über Florenz (414 bequeme Stufen). Auf der Rückseite des Doms liegt das Dommuseum, eine der bedeutendsten Skulpturensammlungen Italiens.
Wissenswertes
Wer den Dom betreten will sollte darauf achten, weder kurze Hosen noch kurzärmelige Oberteile zu tragen, denn es wird streng auf die Kleiderordnung geachtet. Wer nicht daran denkt, der kann sich in der Nähe z.B. ein dünnes Stofftuch kaufen. Für kleine Kinder gilt diese Kleiderordnung nicht.
Internet: www.operaduomo.firenze.it.
Santissima Annunziata
Piazza della SS. Annunziata, 50122 Florenz. Tel.: (055) 26 61 81. Geöffnet: täglich 7.30-12.30 Uhr und 16-19 Uhr. Eintritt frei.
Der beliebte Wallfahrtsort entstand um 1200 als Oratorium des Ordens Ordine dei Servi di Maria an einem der symmetrischsten Plätze der Stadt. Michelozzo und später Leon Battista gestalteten die Basilika, auf Initiative der Medici, im 15. Jahrhundert um. Sie stellt heute eines der wenigen Barock-Ensembles in Florenz dar. Die Basilika beherbergt ein wundertätiges Bild der Verkündigung, an dem der Überlieferung nach ein Engel mitgemalt hat. Im Vorhof der Kirche finden sich mehrere bedeutsame Fresken der Hochrenaissance, unter anderem von Rosso Fiorentino, Pontormo und Andrea del Sarto, die das Leben der Jungfrau Maria zum Inhalt haben. Der Innenraum überrascht durch seine in Florenz ungewohnte Prunkentfaltung. Den großen Kreuzgang (Chiostro dei Morti) schmückt die berühmte "Madonna del Sacco" von Andrea del Sarto.
Sehenswerte Gebäude
Forte di Belvedere
Via San Leonardo, Porta San Giorgio, 50125 Florenz. Geöffnet: nur bei Ausstellungen geöffnet.
Nach langjähriger Restaurierung der Festung ist in ihren Räumen eine Galerie für Sonderausstellungen zeitgenössischer Kunst eingezogen. Der Bau der Anlage im Jahr 1590 geht auf Großherzog Ferdinando I. zurück. Zusammen mit der Festung da Basso am anderen Ufer des Arnos, diente Belvedere nicht nur zur Verteidigung von Florenz gegen Feinde von außen, sondern auch als Kontrolle über die Stadt. Außerdem war die Festung mit dem Garten von Boboli und damit mit dem Palazzo Pitti direkt verbunden, sodass die Medici im Fall eines Aufstandes schnell in die Festung fliehen konnten. Die Festung von Belvedere blieb bis 1951 eine militärische Einrichtung, bis sie vom italienischen Heer der Stadt Florenz übergeben wurde.
Die begrünten Wälle um die Festung herum, von denen man eine einzigartige Aussicht auf die Stadt hat, sind jeder Zeit zugänglich. Im Sommer werden auf dem Gelände des Forts Open-Air-Filme gezeigt und gelegentlich finden Konzerte unter freiem Himmel statt.
Loggia dei Lanzi
Piazza della Signoria, 50122 Florenz.
Die offene Bogenhalle neben dem Rathaus, erbaut von 1376 bis 1382, diente Festlichkeiten und Empfängen der Stadtregierung und wurde später nach den im 16. Jahrhundert hier untergebrachten Landsknechten ("Lanzichenecchi") Cosimo I. de Medicis benannt. Nach Untergang der Republik verlor die Loggia ihre ehemals politische Funktion und dient nun der Präsentation bildhauerischer Werke aus den nahe gelegenen Uffizien. Unter den zahlreichen Skulpturen sind vor allem der "Perseus" von Benvenuto Cellini (1545-1554) sowie "Der Raub der Sabinerinnen" von Giambologna (1580-1583) berühmt geworden. Münchenbesuchern dürfte die Loggia bestens bekannt sein, denn die Feldherrnhalle wurde nach dem Vorbild der Loggia dei Lanzi erbaut. Auf dem Dach der Loggia - von den Uffizien aus zugänglich - kann man Kaffee trinken.
Palazzo Davanzati
Via di Porta Rossa 13, 50122 Florenz. Tel.: (055) 238 86 10, E-Mail: info@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: täglich 8.15-13.50 Uhr; am 2. und 4. Sonntag im Monat sowie am 3. und 5. Montag im Monat geschlossen.
Der Palazzo Davanzati ist der Inbegriff eines mittelalterlichen florentinischen Stadtpalastes. Im Innern sind dank des Antiquars Elia Volpi, der das Gebäude zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarb und restaurierte, die Originalmöbel der Räume erhalten geblieben - von der Küche bis zu den Schlafzimmern, von den Speisezimmern bis zum Schreibtisch. Somit können heute zahlreiche Kunstwerke, Möbel, Wandteppiche, Stoffe und Haushaltsgegenstände vom 14. bis zum 17. Jahrhunderts besichtigt werden. Besonders interessant ist die architektonische Struktur, ein Beispiel für ein Bürgerhaus des 14. Jahrhunderts, das den Übergang vom Turmhaus des Mittelalters zum Palazzo des Mittelalters bezeichnet.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/davanzati/.
Palazzo Medici Riccardi - Cappella di Benozzo Gozzoli
Via Cavour 1, 50129 Florenz. Reservierung Tel.: (055) 276 03 40, E-Mail: biglietteria@palazzo-medici.it. Geöffnet: täglich außer Mi 9-19 Uhr. Der Eintritt in die Hauskapelle ist auf acht Besucher, alle sieben Minuten, begrenzt
Der Palazzo Medici Riccardi ist das typischste Beispiel für einen bürgerlichen Palast aus der Renaissance. Cosimo de Medici beauftragte im Jahr 1444 seinen "Hausarchitekten" Michelozzo mit dem repräsentativen Bau. Das Gebäude wurde mehrmals umgebaut und ging 1660 an den Markgrafen Riccardi über, der es vergrößern und an Kunstschätzen bereichern ließ.
Im Innern befindet sich ein eleganter Hof, ein kleiner italienischer Garten und die berühmte, 1459 von Benozzo Gozzoli ausgemalte Hauskapelle, die den Ritt der Heiligen Drei Könige darstellt. In Wirklichkeit spielte diese Wandverzierung deutlich auf den Umzug an, der 1439 in Florenz anlässlich des Konzils stattgefunden hatte, und in der Tat sind in den von Benozzo gemalten Figuren viele Persönlichkeiten jener Epoche erkennbar, von denen selbstverständlich die Mitglieder der Familie Medici besonders ins Auge fallen.
Zum Palast gehört auch die Biblioteca Riccardiana (Eingang Via Ginori 10), die neben zahlreichen Bänden etwa 4.000 wertvolle alte Handschriften umfasst.
Internet: www.palazzo-medici.it.
Palazzo Pitti
Piazza Pitti 1, 50125 Florenz. Tel.: (055) 238 85, E-Mail: info@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: Je nach Museum unterschiedlich (siehe Museen).
Mit seiner 205 Meter langen Fassade ist der Palazzo Pitti der größte und mächtigste aller Renaissancepaläste. Er wurde im Jahr 1445 von Luca Pitti, Sohn einer der reichsten Familien von Florenz, in Auftrag gegeben und wird Brunelleschi zugeschrieben. Seit dem 16. Jahrhundert war der burgartige Palast Residenz der Herzöge von Toskana, später die Florentiner Residenz des Königs von Italien. König Vittorio Emanuele III. trat ihn 1919 mitsamt seinen Kunstschätzen an den italienischen Staat ab. Heute befinden sich in seinen Räumen verschiedene Museen und Galerien, die wichtigste ist die Galleria Palatina mit Meisterwerken von Tizian, Raffael und Rubens. Die anderen Museen sind: Galleria d'Arte Moderna, Museo degli Argenti (Silber), Galleria del Costume (Trachten) sowie die Appartamenti Monumentali mit 14 prunkvollen Räumen, in welchen die Medici, die lothringischen Großherzöge und auch die italienischen Könige eine Zeit lang wohnten. Vom Innenhof des Palazzo Pitti gelangt man in die Boboli-Gärten, die schönste Parkanlage der Stadt.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/palazzopitti/, www.palazzopitti.it.
Palazzo Strozzi
Piazza Degli Strozzi 1, 50123 Florenz. Tel.: (055) 277 64 61, Tickets Tel.: (055) 264 51 55, E-Mail: info@fondazionepalazzostrozzi.it. Geöffnet: variabel, je nach Ausstellung.
Der Palast des Bankiers Filippo Strozzi ist einer der berühmtesten Paläste aus der florentinischen Renaissancezeit. Außergewöhnlich sind seine Ausmaße und seine städtebauliche Situierung mit drei voll ausgebildeten Fassaden. Das monumentale Bauwerk von Benedetto da Maiano und del Cronaca ist heute mit drei großen Ausstellungen jährlich und dem neuen Kulturzentrum Centro di Cultura Contemporanea la Strozzina (CCCS) ein Veranstaltungsort internationaler Kultur- und Kunstveranstaltungen. Im Palast befindet sich außerdem permanent das kleine Museum der Familie Strozzi; mit einer Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke, welche die Familie Strozzi der Stadt Florenz vermachte sowie das "Gabinetto Vieusseux", eine antike Bibliothek.
Internet: www.palazzostrozzi.org.
Palazzo Vecchio
Piazza della Signoria, 50122 Florenz. Tel.: (055) 276 82 24, E-Mail: info.museoragazzi@comune.fi.it. Geöffnet: täglich 9.30-17 Uhr.
Der majestätische Palast, mit seinem zinnengeschmückten, 94 Meter hohen Glockenturm, stand einst im Zentrum der weltlichen Macht in Florenz. Der Entwurf für das Gebäude der Zunftvorsteher, dessen Grundstein 1299 gelegt wurde, wird dem Architekten Arnolfo di Cambio zugeschrieben, der auch als erster Baumeister des Doms gilt. Im 15. Jahrhundert wurde das Bauwerk Sitz der Signoria (Florentiner Stadtregierung) und diente als Schlafstätte für die Abgeordneten. Im kaum durchfensterten Erdgeschoss tagten die Mitglieder des Bürgerrates. Im ersten Obergeschoss versammelte sich der "Rat der Hundert" und im zweiten Obergeschoss lagen Wohn- und Diensträume. Später wurde der Palast unter Cosimo I. (1519-1574) zum Wohnsitz der großherzöglichen Familie. Die so genannten "Quartieri Monumentali" - die Repräsentationsräume - wurden von Giorgio Vasari ab 1560 restauriert und prunkvoll dekoriert.
Heute dient der Palazzo Vecchio als Rathaus von Florenz. Der Innenhof mit Ansichten von Wien, Linz und Graz sowie der gewaltige "Ratssaal der Fünfhundert" (Salone die Cinquecento), der Lilien-Saal (Sala dei Gigli) mit Donatellos beeindruckender Bronzegruppe "Judith und Holofernes", das Studierzimmer (Studiolo) des naturwissenschaftlich interessierten Großherzogs Francesco I. und die großherzöglichen Gemächer (Quartieri) - zählen zu den Attraktionen des Gebäudes und können besichtigt werden.
Im zweiten Innenhof, dem Cortile della Dogana, befindet sich ein Bookshop und die Kasse. Das Museo dei Ragazzi, das Kindern die Renaissancezeit auf spannende Weise näher bringt, betritt man ebenfalls von hier.
Wissenswertes
Die Kasse schließt 60 Minuten bevor das Museum schließt. Es gibt ein Kombiticket mit dem auch die Cappella Brancacci in Santa Maria del Carmine besucht werden kann. Um den Palast zu besichtigen sollte man Tickets im Voraus reservieren. Ohne Reservierung muss eine längere Wartezeit am Einlass in Kauf genommen werden. Seit Anfang 2001 sind auch die Percorsi Segreti, geheime Räume und Gänge, im Rahmen von Führungen zu besichtigen.
Internet: www.palazzovecchio-museoragazzi.it.
Spedale degli Innocenti
Piazza Santissima Annunziata 12, 50122 Florenz. Tel.: (055) 203 73 23. Geöffnet: Galleria: Mo bis Sa 8.30-19 Uhr, So 8.30-14 Uhr.
Im Jahr 1419 beauftragte die wohlhabende Zunft der Seidenweber Filippo Brunelleschi mit dem Bau eines Heimes für ausgesetzte Kinder, die "Innocenti" (Unschuldigen). Entstanden ist ein Gebäude mit Innenhöfen, Säulengängen und Loggias, welches die gesamte europäische Architektur beeinflusste. 1445 wurde das erste Kind aufgenommen - bis heute ist das Ospedale degli Innocenti ein Waisenhaus. Entlang der linken Schmalwand der Loggia befindet sich noch immer eine kleine Drehtür, durch die man bis 1875 ungewünscht geborene Kinder der Obhut der Kirche anvertrauen konnte.
Das Museum des Findelhauses (Galleria dello Spedale degli Innocenti) beherbergt kostbare Kunstgegenstände die sich im Spital im Laufe der Jahrhunderte, durch Schenkungen, Hinterlassenschaften oder Hinterlegungen, oder durch eigens für das Heim ausgeführte Werke, angesammelt haben. Das schönste Gemälde ist Domenico Ghirlandaios "Adorazione die Magi" (Anbetung durch die heiligen Drei Könige). In der dem Museum angeschlossenen Kinderwerkstatt können Kinder bis elf Jahre an Workshops teilnehmen, die sich am Kunsthandwerk der Renaissance inspirieren.
Internet: www.istitutodeglinnocenti.it.
Monumente
Ponte Vecchio
Via Por Santa Maria/Via Guicciardini, 50123 Florenz.
Die wohl älteste Brücke in Florenz ist zugleich eines der Wahrzeichen der Stadt. Wer einmal in Florenz ist, kommt an ihr nicht vorbei.
Schon zu Zeiten der Etrusker bestand an gleicher Stelle ein Flussübergang über den Arno, die heutige Brücke stammt von Baumeister Taddeo Gaddi und wurde im Jahr 1345 fertiggestellt. Charakteristisch sind die überhängenden Brückenläden, die ein besonders reizvolles Bild bieten. Einer Verfügung Großherzog Ferdinand I. zufolge durften darin nur Gold- und Silberschmiede ihre Läden einrichten. Davor befanden sich hier die Läden der Schlachter und Gerber, die den Fluss nutzen um ihre Abfälle zu entsorgen bzw. ihre Stoffe zu waschen. 1565 ließ Großherzog Cosimo I. einen Gang - den Corridoio Vasariano - im Obergeschoss der Ponte anlegen. Dieser verbindet die beiden Herrenhäuser Palazzo Vecchio und Palazzo Pitti. So konnte der Herzog vor neugierigen Blicken seiner Untertanen geschützt zwischen seinen beiden Refugien wandeln und hatte zugleich einen Fluchtweg für die immer gefürchteten Volksaufstände.
Plätze und Stadtviertel
Piazza della Signoria
Seit dem Mittelalter bildet die berühmte Piazza della Signoria die Bühne der Florentiner sowie das politische Zentrum der Stadt. Dominiert wird der grandiose Platz vom namensgebenden Palazzo della Signoria, der seit der Zeit der Großherzöge der Toskana Palazzo Vecchio heißt. Die Repräsentationsbauten, die statuengeschmückte Loggia dei Lanzi, eine Kopie von Michelangelos überlebensgroßem "David" (der Original-David befindet sich seit 1873 in der Galleria dell'Accademia) und der kolossale Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammanati (1563-1575), mit dem riesigen "il Biancone" genannten Meeresgott, sind touristische Anziehungspunkte und beliebte Foto-Objekte.
Am nachhaltigsten genießt man die autofreie Piazza von einem der feinen Straßencafés gegenüber dem Palazzo Vecchio. Abends ist der Platz besonders stimmungsvoll. Wer es romantisch mag, kann auf der Piazza della Signoria in eine Pferdedroschke umsteigen.
Internet: www.mega.it/eng/egui/monu/signo.htm.
Piazzale Michelangelo
Der hochgelegene Platz an den Hängen des südlichen Arnoufers wurde im 19. Jahrhundert als Freiluft-Denkmal dem berühmten Maler, Bildhauer und Architekt Michelangelo gewidmet. Das herrliche Panorama, das man von hier oben genießt, bildet den optimalen Auftakt eines Florenzbesuches. Tagsüber beherrschen Touristenbusse und Souvenirhändler das Bild, abends trifft sich die Florentiner Jugend auf der weiten Piazzale. Im Mittelpunkt der Platzgestaltung steht eine Bronzekopie von Michelangelos "David". Zu ihren Füßen breitet sich das Häusermeer der Stadt aus. Im Hintergrund steigen über der Ebene die Hänge des Apennin an. Die Loggia, die den Platz abschließt, sollte ein Michelangelo-Museum werden, heute ist sie ein Restaurant. Über die Piazza Giuseppe Poggi führt ein Spazierweg hinauf zur Piazzale Michelangelo. Ein Linienbus hält direkt an der Piazzale.
Internet: www.ristorantelaloggia.it.
Parks und Anlagen
Giardino di Boboli
Piazza Pitti 1, 50125 Florenz. Tel.: (055) 238 87 86, E-Mail: giardino.boboli@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: November bis Februar täglich 8.15-16.30 Uhr; März täglich 8.15-17.30 Uhr; April, Mai, September, Oktober täglich 8.15-18.30 Uhr; Juni bis August 8.15-19.30 Uhr. An jedem ersten und letzten Montag im Monat geschlossen. Die Grotta Buontalenti ist im Rahmen von einer Führung (mehrmals täglich) zu besichtigen.
Der Giardino di Boboli ist eine 4,5 Hektar große, kunstvoll gestaltete Parkanlage aus dem 16. Jahrhundert, die sich hinter dem Palazzo Pitti zur Porta Romana und hinauf bis zum Forte di Belvedere erstreckt. Mit Zypressen-Alleen, Laubengängen, Gartentempeln, Wasserspielen, Teichen, Büsten und einem Verwirrspiel von Wegen gilt sie als der schönste Garten Italiens. Bei einem Spaziergang durch die ausgedehnte grüne Oase hat man eine gute Aussicht auf die Dächer der Stadt, und erlebt zugleich ein "anderes Florenz", fernab von den Uffizien und dem Dom Santa Maria del Fiore. Von besonderem Interesse ist die Grotte von Buontalenti, eine künstliche Tropfsteinhöhle zum Entertainment der Blaublütigen, die mit für die Renaissance typischen Szenen aus der griechischen und römischen Mythologie verziert ist und Kopien aus der "Gefangenen-Reihe" Michelangelos beinhaltet.
Die Boboli-Gärten waren einst nur den Herrschern vorbehalten. Erst das Haus Lothringen machten sie den normalen Bürgern zugänglich.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/boboli/.
Parco delle Cascine
Piazza Vittorio Veneto, 50144 Florenz. Geöffnet: täglich 24 Stunden.
Über eine Gesamtfläche von 118 Hektar erstreckt sich die "grüne Lunge" der Stadt auf einer Landzunge zwischen den Flüssen Arno und Mugnone. Von einer majestätischen Baum-Allee dominiert, lädt der Park mit seinen Wegen, Wiesen und Wäldern zum Spazieren gehen, Joggen, Inline-Skaten und Radfahren ein. In den Park integriert sind unter anderem ein Amphitheater, eine Pferderennbahn und ein kleiner Jahrmarkt. Bemerkenswert ist das Grabmal für einen indischen Maharadscha ganz in der Nähe der Ponte all'Indiano, der 1870 in Florenz starb.
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man den Parco delle Cascine allerdings meiden. Entlang der Hauptstraße, die auch mit dem Auto befahren werden kann, bieten Prostituierte beiderlei Geschlechts ihre Dienste an.
Giardino dei Semplici - Orto Botanico
Via Pier Antonio Micheli 3, 50121 Florenz. Tel.: (055) 275 74 02. Geöffnet: Mo bis Fr, So 9-13 Uhr, Sa 9-17 Uhr. Eintritt frei.
Großherzog Cosimo I. de Medici hat diesen Botanischen Garten 1545 zur Züchtung exotischer Pflanzen und Heilkräuter anlegen lassen. Hier wurden zahlreiche Versuche mit der Destillation von Parfums, der Gewinnung von Ölessenzen zur Verwendung als Heilmittel angestellt und pflanzliche Gegengifte erforscht. Heute verfügt der Garten über eine Fläche von 2,39 Hektar, die durch Wege und Pfade in Abschnitte unterteilt sind. Vervollständigt wird die Anlage durch Gewächshäuser und temperierende Anlagen zum geschützten Anbau von Pflanzen. Der Pflanzenbestand setzt sich aus über 5.000 Exemplaren aus aller Welt zusammen, darunter zahlreiche Bäume, die teilweise uralt sind. Beachtlich ist die Azaleensammlung, deren Blüten im Frühjahr die Aufmerksamkeit zahlreicher Besucher auf sich zieht.
An den angenehm lauschigen Garten ist das Museo Botanico angeschlossen, mit seinen zwölf Sälen das größte seiner Art in Italien.
Ausflüge
Fiesole
Mit dem Bus Nr. 7 (ATAF) ab Florenz Hauptbahnhof oder Piazza San Marco bis Fièsole.
Der kleine Ausflugsort Fièsole befindet sich acht Kilometer nördlich von Florenz auf einem Hügel, der die Täler des Arno und des Mugnone überblickt. Bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Etrusker hier eine Siedlung. Die Römer gaben dieser Siedlung ca. 600 Jahre später den Namen Faesulae. Heutzutage ist das Städtchen mit seiner zauberhaften Lage eine Art Villenvorort und "sommerliche Freilichtbühne" von Florenz. Die Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist der Archäologische Park mit Thermanlage, Resten der etruskischen Stadtbefestigung und dem imposanten römischen Amphitheater, in dem heute im Rahmen der "Estate Fiesolana" wieder Aufführungen stattfinden. Im Archäologischen Museum befinden sich zahlreiche etruskische und römische Exponate.
Der Ortskern wird von der "Piazza Mino da Fiesole" bestimmt. Hier wimmelt es im Sommer nur so vor Menschen und ein Straßencafé reiht sich an das andere. Die wichtigsten Gebäude am Platz sind der Bischofspalast mit dem Priesterseminar und der romanische Dom San Romolo, der zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichtet wurde. Auf Spaziergängen lohnt ein Besuch der Basilika Allessandro, die durch viele verschiedene Baustile auffällt. Das Konvent Francesco befindet sich außerhalb von Fiesole auf einem isolierten Hügel.
Internet: www. museidifiesole.it.
Greve und die Florentiner Chianti-Region
Mit dem Bus Nr. 365 (SITA) ab Florenz Piazza Libertà bis Greve (etwa 1 Stunde).
Die Stadt Greve in Chianti ist ein bedeutendes Zentrum mittelalterlichen Ursprungs und liegt zwischen Florenz und Siena mitten im Herzen des Chianti-Gebietes. Die 170 Weinbauern der Genossenschaft von Greve gehören zu den größten Chianti-Produzenten. Sehenswert ist die alte, von Palazzi und Arkaden gesäumte dreieckige Piazza Matteotti mit der klassizistischen Fassade der Pfarrkirche Santa Croce. Seit jeher wird auf diesem Platz jeden Samstag ein attraktiver Wochenmarkt abgehalten und im September die größte Weinmesse der Gegend. Im alten Stadtzentrum von Greve können Weine aus dem Gebiet des Chianti in zahlreichen Enoteche probiert und gekauft werden. Zum Beispiel in der "Cantine di Greve" die sich in den ehemaligen Weinkellern von Greve befindet (Galleria delle Cantine 2). Die "Cantine di Greve" existiert seit 1893 und fungiert auch als Informationszentrum für das Chianti-Gebiet, den Weinanbau und die regionalen Feste und Traditionen. Einen Besuch wert ist auch Castello di Montefioralle, ein uraltes Burgdorf, zwei Kilometer westlich der Stadt.
In der näheren Umgebung von Greve sind eine ganze Reihe großer Kellereien angesiedelt, die den DOCG-Wein Chianti Classico, aber auch interessante Tafelweine erzeugen.
Internet: www.greve-in-chianti.com/index_de.htm, www.lecantine.it.
Parco di Pratolino - Villa Demidoff
Via Fiorentina 276, 50036 Pratolino-Vaglia. Tel.: (055) 40 91 55 und (055) 40 94 27, Provincia di Firenze Call Center (055) 055. Geöffnet: Juni bis September Fr, Sa und Feiertage 10-19.30 Uhr, Oktober So 10-18 Uhr, April und Mai nur bei Veranstaltungen. Mit dem Bus Nr. 25 (ATAF) ab Florenz Hauptbahnhof bis Pratolino (etwa 40 Minuten).
Zehn Kilometer nordöstlich von Florenz liegt dieser romantische Park, mit Wasserspielen, Skulpturen und Grotten. Einst stand hier eine Villa der Medici, die als Sommerresidenz diente. Sie ging später in den Besitz der Familie Lorena über, verfiel zunehmend und wurde schließlich abgerissen. Der Park hingegen wurde von Joseph Frietsch erneuert, bevor er 1872 in den Besitz der Familie Demidoff überging, die sich eine neue Villa errichten ließ. Der Park ist heute Schauplatz kultureller Veranstaltungen und befindet sich im Besitz der Provinz Florenz. Neben den Skulpturen - einem wichtigen Teil von Buontalentis Gesamtwerk - sind vor allem Giambolognas Brunnen "Fontana dell' Appennino" (1579-89) und "Fontana del Mignone" (1577) sowie die zwölf Meter hohe Riesenfigur des Apennin sehenswert. Aus derselben Zeit stammen auch die sonderbaren Wasserspiele "Peschiera della Maschera" und "Cupidos Grotte".
Internet: www.provincia.fi.it/pratolino/.
Settignano
Mit dem Bus Nr. 10 (ATAF) ab Florenz Hauptbahnhof oder Piazza San Marco bis Settignano.
In reizvoller Lage am Hang über Florenz liegt die typisch toskanische Ortschaft, die als Geburtsstätte berühmter Florentiner Künstler, wie Desidero da Settignano, Bernardo und Antonio Rossellino und Luca Fancelli, Bekanntheit erlangte. Auch andere Künstler wurden von diesem malerischen Fleck inspiriert. Von Michelangelo, der in Settignano seine Jugend verbrachte, heißt es, er habe hier seine Leidenschaft für die Bildhauerei entdeckt. Ebenso der Poet Gabriele d' Annunzio, der die Gegend als "colle armonioso" (harmonische Hügel) bezeichnete und in einer prachtvollen Villa lebte. Am Ortseingang befindet sich die Villa Gamberaia, die einen der schönsten italienischen Villengärten, mit herrlicher Aussicht auf das Arnotal und Florenz, besitzt.
Internet: www.settignano.com und www.villagamberaia.it.
Medici-Villen
Über 200 Jahre bauten die Medici ihre Villen in der Nähe von Florenz. Die schönsten sind:
Villa Medicea della Petraia:
Die Petraia-Villa, die zu den schönsten Residenzen in der Toskana zählt, wurde von den Medici ab 1530 als Sommervilla benutzt. In den Innenräumen befinden sich wichtige Fresken von Volterrano und Möbel von König Viktor Emanuel II. aus dem 19. Jahrhundert. Eine grazile Venus machte die Villa weltberühmt. Giambologna schuf diese Figur einer nackten jungen Frau aus Bronze für den Brunnen, der den Garten dieser Medici-Villa schmückt. Die Venus wird heute im Haus ausgestellt. Der Hängenden Garten bietet einen wunderschönen Blick auf Florenz und das Arnotal.
Adresse und Öffnungszeiten
Via della Petraia 40, Castello, 50141 Florenz. Tel.: (055) 238 87 96, E-Mail: villemedicee@polomuseale.firenze.it. Geöffnet: November bis Februar täglich 8.15-16.30 Uhr; März, Oktober täglich 8.15-17.30 Uhr; April, Mai, September täglich 8.15-18.30 Uhr; Juni bis August täglich 8.15-19.30 Uhr; jeden 2. und 3. Montag im Monat geschlossen. Eintritt frei. Mit dem Bus 2 oder 28 (ATAF) ab Florenz Hauptbahnhof bis Haltestelle "Sestese 03".
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/petraia/.
Villa Medicea di Castello:
Berühmt wegen ihrer ausgedehnten Gartenanlagen mit Wasserspielen und Labyrinthen. Cosimo I. verbrachte hier seine Jugend- und Altersjahre. Nur der Park ist zugänglich; die Villa ist Sitz der Accademia della Crusca.
Adresse und Öffnungszeiten: Via di Castello 47, Castello, 50141 Florenz. Tel.: (055) 238 87 96. Geöffnet: Garten: November bis Februar täglich 8.15-16.30 Uhr; März, Oktober täglich 8.15-17.30 Uhr; April, Mai, September täglich 8.15-18.30 Uhr; Juni bis August täglich 8.15-19.30 Uhr; jeden 2. und 3. Montag im Monat geschlossen. Eintritt frei. Mit dem Bus 2 oder 28 (ATAF) ab Florenz Hauptbahnhof bis Haltestelle "Sestese 03".
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/villacastello/.
Villa Medicea di Poggio a Caiano:
Die wegen ihres bernsteinfarbenen Putzes auch "Ambra" genannte Villa wurde von Giuliano da Sangallo 1480-1485 am Nordhang des Montalbano für Lorenzo il Magnifico erbaut. Herrlich sind die Freskenmalereien im Hauptsaal von Andrea del Sarto, Franciabigio, Alessandro Allori und Pontormo. Im ersten Stockwerk befindet sich das Appartement, welches von Vittorio Emanuele II. und der Gräfin di Mirafiori bewohnt war. Sehr schön ist die Parkanlage der Villa.
Adresse und Öffnungszeiten: Piazza de Medici 14, 59016 Poggio a Caiano. Tel.: (055) 238 87 96. Geöffnet: November bis Februar täglich 8.15-16.30 Uhr; März, Oktober täglich 8.15-17.30 Uhr; April, Mai, September täglich 8.15-18.30 Uhr; Juni bis August täglich 8.15-19.30 Uhr; jeden 2. und 3. Montag im Monat geschlossen. Eintritt frei. Mit dem Bus Nr. P/F (CAP Autolinee) ab Florenz CAP-Busstation (Largo Alinari) bis Poggio a Caiano.
Internet: www.polomuseale.firenze.it/musei/poggiocaiano/, www.comune.poggio-a-caiano.po.it/citta/?act=ffid=644.
Essen, Trinken
Die regionale Küche
Die Küche der Toskana ist sehr traditionsgebunden, deftig und bodenständig. Sie orientiert sich im Wesentlichen an dem Angebot der jeweiligen Saison. Die Region bietet von Fisch bis Wild, von Pilzen bis Spargel, von Artischocken bis Kastanien, von Feigen bis Kakifrüchten alles. Auf Frische und Geschmackstreue wird besonderer Wert gelegt.
Als Vorspeise (Antipasti) sind Crostini oder Bruschette, Varianten von geröstetem Weißbrot, der typische Beginn eines Florentiner Menüs. Suppen sind die bevorzugte warme Vorspeise (primi piatti). Die Ribollita aus Gemüse, Kohl und Brot oder Farro, eine Getreidesuppe, sind nur zwei Beispiele. Die Alternative sind Pasta e fagioli (Nudeln mit Bohnen) oder Pappardelle alla lepre (Bandnudeln mit Hasenragout). Cinghiale in umido (Wildschweineintopf), Arista (Schweinebraten mit Kräutern), Trippa (Kutteln) sowie Bistecca fiorentina (Rinderbeefsteak mit Knochen vom Holzkohlegrill) gelten als Fleischspezialitäten. Dazu trinkt man am besten den heimischen Chianti-Wein.
Eine uralte Florentiner Spezialität ist ein Brötchen gefüllt mit Lapredotto, den in Fleischbrühe gekochten und mit einer scharfen Sauce gewürzten Innereien der Kuh. Am Stand des Kuttelverkäufers vor dem Restaurant Cibrèo (Piazza Sant't Amborgio) kann man diese zur Mittagszeit erstehen.
Unter den Nachspeisen rangieren Macedonia (Obstsalat aus frischen Früchten), Panna Cotta (Sahnedessert), Zuccotto alla fiorentina (in Likör getränktes Biskuit mit Schokoladensahne und Himbeersauce) oder im Winter auch Castagnaccio (Kastanienkuchen) an erster Stelle.
Zum Abschluss eines richtigen Essens gehören der Espresso, Cantuccini (Mandelgebäck), die man in Vin Santo (toskanischer Dessertwein), eintaucht und Grappa.
Auf keinem Fest in Florenz dürfen die kleinen, runden Gebäckblätter "Brigidini", die an Ständen angeboten werden, fehlen. Das Rezept aus dem Nonnenkloster Santa Brigida besteht aus Eiern, Mehl und Anis und war ursprünglich eine wohlschmeckende Variante der Hostie.
Achtung
Bei Fischgerichten und der toskanischen Spezialität "Bistecca fiorentina" wird der Preis auf den Speisekarten meist pro 100 Gramm (= 1 etto) angegeben, die gesamte Portion kostet also das Drei- bis Fünffache!
Gastronomie
7.2.1 Allgemeine Beschreibung
Grundsätzlich findet man in Florenz von der Billig-Pizzeria bis zum Feinschmeckertempel eine große Auswahl an Restaurants.
7.2.2 Gastro-Tipps
Das Angebot vieler Restaurants, vor allem im Kern der Altstadt, ist stark auf Touristen eingestellt, weshalb das Preis-Leistungs-Verhältnis hier nicht immer stimmt. Dennoch kann man in vielen Familienbetrieben regionale Spezialitäten bekommen, die nicht überteuert sind. Nur sonntags, wenn viele dieser Trattorien geschlossen sind, kann es schwierig werden, das passende Lokal zu finden.
Bei den Preisen muss man beachten, dass in der Regel für Brot und Gedeck (pane e coperto) etwa 0,50 bis zwei Euro extra bezahlt werden müssen. Oft gibt es zusätzlich einen Aufschlag von zehn bis 15 Prozent für die Bedienung (servizio).
Den Caffè zwischendurch trinkt man an der Bar stehend (al Banco) in der Regel billiger, als wenn man sich sitzend (al Tavolo) vom Ober bedienen lässt.
Restaurants
Da Benvenuto
Via della Mosca 16r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 21 48 33. Geöffnet: Mo, Di, Do bis Sa 12.30-15 Uhr und 19-22.30 Uhr.
Die familienbetriebene Trattoria in der Nähe der Piazza Della Signoria ist immer gut besucht. Wenn nicht gleich ein Tisch frei ist, lohnt sich das Warten - die Gerichte sind alle zu empfehlen und dazu noch preiswert.
Il Cibreo
Via Andrea del Verrocchio 8r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 234 11 00, E-Mail: info@cibreo.com. Geöffnet: Di bis Sa 13-14.30 Uhr und 19-23.25 Uhr.
Neun Köche bieten allerbeste florentinische Küche am bunten Markt von Sant' Ambrogio - die Speisekarte des eleganten Restaurants wechselt täglich.
In der benachbarten Trattoria Il Cibreino (Via de' Macci 122r) speist man einfacherer Gerichte um einiges günstiger. Für einen Imbiss geht man ins gemütliche Caffè Cibreo gegenüber.
Internet: www.cibreo.it.
Il Pizzaiuolo
Via dei Macci 113r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 24 11 71. Geöffnet: täglich außer So 12.30-14.30 Uhr und 19.30-0.30 Uhr.
Hier gibt es die echten neapolitanischen Pizzen mit dem dicken Teig, aber auch ausgezeichnete Nudelgerichte. Sehr gut besucht von florentinischen Studenten, aber auch von zahlreichen Touristen. Besser vorbestellen.
Internet: www.ilpizzaiuolo.com.
La Cantinetta Antinori
Piazza degli Antinori 3, 50123 Florenz. Tel.: (055) 29 22 34. Geöffnet: Mo bis Fr 12-14.30 Uhr und 19-22.30 Uhr.
Seit 30 Jahren führt die Familie Antinori das kleine, aber feine Restaurant im Palazzo Antinori im Herzen von Florenz. Angeboten werden typische Spezialitäten der Region bei denen Frische und Qualität im Vordergrund stehen. Die vorzüglichen Weine stammen durchwegs aus dem Landgut Antinori. Reservierung empfohlen.
Internet: www.cantinetta-antinori.com.
Osteria del Caffe Italiano
Via dell' Isola delle Stinche 11/13r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 28 90 20, E-Mail: info@caffeitaliano.it. Geöffnet: Di bis So zum Mittag- und Abendessen.
Diese rustikale und altmodische Trattoria im Palazzo Salviati ist zweigeteilt: Vorne schenkt der Wirt Wein aus und schneidet dazu Salami und Schinken auf. Hinten sitzen im großen Speisesaal an weißgedeckten Tischen drei Generationen-Familien und abends Liebhaber der verfeinerten toskanischen Küche, die hausgemachte Sottoli, Pasta und Bistecca fiorentina genießen.
Internet: www.osteriacaffeitaliano.com.
Ristorante Il Latini
Via dei Palchetti 6r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 09 16, E-Mail: info@illatini.com. Geöffnet: täglich außer Mo.
An langen Gemeinschaftstischen in einem ehemaligen Pferdestall isst man solide, toskanische Küche wie Wildschweinwurst oder Bisteccha Fiorentina. Die Portionen sind groß und der Service herzlich. Dafür steht die Kundschaft auch gerne draußen an.
Internet: www.illatini.com.
Trattoria Coco Lezzone
Via del Parioncino 26r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 28 71 78. Geöffnet: Mo, Mi bis Sa 12-14.30 Uhr und 19-22 Uhr, Di 12-14.30 Uhr.
"Zum schlampigen Koch" ist das In-Lokal der Florentiner Gesellschaft. In zwei kleinen Räumen mit gekachelten Wänden werden bodenständige Gerichte wie etwa Ribollita, Kutteln oder Kaninchen serviert. Einer alten Tradition folgend, wird kein Caffè angeboten.
Trattoria Mario
Via Rosina 2r, Piazza del Mercato Centrale, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 85 50. Geöffnet: Mo bis Sa 12-15.30 Uhr, im August geschlossen.
Eines der urigsten Esslokale der Stadt. In die winzige Trattoria kommen die Arbeiter vom Markt und sitzen Schulter an Schulter mit Studenten und einigen Touristen in vergnügter Runde. Die Auswahl an Gerichten ist klein, aber dafür typisch florentinisch.
Internet: www.trattoriamario.com.
Acqua Al
Via della Vigna Vecchia 40r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 28 41 70. Geöffnet: täglich 19-1 Uhr.
Sympathisches Trend-Lokal zwischen Santa Croce und der Piazza della Signoria, proppenvoll mit jungen Leuten, Journalisten und einheimischen Kennern. Pasta, Fleischgerichte oder fantasievolle Salaten kommen hier zu vernünftigen Preisen auf den Tisch. Die drei Geschäftsführer veranstalten außerdem diverse Aktivitäten wie beispielsweise Ausstellungen.
Internet: www.acquaal2.it.
Lobs
Via Faenza 75r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 24 78. Geöffnet: täglich, nur abends.
Im Viertel San Lorenzo weht ein Hauch von Meer. In maritimer Umgebung werden Fisch und Meerestiere serviert - von Bretonische Austern kann man ebenso kosten wie Spaghetti alla Nettuno. Internet: www.florence.ala.it/lobs/.
Borgo Antico
Piazza di Santo Spirito 6r, 50125 Florenz. Tel.: (055) 21 04 37. Geöffnet: Mi bis Mo 19-1 Uhr.
Lokal/Pizzeria mit Tischen an der kleinen Piazza bei der Kirche von Santo Spirito. Wenn auch touristisch gut gefüllt, stimmen Preis, Qualität und die typisch ländliche Piazza-Atmosphäre mitten in Florenz. Vorbestellung empfehlenswert.
Internet: www.borgoanticofirenze.com.
Ruths
Via Luigi Carlo Farini 2a, 50121 Florenz. Tel.: (055) 248 08 88, E-Mail: info@kosheruth.com. Geöffnet: So bis Do 12.30-14.30 Uhr und 19.30-22 Uhr, Fr 12.30-14.30 Uhr, Sa 19.30-22 Uhr.
Gleich neben der Synagoge gibt es marokkanische und tunesische Spezialitäten. Empfehlenswert sind Couscous und Kefte aus Fisch. Die Weinauswahl beinhaltet italienische und israelische Weine - alle koscher, versteht sich.
Internet: www.kosheruth.com.
Targa Bistrot Fiorentino
Lungarno C. Colombo 7, 50136 Florenz. Tel.: (055) 67 73 77, E-Mail: info@targabistrot.net. Geöffnet: Mo bis Sa 12.30-14.30 Uhr und 19.30-23 Uhr.
Zwei Kilometer außerhalb der Stadt liegt das Restaurant mit herrlichem Blick auf dem Arno. Das Lokal punktet durch eigenwilliges Dekor und ungewöhnliche Menüvorschläge.
Internet: www.targabistrot.net.
Cafes und Bistros
Caffe Giacosa
Via della Spada 10r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 277 63 28, E-Mail: info@caffegiacosa.it. Geöffnet: Mo bis Sa 7.30-20.30 Uhr.
Im altehrwürdigen Giacosa wurde 1920 der Negroni-Cocktail erfunden. Mittlerweile ist das Cafè ein paar Häuser weitergezogen und die rosafarbenen Tischdecken sind leopardengemusterten Sitzkissen von Besitzer Roberto Cavalli gewichen. Der Cappuccino ist aber so gut wie eh und je.
Internet: www.caffegiacosa.it.
Caffe Gilli
Piazza della Repubblica 39r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 38 96. Geöffnet: Mo, Mi bis So 7.30-1 Uhr.
Das wunderschöne Kaffeehaus gibt es seit 1733. Lampen aus Muranoglas, Deckengemälde, Säulen und die majestätische Bar sorgen für eine elegante Atmosphäre. Köstlich sind die hausgemachten Kuchen und Torten sowie die Pralinen aus eigener Herstellung. Die Terrasse ist fast das ganze Jahr über geöffnet.
Internet: www.gilli.it.
Caffe Rivoire
Via Vacchereccia 4r (Piazza della Signoria), 50122 Florenz. Tel.: (055) 21 44 12, E-Mail: rivoire.firenze@rivoire.it. Geöffnet: Di bis So 8-24 Uhr.
Das exklusive Rivoire serviert die beste heiße Schokolade der Stadt, die zwar teuer aber unschlagbar ist. Von der geräumigen Terrasse hat man einen guten Blick auf das bunte Treiben auf der Piazza della Signoria und auf den Palazzo Vecchio.
Internet: www.rivoire.it.
Caffetteria Piansa
Borgo Pinti 18r, 50121 Florenz. Tel.: (055) 234 23 62. Geöffnet: Mo bis Sa 8-20.30 Uhr.
Lebhafte Caffetteria in der Nähe des Doms, die vor allem von Einheimischen besucht wird. Tagsüber gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, Pasta- und Risottogerichte, wunderbares Gebäck sowie ausgezeichneten Kaffee - und nach 18 Uhr den rituellen Aperitif.
Internet: www.caffepiansa.com/english/caffetteria.htm.
Gelateria Vivoli
Via Isola delle Stinche 7r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 29 23 34. Geöffnet: November bis März Mo bis Sa 7.30 bis 21 Uhr, So 9-21 Uhr; April bis Oktober Mo bis Sa 7.30-24 Uhr, So 9-24 Uhr.
Kein Weg führt an dieser Eisdiele hinter dem Teatro Verdi vorbei. Hier gibt es das beste Eis der Stadt. Über 40 Sorten sind im Angebot, die nur aus den besten Zutaten ohne synthetische oder naturidentische Geschmacksstoffe hergestellt werden. Bis spät in die Nacht bilden sich lange Menschenschlangen vor der kleinen Gelateria.
Internet: www.vivoli.it.
Giubbe Rosse
Piazza Repubblica 13/14r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 22 80, E-Mail: info@giubberosse.it. Geöffnet: täglich 8.30-1 Uhr.
Ein Cappuccino im nostalgischen Literatencafé an der Piazza della Repubblica ist ein Genuss für Leib und Seele. Hier bedienen noch Kellner im roten Frack. Regelmäßig werden Philosophen-Debatten organisiert, die jedem zugänglich sind und allen möglichen Themen behandeln. Ab und an auch Live-Theater, direkt zwischen den Tischen. Große Terrasse in der warmen Jahreszeit.
Internet: www.giubberosse.it.
Dolci e Dolcezze
Piazza Beccaria 8r, Santa Croce, 50121 Florenz. Tel.: (055) 234 54 58. Geöffnet: Di bis Sa 8.30-20 Uhr, So 9-13 Uhr und 14.30-19 Uhr.
Eine Pilgerstätte für Liebhaber von kalorienreichen Sünden ist der Traditionsbetrieb Dolci e Dolcezze. Herrliche Variationen der italienischen Backkunst warten hinter dem pastellgrünen Eingangsportal. Ein schneller Caffè und eine Schoko-, Erdbeer oder Cremetorte sind den Weg in das Viertel rund um die Piazza Beccaria wert.
Bars und Kneipen
Cabiria
Piazza Santo Spirito 4r, 50125 Florenz. Tel.: (055) 21 57 32. Geöffnet: Mi bis Mo 11-1.30 Uhr.
Bei schönem Wetter sitzt man draußen auf der Terrasse der alternativen Kneipe, ansonsten bietet die schmale Bar mit der langen Theke Menschennähe und gute Musik - im Sommer treten auch Gruppen auf. Cooles, etwas ausgeflipptes Publikum.
Dolce Vita
Piazza del Carmine 6r, 50124 Florenz. Tel.: (055) 28 45 95, E-Mail: info@dolcevitaflorence.com. Geöffnet: Mo bis Sa 11-2 Uhr; im Winter ab 17 Uhr.
In der hippen Bar spielt sich das "schöne Leben" von Florenz ab. Auf der großen Veranda nippt das extravagante und gestylte Publikum an Cocktails und anderen Drinks. Gelegentlich werden Konzerte und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst organisiert. Im Hinterraum und an den Tischen draußen kann man auch essen.
Internet: www.dolcevitaflorence.com.
Negroni Bar
Via dei Renai 17r, 50125 Florenz. Tel.: (055) 24 36 47, E-Mail: info@negronibar.it. Geöffnet: Mo bis Sa 8-2 Uhr, So 18.30-2 Uhr.
Das Negroni im Oltrarno ist eine der bekanntesten Bars in Florenz und der beste Ausgangspunkt für jedes Abendprogramm. Die Szene-Bar bietet eine intime Atmosphäre, exzellente Cocktails und angesagte Lounge-Musik. Kunstausstellungen geben dem Ambiente zusätzliches Flair.
Interent: www.negronibar.com.
Zoe
Via dei Renai 13r, 50100 Florenz. Tel.: (055) 24 31 11. Geöffnet: täglich 8-2 Uhr.
Die moderne Bar im Viertel S. Niccolò wird sowohl von Florentinern, als auch von vielen ausländischen Studenten besucht. Der Renner sind die guten (aber teuren) Cocktails. Gegen Mitternacht reicht die Menschenmenge bis auf die Straße hinaus. Tagsüber gibt es Sandwiches und Kuchen.
Enoteca Baldovino
Via San Giuseppe 18r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 24 17 73, E-Mail: info@baldovino.com. Geöffnet: Di bis So 12-2 Uhr.
Die kleine Weinbar, die unter der Leitung der gleichnamigen Trattoria ins Leben gerufen wurde, empfängt ihre Gäste in einem exotischen Ambiente aus Tausend und einer Nacht. Bunte Kacheln aus poliertem Stein, sorgfältig zubereitete Häppchen sowie zahlreiche Weine aus ganz Italien machen aus diesem Ort eine der beliebtesten Weinbars der Stadt. In den Sommermonaten Terrassenbetrieb.
Internet: www.baldovino.com.
Rex
Via Fiesolana 23r, 50100 Florenz. Tel.: (055) 248 03 31. Geöffnet: täglich 17.30-2.30 Uhr.
Szenebar mit einem angenehmen Publikum. Gute Beats und mehrmals in der Woche Live-Acts.
Shopping
7.7.1 Allgemeine Beschreibung
Florenz ist ein Mekka für Mode, Lederwaren, Stoffe und Schmuck - aber auch sündhaft teuer.
Die elegantesten Geschäftsstraßen befinden sich im Zentrum zwischen Dom und Arno-Ufer. Dabei ist die Via de' Tornabuoni, samt angrenzender Straßen, die vornehmste und teuerste Adresse der ganzen Toskana. Hier haben sich alle bekannten italienischen Marken wie Ferragamo, Versace, Armani und Gucci in alten Palästen und modernen Boutiquen niedergelassen. Exklusive Mode findet man weiterhin in der Via Strozzi und der Via Guidiccardini. Mode- und Schuhgeschäfte für den kleineren Geldbeutel sowie große Ketten wie "Benetton" bietet die Einkaufsmeile Via dei Calzaiuoli, an der Hauptachse zwischen Piazza Signoria und Dom. Auf dem Ponte Vecchio wird in winzigen Juwelierläden ausschließlich Schmuck verkauft. Lederwaren sind in der Via Por Santa Maria sowie auf dem Mercato Nuovo erhältlich. Eine charakteristische Gegend für Kunsthandwerk ist das Viertel Santo Spirito. Hier gibt es viele Werkstätten, die sich auf die Herstellung von beispielsweise Lampen und Ohrringen in Handarbeit spezialisiert haben.
Der Mercato delle Pulci auf der Piazza dei Ciompi ist eine herrliche Mischung aus besserem Trödler und Flohmarkt.
7.7.2 Shopping-Tipps
Nur wenige Kilometer von Florenz entfernt findet man in den Outlets Qualitätsbekleidung bekannter italienischer und internationaler Modedesigner mit Preisnachlässen bis zu 70 Prozent. Beispielsweise im "Barberino Designers Outlet" in Barberino di Mugello oder in "The Mall" in Leccio Reggello.
Typische Mitbringsel aus der Toskana sind Lederwaren, marmoriertes Papier, Florentinischer Gold- und Silberschmuck, Chianti-Wein, Vin Santo, toskanisches Olivenöl sowie Keramik - vor allem Statuen, Vasen, Krüge und Teller.
7.7.3 Geschäftsöffnungszeiten
Es gibt in Italien keine allgemein verbindlichen Öffnungszeiten. In der Regel sind Geschäfte montags bis samstags von 9-12.30/13 Uhr und 16-19.30/20 Uhr offen. Die größeren Geschäfte der Innenstadt haben meist durchgehend geöffnet, manche auch sonntags. Im Sommer sind viele Geschäfte am Samstagnachmittag und im Ferienmonat August geschlossen.
Shopping Adressen
Centro Commerciale I Gigli
Via San Quirico 165, 50010 Capalle, Campi Bisenzio (Florenz). Tel.: (055) 896 92 50, E-Mail: info@igigli.it. Geöffnet: Shops täglich 9-22 Uhr, Restaurants täglich 9-24 Uhr. Ab Hauptbahnhof Florenz mit Bus 30 (ATAF) bis Campi Bisenzio (30 Minuten).
Mega-Einkaufscenter etwas außerhalb von Florenz mit rund 120 Einzelgeschäften und über 15 Restaurants. Hier bekommt man einfach alles - auch sonntags.
Internet: www.igigli.it.
Clara Lori Lorenzo Abbigliamento
Via E. de Nicola 15, 50136 Florenz (kurz vor dem Autobahnzubringer nach Firenze-Sud). Tel.: (055) 650 32 04, E-Mail: clara@lorj.com. Geöffnet: Mo 15-19.30 Uhr, Di bis Fr 9-13 Uhr und 15-19.30 Uhr.
Schicke Damen- und Herrenbekleidung von Dolce Gabbana, Armani, Max Mara, Valentino und anderen Designern gibt es hier bis zu 50 Prozent billiger. Auch Accessoires und Handtaschen werden angeboten.
Internet: www.lorj.com.
Gucci
Via Tornabuoni 73r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 26 40 11. Geöffnet: Mo 15-19 Uhr, Di bis So 10-19 Uhr.
Mutterhaus des alten Florentiner Couturiers, eröffnet 1921. Stardesigner Tom Ford machte die Marke mit seinem Stil, der Schlichtheit und Sex-Appeal kombiniert, zum Kultlabel. Gucci-Schmuck gibt es in der Via Tornabuoni 81r.
Internet: www.gucci.com.
Mercato delle Cascine
Viale Lincoln, 50145 Florenz. Geöffnet: Di 7-14 Uhr, im Winter ab 8 Uhr.
Großer Wochenmarkt im Cascine Park. Auf zwei Kilometern Länge reiht sich hier Stand an Stand. Angeboten wird nahezu alles, was sich an Marktständen handeln lässt: Esswaren, Geschirr, Kleidung, Geschenkartikel, Taschen, Schmuck etc.
Mercato delle Pulci dei Ciompi
Piazza dei Ciompi, 50122 Florenz. Geöffnet: Mitte März bis November täglich 9-20 Uhr, sonst Di bis So 9-19.30 Uhr.
Der Floh- und Antiquitätenmarkt ist eine Fundgrube für Sammler. In einem bunten Angebot aus Schmuck, Münzen, alten Büchern, Kunstdrucken, Fotos und Möbeln lässt es sich wunderbar stöbern. Am letzten Sonntag des Monats vergrößert sich der Markt auf die umliegenden Straßen.
Officina Profumo Farmaceutica di Santa Maria Novella
Via della Scala 16, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 62 76. Geöffnet: Mo bis Sa 9.30-19.30 Uhr, So 10.30-18.30 Uhr.
Die "Schatzkammer der Düfte" im Herzen von Florenz. In der ehemaligen Klosterkapelle werden seit 1612 exklusiven Produkte wie Lotionen, Öle, Seifen und Parfum verkauft. Alle Produkte werden aus Blumen, Arzneipflanzen und -kräutern nach alten Rezepturen hergestellt und von Hand verpackt. Ein Infoblatt in verschiedenen Sprachen gewährt Einblick in das vielfältige Sortiment.
Internet: www.smnovella.com.
Pegna
Via dello Studio 8, 50122 Florenz. Tel.: (055) 28 27 01, E-Mail: info@pegna.it. Geöffnet: Mo bis Sa 9.30-19.30 Uhr.
Dieses alteingesessen Geschäft, nur wenige Schritte vom Dom entfernt, verkauft seit 1860 Delikatessen, typisch toskanische Spezialitäten, Olivenöl, Kaffee und Wein. Ein Besuch lohnt sich auch nur wegen der Einrichtung des Geschäftes.
Internet: www.pegna.it.
Richard Ginori
Via dei Rondinelli 17r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 00 41, E-Mail: firenze@negozirichardginori.it.
Im Flagship-Store der berühmten Porzellanmanufaktur, die 1735 bei Florenz gegründet wurde, findet man klassisches italienisches Porzellan besonderer Qualität sowie Tischsilber.
Nur wenige Kilometer von Florenz entfernt in Sesto Fiorentino liegt das Museo Richard-Ginori della Manifattura di Doccia. Das Museum führt den Besuchern die Geschichte der Majolika- und Porzellanproduktion der Manufaktur Doccia vor Augen.
Internet: www.richardginori1735.com und www.museodidoccia.it.
Scuola del Cuoio
Piazza Santa Croce 16, Eingang: Via San Giuseppe 5r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 24 45 33, E-Mail: info@leatherschool.com und info@scuoladelcuoio.com. Geöffnet: Verkaufsraum: Mo bis Sa 9.30-18 Uhr, So 10-18 Uhr. Auch Führungen und Workshops werden angeboten.
In den Klosterräumen von Santa Croce kann man in der weltberühmten Lederschule handgefertigte Taschen, Portemonnaies, Koffer und manches andere erstehen. Hübsche Geschenke.
Internet: www.leatherschool.com und www.scuoladelcuoio.com.
La Rinascente
Piazza della Repubblica 1, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 91 13. Geöffnet: Mo bis Sa 10-21 Uhr, So 10-20 Uhr.
Edelkaufhaus mit allen führenden Marken. Besonders gut sortiert ist auch die Parfümerieabteilung.
Internet: www.rinascente.it.
Mercato di San Lorenzo
Piazza San Lorenzo/Via dell' Ariento, 50123 Florenz. Geöffnet: März bis November täglich 9-20 Uhr; Dezember bis Februar Di bis So 9-19.30 Uhr.
Der rund um die Kirche San Lorenzo gelegene Markt ist eine Hauptattraktion für Touristen. Neben Mode in vielen Variationen gibt es Geschenkartikel, Schmuck, Keramik und Wollwaren.
In unmittelbarer Nähe wird täglich außer sonntags bis etwa 14 Uhr auch der größte Lebensmittelmarkt in Florenz, der Mercato Centrale, abgehalten. Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch gibt es hier zu absolut konkurrenzfähigen Preisen.
Kultur und Nightlife
Kultur und Unterhaltung
Der Kunst- und Kulturreichtum von Florenz ist überwältigend. Als Wiege der italienischen Renaissance und der Stadt der Medici gilt Florenz als europäisches Mekka der Kunstfreunde. Renaissance-Paläste, mittelalterliche Kirchen, Kunstsammlungen und Museen begegnen dem Besucher auf Schritt und Tritt. Wer sich für Michelangelo interessiert, für den sind die Galleria dell' Accademia, die Neue Sakristei von San Lorenzo sowie das Dommuseum mit der Pietà ein Muss. Alle Liebhaber plastischer Kunst sollten das Nationalmuseum im Bargello besuchen. Und auf keinen Fall zu verpassen ist Italiens meistbesuchte Pinakothek, die Galleria degli Uffizi, mit ihrer weltberühmten Sammlung zu der auch Botticellis Meisterwerke (unter anderem "Die Geburt der Venus") gehören.
Opern- und Konzertfreunde kommen besonders während der Festwochen des "Maggio Musicale" auf ihre Kosten. Von Mitte April bis Anfang Juli treten dann zahlreiche internationale Stars der klassischen Musik auf.
In den verschiedenen Theatern der Stadt werden während einer Saison rund 200 Aufführungen gegeben; die meisten Aufführungen finden meist in Italienisch statt. Im Sommer wird in Gärten und Höfen der Paläste und Klöster gespielt.
Daneben bietet Florenz viele Möglichkeiten einen angenehmen Abend zu verbringen. Ein regelrechtes "Amüsierviertel" sucht man jedoch vergebens.
Treffpunkte der Florentiner sind die Piazza Santa Spirito mit ihren Bars und Cafés, der Domplatz sowie die Piazza della Signoria, wo sich täglich Straßenmusiker einfinden. Kneipen, Jazz- und Musiklokale findet man unter anderem im Universitätsviertel zwischen Dom und Piazza Santissima Annunziata. Clubs sind oft, um Steuern zu sparen, nur Mitgliedern zugänglich. Beim ersten Besuch bekommt man meist eine Besucherkarte (manchmal umsonst) ausgestellt; wer wiederkommt, muss für einen Monat beitreten.
Ein kostenloses Veranstaltungsprogramm "Informacittà" (www.informacitta.net) gibt es bei den Touristeninformationen in der Stadt. Die 14tägige Zeitschrift "The Florentine" (www.theflorentine.it) versorgt mit aktuellen Veranstaltungsinfos und Einblicken in die Lokalpolitik in Englisch.
Das Stadtmagazin "Firenze Spettacolo" (www.firenzespettacolo.it), welches monatlich erscheint, gibt umfangreiche Tipps zu aktuellen Veranstaltungen, Nachtleben, Kunst, Restaurants und Shopping. Zu kaufen an allen Zeitungskiosken und in Buchhandlungen. Aktuelle Infos zu Theater und Kino bietet die Tageszeitungen "La Nazione" (www.lanazione.it).
Hinweis zum Besuch von Museen
Wer lange Schlangen und Wartezeiten vermeiden möchte, kann die Eintrittskarten für alle staatlichen Museen in Florenz (unter anderem Uffizien, Galleria dell' Accademia und Galleria Palatina) beim Firenze Musei Buchungsservice unter Tel.: (055) 29 48 83 vorbestellen. Online-Reservierungen sind ebenfalls über die Website - www.firenzemusei.it -möglich.
In der Hochsaison sollte man sich etwa vier Wochen vor dem gewünschten Termin anmelden. Mit einem Vorverkaufszuschlag von etwa vier Euro pro Person plus evtl. zusätzlichen Gebühren muss gerechnet werden.
Ticketservice
Box Office
Via Alamanni Luigi 39, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 08 04, E-Mail: info@boxofficetoscana.it. Geöffnet: Mo bis Fr 10-19.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr.
Tickets für Veranstaltungen in Florenz und in anderen Städten der Toskana.
Internet: www.boxofficetoscana.it.
Ausstellungs- und Messegelände
Firenze Expo Congress SPA
Piazza Adua 1, 50123 Florenz. Tel.: (055) 497 21, Fax: (055) 497 32 37, E-Mail: info@firenzefiera.it.
Auf dem internationalen Messegelände stehen mit dem modernen Palazzo degli Affari (Businesszentrum), dem Palazzo dei Congressi (Konferenzzentrum) sowie der großen fünfeckigen Festung "Fortezza da Basso" rund 100.000 Quadratmeter Tagungs- und Ausstellungsfläche zur Verfügung. Das Ausstellungs- und Messezentrum ist eines der modernsten und wichtigsten in Italien.
Anreise:
Vom Flughafen Amerigo Vespucci Airport zum Messegelände: mit SITA/ATAF-Bussen "Vola in bus" bis zum Hauptbahnhof Santa Maria Novella in der Innenstadt (Fahrzeit etwa 25 Minuten), dann Fußweg.
Vom Hauptbahnhof Santa Maria Novella zum Messegelände: zu Fuß, die Messe ist 50 Meter entfernt.
Mit dem Auto zum Messegelände: A1 Autostrada del Sole - Ausfahrt: Firenze Nord.
Internet: www.firenzefiera.it.
Konzerthäuser
Accademia Musicale di Firenze
Via Adriani 27/29, 50126 Florenz. Tel.: (055) 68 04 87, Fax: (055) 681 24 50.
Im Auditorium der Musikakademie finden regelmäßig klassische Konzerte statt.
Internet: www.accademiamusicaledifirenze.it.
Conservatorio Statale di Musica Luigi Cherubini
Piazza delle Belle Arti 2, 50122 Florenz. Tel.: (055) 298 93 11.
Im Sala del Buonumore (Saal der guten Laune) im Musikkonservatorium spielen klassische Orchester und Solisten.
Internet: www.conservatorio.firenze.it.
Saschall Teatro
Via Fabrizio De André, 50136 Florenz. Tel.: (055) 650 30 68, Tickets, Tel.: (055) 650 41 12, E-Mail: info@saschall.it.
Das neue, elegante Teatro Saschall wurde als multifunktionales Veranstaltungszentrum entworfen. Immer aktuelles Konzert- und Showprogramm.
Internet: www.saschall.it.
Musikclubs
Jazz Club
Via Nuova de' Caccini 3, 50121 Florenz. Tel.: (055) 247 97 00, E-Mail: infotiscali@jazzclubfirenze.com. Geöffnet: Di bis Sa ab 21 Uhr bis spät.
Der Jazz Club ist eines der klassischen Florentiner Nachtlokale, das schon manches Talent entdeckt hat. Fast jeden Abend Live-Musik mit Jazz-Musikern und -Sängern. Von Juni bis September zieht das Lokal in den Parco di Villa Fabbricotti (Via V. Emanuele) um, wo es jeden Abend im Freien Konzerte und Jam Sessions gibt.
Internet: www.jazzclubfirenze.com.
Meccano
Viale degli Olmi 1, Parco delle Cascine, 50144 Florenz. Tel.: (055) 33 13 71. Geöffnet: Mi bis Sa 23-5 Uhr.
Populäre Discothek am Anfang des Cascine-Parks. Das hauptsächlich junge Publikum vergnügt sich an den sechs Bars und auf mehreren Tanzflächen. Im Sommer tanzt man auch Openair. Gelegentlich auch Livemusik.
Space Electronic
Via Palazzuolo 37, 50123 Florenz. Tel.: (055) 29 30 82. Geöffnet: Di bis So 22-4 Uhr.
Internationale Discogänger tummeln sich in der größten Discothek von Florenz, gleich beim Hauptbahnhof Santa Maria Novella. Abwechslungsreiches Programm von Karaoke bis zu Diskoabenden. Außerdem großartige Veranstaltungen mit HipHop und RB. Junges Publikum. Megalaut.
Internet: www.spaceelectronic.net.
Tenax
Via Pratese 46r, 50145 Florenz. Tel.: (055) 61 37 01. Geöffnet: Fr 22.30-4 Uhr, Sa 22.30-5 Uhr.
"Die" Location für Housemusik, sowohl wegen internationaler DJs als auch aufgrund des trendsetzenden Stylings der Besucher. Der Club liegt am westlichen Stadtrand von Florenz in der Nähe des Flughafens Peretola, aber ein Besuch lohnt sich am Samstagabend unbedingt - dann werden die berühmten Nobody's Perfect Partys gefeiert. Zu bestimmten Zeiten werden auch kostenlose Busverbindungen ins Stadtzentrum organisiert.
Internet: www.tenax.org.
Yab Club
Via Sassetti 5r, 50123 Florenz. Tel.: (055) 21 51 60; E-Mail: yab@yab.it. Geöffnet: Do bis Sa ab 23 Uhr. Im Juni und Juli geschlossen.
Legendärer Club in dem sich die schicken Florentiner treffen. In "80er-Jahre-Disco-Atmosphäre" tanzt man meist zu House, montags ist Hip-Hop-Abend. Mit Restaurant.
Internet: www.yab.it.
Universale
Via Pisana 77r, 50143 Florenz. Tel.: (055) 22 11 22. Geöffnet: Do bis So 20-3 Uhr.
Wenn es in Florenz um ausgelassene Partys geht, dann ist das "Universale" genau die richtige Adresse. Hier trifft sich das junge und hippe Volk um ganz ungezwungen abzufeiern. Aus den Lautsprechern kommt ein Mix aus Hip-Hop und House, der vor allem samstags den Club randvoll macht. Und wer zwischendurch mal eine Stärkung braucht, der schaut einfach im hauseigenen Restaurant vorbei.
Internet: www.universalefirenze.it.
Sportanlagen
Palasport
Viale Pasquale Paoli 3, 50137 Florenz. Tel.: (055) 67 88 41.
Multifunktionshalle. Sportveranstaltungen, große Rock- und Popkonzerte sowie Shows.
Internet: www.mandelaforum.it.
Stadio Artemio Franchi
Viale Manfredo Fanti 14, 50137 Florenz. Tickets Tel.: (055) 553 28 03, E-Mail: biglietteria@acfiorentine.com.
Das Stadion fasst rund 47.500 Zuschauer und ist Heim des Florentiner Fußballclubs AC Fiorentina.
Internet: www.acffiorentina.com.
Theater
Teatro Cantiere Florida
Via Pisana 111r, 50143 Florenz. Tel.: (055) 713 53 57; E-Mail: cantiere.florida@elsinor.net.
Die im Dezember 2002 eröffnete Spielstätte vereint Industriearchitektur und die Funktionalität eines ultramodernen Theaters. Außerdem ist das Haus Heimat von Elsinor, einem internationalen Zentrum für Theaterproduktionen und Programmen. Zur Unterstützung des Weltimpfprogramms beherbergt das Theater im Foyer eine Gedenkstätte, die Unicef gewidmet ist.
Internet: www.elsinor.net.
Teatro Comunale - Theater of the Maggio Musicale Fiorentino
Corso Italia 16, 50123 Florenz. Tel.: (055) 277 92 54, Tickets Tel.: (055) 277 93 50 (Di bis Fr 10-13 und 14.30-16.30 Uhr), Fax: (055) 28 72 22, E-Mail: infoboxoffice@maggiofiorentino.com.
Neben Theater in italienischer Sprache finden regelmäßige Aufführungen von klassischen Konzerten, Opern und Ballett von Oktober bis März - und im Rahmen des Musikfestivals "Maggio Musicale Fiorentino" statt.
Internet: www.maggiofiorentino.com.
Teatro della Pergola
Via della Pergola 18, 50100 Florenz. Tel.: (055) 22 643 53; E-Mail: pubblico@teatrodellapergola.com.
Dieses großartige Theater aus dem 17. Jahrhundert ist das offizielle Sprechtheater von Florenz. Auf dem Spielplan stehen unter anderem Shakespeare, Beckett und Moliere.
Internet: www.teatrodellapergola.com.
Teatro Puccini
Via delle Cascine 41, 50144 Florenz. Tel.: (055) 36 20 67; E-Mail: info@teatropuccini.it.
Lichtoper, Musicals, Ein-Mann-Variete etc.
Internet: www.teatropuccini.it.
Teatro Verdi
Via Ghibellina 99r, 50122 Florenz. Tel.: (055) 21 23 20, E-Mail: info@teatroverdifirenze.it und info@teatroverdionline.it.
Das gemischte Programm dieses großen, alten Logentheaters zeigt sowohl prosaische Werke wie auch Klassiker, aber meist doch zeitgenössische Kunst. Regelmäßig spielt hier auch das Orchestra della Toscana.
Internet: www.teatroverdifirenze.it und boxofficetoscana.it

