Carpe » Magazin » Länderinformationen » Lateinamerika » Chile
Länderinformationen Chile
Länderinfos
Länderinfos: Informationen und wichtige Fakten für Ihre Reise nach Chile von carpe diem Sprachreisen
Unsere Programme in Chile:
Einreise und Fakten
Einreise für Deutsche
Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind ein 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.
Landesdaten
Lage
Die Republik Chile grenzt im Norden an Peru, im Osten an Bolivien und Argentinien, im Süden und Westen an den Stillen Ozean. Chile liegt zwischen dem 17. und 56. Grad südlicher Breite und dem 67. und 76. Grad westlicher Länge. Die Küstenlinie ist rund 4.200 km lang, das Land ist durchschnittlich 177 km breit.
Die östlichen Kordilleren/Anden erreichen Höhen bis zu über 6.000 m, die Küstenkordilleren bis zu 2.000 m, das zwischen ihnen liegende Längstal von Santiago bis Puerto Montt hat die günstigsten Lebensbedingungen.
Zu Chile gehören auch die Osterinsel, die sich fast 3.800 km westlich der chilenischen Küste im Pazifischen Ozean befindet, sowie die ebenfalls im Stillen Ozean liegenden Juan-Fernández-Inseln, Islas Desaventuradas und Sala y Goméz.
Fläche: 756.096 km²; die Inseln (in obiger Reihenfolge) 162,5 km², 185 km², 3,33 km², 0,12 km².
Verwaltungsstruktur: 13 Regionen und 50 Provinzen.
Einwohner
Bevölkerung: ca. 16,3 Millionen
Städte: Santiago de Chile (Hauptstadt) ca. 6,4 Millionen, Puente Alto ca. 494.300, Maipú ca. 463.500, La Florida ca. 365.400, Viña del Mar ca. 331.200, Valparaíso ca. 296.000, Antofagasta ca. 270.300.
Sprache
Die Landessprache ist Spanisch. Im Geschäftsverkehr wird auch Englisch gesprochen, jedoch sind Grundkenntnisse der spanischen Sprache im Allgemeinen eine große Hilfe. Die Bewohner der Osterinsel sprechen neben Spanisch auch Rapa Nui.
Zeitverschiebung
Im Zeitraum vom zweiten Samstag im Oktober bis Ende März: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -4 Stunden;
im Zeitraum vom zweiten Samstag im April bis Ende September: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden (bedingt u.a. durch die europäische Sommerzeit);
in dem dazwischenliegenden Zeitraum: MEZ -5 Stunden.
Die Osterinsel hat zum chilenischen Festland einen Zeitabstand von -2 Stunden.
Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
Die flachen Eurostecker passen in die meisten Steckdosen. Da in Chile jedoch auch der Steckertyp L mit dickeren Kontaktstiften verwendet wird, ist die Mitnahme eines Adapters zu empfehlen.
Telefon/Post
Post
Luftpost nach Europa ist in der Regel eine Woche unterwegs.
Telefon
Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Chile ist 0056, von Chile nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Von Telefonämtern und öffentlichen Telefonzellen (mit Münz- und Kartenbetrieb) können internationale Gespräche geführt werden. Telefonkarten sind an Kiosken erhältlich. Verschiedene Telefongesellschaften bieten einen Faxservice an.
NOTRUFNUMMERN: Polizei (carabineros) 133, Unfallrettung 131, Feuerwehr 132.
Mobilfunk
Netztechnik: GSM 1900.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Chile von T-Mobile, E-Plus, O2 und Vodafone.
GSM 1900-fähig sind Triband- oder Quadband-Handys.
Internet
Länderkürzel: .cl
Feiertage
1. Januar (Neujahr), Karfreitag, 1. Mai (Tag der Arbeit), 21. Mai (Tag der Marine), 28. Juni (Peter und Paul), 16. Juli (Nuestra Senora del Carmen), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 18. September (Nationalfeiertag), 19. September (Tag der Streitkräfte), 11. Oktober (Ibero-Amerika-Tag), 1. November (Allerheiligen), 8. Dezember (Mariä Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten).
Feiertage werden gelegentlich auf den vorhergehenden Montag vorverlegt.
Die Hauptferienzeit geht von etwa Weihnachten bis Anfang März.
Öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 9-14 Uhr;
Geschäfte und Kaufhäuser: Mo bis Sa, oft auch So, 10-20 Uhr, Supermärkte und Shoppingcenter oft bis 22/23 Uhr;
Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr.
Kleidung
Da das Wetter innerhalb Chiles sehr unterschiedlich ist, sollte die Kleidung je nach Reiseziel gewählt werden. In Nord- und Zentralchile braucht man hauptsächlich leichte Sommer- bzw. Übergangskleidung. Wenn man den Süden und die Hochlagen Chiles bereist, sollte man außerdem unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Sogenannte Freizeitkleidung ist in den Städten nicht üblich. In der Winter- und auch noch in der Frühlingszeit (Juni bis Oktober) kühlen die Nächte empfindlich ab (bis auf -5°C).
Für einen Besuch der Osterinsel sollte man das ganze Jahr über sowohl unempfindliche Sommerkleidung und Sonnenbrille als auch wärmere Kleidungsstücke sowie eine Regenjacke mitnehmen.
Land und Leute
Geschichte/Politik
Erste Siedlungs-Spuren auf dem Gebiet des heutigen Chile, die aus der Region um die Stadt Antofagasta im Gebiet der Atacama-Wüste stammen, lassen sich bereits für das zwölfte Jahrhundert v. Chr. nachweisen. Diese Gebiete wurden um 1480 vom Inkareich eingenommen, bevor die Spanier das Land ab 1539 besetzten. 1541 wurde Santiago gegründet. Im Jahr 1810 strebte Chile die politische Unabhängigkeit von Spanien an. 1818 wurde die absolute Unabhängigkeit Chiles verkündet.
Im Ersten Weltkrieg blieb Chile neutral. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich im Land ein scharfer Gegensatz zwischen konservativen und liberalen Kräften. Es kam zu heftigen Konfrontationen der Gewerkschaften und der besitzenden Minderheiten. Erste nennenswerte Reformen konnten Anfang der 60er Jahre eingeleitet werden. Zu tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Reformen kam es aber erst mit der Wahl Salvador Allendes im Jahr 1970, der eine Umverteilung der Einkommen anstrebte. Mit dem blutigen Militärputsch General Pinochets fanden diese Reformversuche bereits 1973 ein jähes Ende. Über 30.000 Verhaftungen, sofortige Exekutionen, Terror und Folter begleiteten den Umsturz, bei dem auch Präsident Allende unter bisher ungeklärten Umständen getötet wurde. Pinochet setzte sofort die Verfassung außer Kraft und verbot alle politischen Parteien. 1980 wurde eine Verfassung verabschiedet, die das Vorgehen der Militärs legitimierte.
Die chilenische Bevölkerung sprach sich 1988 in einem Volksentscheid gegen eine weitere Amtszeit Pinochets aus, 1989 fanden in Chile die ersten Präsidentschaftswahlen seit 19 Jahren statt. Der neue Staatspräsident begann mit bescheidenen Wirtschaftsreformen und ließ die Verletzungen der Menschenrechte unter dem Pinochet-Regime untersuchen und Schuldige verhaften. Die Reformen verhalfen Chile zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. 1994 wurde Chile Mitglied der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC). 1999 wurde der Auslieferung General Pinochets, der sich in Großbritannien aufhielt, an Spanien zugestimmt.
Wirtschaft
Chile gehört heute zu den führenden Industrienationen sowie zu den größten Rohstoffproduzenten Lateinamerikas. In der Wirtschaft Chiles dominiert seit dem frühen 20. Jahrhundert der Abbau von Kupfer. Das Land verfügt über die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt und gehört zu den führenden Produzenten dieses Metalls. Daneben werden Rohöl und Erdgas gefördert. Auch Eisenerz spielt eine wichtige Rolle für das Land.
Etwa sieben Prozent der Gesamtfläche Chiles werden gegenwärtig landwirtschaftlich genutzt. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen Weizen, Mais, Kartoffeln, Obst und Gemüse (vor allem Tomaten), Zuckerrüben, Reis und Hafer. Der Obstanbau besteht im Wesentlichen aus Grapefruits, Melonen, Äpfeln, Pfirsichen, Aprikosen, Pflaumen und Kirschen. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren der Weinbau etabliert. Chilenische Weine sind mittlerweile auch im Ausland gefragt. Die Schafzucht wird in Feuerland und Patagonien in großem Umfang betrieben. Die Fischfangindustrie Chiles (Sardinen, Makrelen, Anchovis und Hummer) zählt zu den größten in Südamerika. Die Industrie beschäftigt sich überwiegend mit der Verfeinerung und Verarbeitung der Bodenschätze sowie der land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen.
Religion
Etwa 81 Prozent der chilenischen Bevölkerung sind römisch-katholisch. Der restliche Teil ist überwiegend protestantisch. Es gibt auch eine kleine Gruppe jüdischer Chilenen. Die Indianer Chiles üben ihre traditionellen Religionen aus.
Vegetation
Entsprechend seiner großen Längenausdehnung treten in Chile viele verschiedene Vegetationsformen mit einer jeweils sehr eigenen Pflanzenwelt und vielen nur in diesem Gebiet vorkommenden Arten auf. Im Norden findet sich Wüsten und Dornstrauchsteppen mit Kakteen und Sukkulenten. Weiter im Süden treten in Küstennähe Wälder mit üppigerer Vegetation auf. Im feuchteren Großen Längstal wächst eine strauchreiche Steppenvegetation. Südlich von Valdivia finden sich Reste des so genannten Valdivianischen Regenwaldes, der durch die hohen Niederschläge und ganzjährige Frostfreiheit begünstigt ist und in dem Lorbeergewächse, Magnolien und Lianen wachsen. Außerhalb dieses eng begrenzten Gebiets sind für Mittelchile laubwerfende Wälder charakteristisch, weiter nach Süden zu werden sie von immergrünen Nadelwäldern abgelöst. Im äußersten Süden herrschen wiederum Grassteppen vor. Die Höhenlagen der Anden sind durch eine artenreiche Hochgebirgsvegetation gekennzeichnet.
Tierwelt
Zu den bekannteren einheimischen Säugetieren zählen u.a. das Lama, das Alpaka, der Puma, der Magellanfuchs, das Chinchilla und das Wappentier Chiles, der sehr seltene Huemul oder Südandenhirsch. Das Vogelleben ist recht vielfältig. Neben der Forelle bevölkern nur wenige Süßwasserfische die chilenischen Flüsse und Seen. In den Küstengewässern gibt es jedoch einen großen Reichtum an verschiedenen Fischen und Meerestieren.
Gebräuche, Kulinarisches
Kulinarische
Kulinarisches
Die chilenische Küche wird durch die Vielfalt der im Land erhältlichen Zutaten dominiert. Vor allem das Meer liefert eine Vielzahl von Fisch- und Muschelarten, Langusten, Krebsen und Algen. Aus dem Norden kommen Papayas und schwarze Oliven, aus dem Süden Lammfleisch und Königskrabbe. Avocado ist eine beliebte Vorspeise. Grundkost der chilenischen Küche bilden Eintöpfe wie die "cazuela", gefüllte Teigtaschen, die "empañadas", oder die mit Maisbrei gefüllten bumitas. Chilenische Rot- und Weißweine haben sich internationalen Ruf erworben. Der weiße Weinbrand aus der Pisco Traube ergibt mit Limettensaft, Zucker und Eiweißschaum gemixt, Chiles Nationalgetränk Pisco Sour.
Souvenirs
Zu Chiles wertbeständigsten Kostbarkeiten gehören aus Lapislazuli und Malachit gearbeitete Schmuckstücke. Die bekanntesten Werkstätten liegen im Bellavista-Viertel von Santiago. Daneben werden Ponchos und andere Artikel aus Lama- und Alpakawolle sowie Holz- und Lederutensilien angeboten. Bekannte Märkte für Kunsthandwerk gibt es in La Serena (La Recova) und Santiago (Los Dominicos). Größtes Kunsthandwerkszentrum ist die Markthalle von Temuco.
Duty Free
Reisegut
Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt sind, wie Kleidung, Wäsche, Schuhe, Toilettenartikel usw., können zollfrei eingeführt werden.
Dazu zählen auch:
elektrische Geräte zur Körperpflege,
Schmuck,
1 Fotoapparat und 1 Videokamera, jeweils mit Filmen,
1 Fernglas,
1 Laptop,
1 Mobiltelefon
Sportgeräte (wie Tennisschläger, Ski u.Ä.).
Die Gegenstände (insbesondere elektronische Geräte) sollten Gebrauchsspuren aufweisen und dürfen nicht zum Verkauf bestimmt sein.
Geräte, die über den Umfang des üblichen Reisegepäcks hinausgehen (z.B. Kameraausrüstung professioneller Fotografen/Filmteams) beim Zoll angemeldet werden. Beim Verlassen des Landes müssen diese Geräte dann wieder vorgelegt werden.
Zollfrei sind ferner für Reisende ab 15 Jahren:
Geschenke im Wert von bis zu 150 US-$.
Reisende ab 18 Jahren können außerdem zollfrei einführen:
400 Zigaretten, 50 Zigarren, 500 g Pfeifentabak;
2 1/2 Liter alkoholische Getränke;
eine angemessene Menge Parfüm.
Ein EINFUHRVERBOT besteht für pornografisches Material, für Drogen sowie für frische und bestimmte zubereitete Lebensmittel wie zum Beispiel Obst und Gemüse, Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milchprodukte. Auch Pflanzen, Pflanzenteile und Saatgut dürfen in der Regel nicht eingeführt werden.
Klima und Wetter
Klimainformationen
Die Jahreszeiten in Chile sind den europäischen entgegengesetzt. Bedingt durch die Längenausdehnung Chiles findet man die unterschiedlichsten Klimazonen.
Der Süden Chiles ist geprägt von eher feuchtem Klima. Das ganze Jahr über regnet es dort ergiebig. Die höchste Niederschlagsmenge, etwa 5.800 mm pro Jahr, wird dabei üblicherweise in der Gegend an der Magellanstraße gemessen. Ebenso kommt es im Süden sehr häufig zu heftigen Stürmen. Am intensivsten sind diese in der Gegend um Kap Horn.
Bedingt durch den Humboldtstrom ist es in den Küstengebieten kühler als es nach der Breitenlage zu erwarten wäre. Die Temperaturen steigen im Sommer nur etwa auf 11°C, und im Winter sind Temperaturen um die 4°C üblich. An einigen Küstenabschnitten führt der kalte Humboldtstrom zu starkem Nebel.
Im Zentralgebiet herrscht ein Klima, das mit dem des Mittelmeerraums verglichen werden kann. Es herrschen während des ganzen Jahres milde Temperaturen, die zwischen 11°C im Winter (Juli) und 28°C im Sommer (Januar) schwanken. Regen fällt meist in den Wintermonaten von Mai bis August.
Die Tatsache, dass der Wind im Norden Chiles fast ausschließlich aus dem Innern des südamerikanischen Kontinents kommt, bedingt das sehr trockene Klima. Die Atacamawüste, die als eine der trockensten Gebiete der Welt gilt, ist für diese Gegend bestimmend. Auch die Temperaturen sind im Norden deutlich höher als im übrigen Chile. Die wärmsten Monate sind üblicherweise der Januar und der Februar, jedoch sind sie nicht unerträglich heiß.
Auf der Osterinsel herrscht subtropisches Klima. Durch die ungeschützte Lage der Insel ist es fast immer windig. Mit Regenfällen, die teilweise sehr heftig sein können, sollte man das ganze Jahr über rechnen. Es gibt keine ausgeprägten Jahreszeiten.
Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen betragen ca. 20°C. Das Thermometer steigt maximal auf Temperaturen um die 30°C. Die niedrigsten Temperaturen liegen bei etwa 12°C.
Der Februar ist üblicherweise der wärmste Monat mit Durchschnittstemperaturen von 23,3°C. Die niedrigsten Temperaturen werden im Juli gemessen (durchschnittlich 17,9°C).
Von Januar bis April beträgt die Luftfeuchtigkeit ca. 80 Prozent, in den anderen Monaten ist sie niedriger.
Beste Reisezeit
Am besten bereist man Chile, insbesondere den Süden, in den Monaten von Oktober bis April. Die Hauptreisezeit für ganz Chile ist in den Monaten zwischen Mitte Dezember und Ende Februar. Für den nördlicheren Landesteil ist das ganze Jahr über Reisezeit.
Die Osterinsel kann ebenfalls ganzjährig besucht werden.
Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen
Keine.
Ausnahme Oster-Inseln: Keine bei Einreise direkt aus Europa. Gelbfieber bei Einreise aus .
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.
Informationen zur Malaria
Malaria
Keine.
Verbreitung
Chile ist malaria-frei.
Ärztliche Hilfe
SANTIAGO: Clínica Alemana de Santiago, Dr. C. Krebs (spricht Deutsch), Av. Vitacura 5951,, Santiago de Chile, Tel. (02) 210 13 00.
Geld und Umtausch
Währung
Währungseinheit
Währungseinheit: Chilenischer Peso (chil$)
1 Chilenischer Peso = 100 Centavos.
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 488,30 chil$
1 US-$ = ca. 383,49 chil$
Hinweise
Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.
Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Möglichst nur US-$.
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei Ein- oder Ausfuhr von Zahlungsmitteln im Wert von mehr als 10.000 US-$.
Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Umtauschempfehlung: im Reiseland
Umtausch: Generell ist der Umtausch in Wechselstuben gebührenfrei (bei Banken mit Gebühr). In Santiago sind die meisten Wechselstuben in der Calle Agustinas. Es wird davon abgeraten, bei Straßenhändlern Geld zu tauchen.
Internationale Kreditkarten: Ja
Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und an Geldautomaten des Cirrus-Systems auch mit der EC-Karte (PIN-Nummer) möglich.
Reiseschecks: Ja - in US-$, werden jedoch nur von wenigen Banken und nur in großen Städten akzeptiert.
Wichtige Adressen
Auskunftstellen
Botschaften und Konsulate
Ärztliche Hilfe
SANTIAGO: Clínica Alemana de Santiago, Dr. C. Krebs (spricht Deutsch), Av. Vitacura 5951,, Santiago de Chile, Tel. (02) 210 13 00.
Reisetipps
Sehenswertes
Santiago und Zentralchile
Zwischen Anden und Meer liegt auf einer 500 Meter hohen weitläufigen Plateaufläche die Hauptstadt Chiles, Santiago. Die Ebene ist heute von Weizen-, Wein- und Obstkulturen überzogen. Im Osten der Zentralebene erheben sich die bis zu 7.000 Meter hohen Anden. Zahlreiche Quertäler erlauben den Einstieg in die Vorkordilleren. Valparaíso, Viña del Mar und Santiago, in denen über die Hälfte der Chilenen leben, üben auch heute noch eine enorme Anziehungskraft auf Zuwanderer aus. Besonders sehenswert in dem europäisch wirkenden Zentrum von Santiago sind die Fußgängermeile Paseo Ahumada, der Zentralmarkt (Mercado Central) sowie der Hauptplatz Plaza de las Armas. Zu den schönsten Ausflugszielen gehören die östlich gelegenen Weingärten der Maipo-Ebene sowie die heißen Quellen im Tal des Rio Maipo, aus denen bis zu 60 Grad heißes Wasser dringt. Im Umkreis von 50 Kilometern liegen fünf Skigebiete, wovon der Farellones am bekanntesten ist. Haupt-Skisaison ist von Juni bis September.
Der Norden
Im Norden Chiles, von den Höhen des Altiplanos bis zum Pazifik, erstreckt sich die Atacama-Wüste. Den Besucher erwarten dort die beeindruckenden Salzseen, Geysire und Vulkane der Anden. Lamas, Vucuñas, Flamingos und Alpacas sind zu beobachten. Die Museen geben einen Einblick in 10.000 Jahre Geschichte, und das Meer sowie die Strände laden zu Erholung und Vergnügen ein. Die Wüstenebene Altiplano, in 4.000 Meter Höhe in der Andenkette, bietet interessante Sehenswürdigkeiten. Besucher sollten es nicht versäumen, das Naturdenkmal Parque Nacional Lauca mit seiner einmaligen Landschaft mit Vulkanen, Lagunen, Salzseen, Ortschaften der Ureinwohner und seiner üppigen Tierwelt zu besuchen. In kleinen Ortschaften wie Parinacota, Saspana und Isluga werden alte Traditionen bewahrt. Die Stadt Calama, 214 Kilometer von Antofagasta entfernt, verfügt über gute Hotels und ist Ausgangspunkt für den Besuch der Geysire von El Tatio, die ihre Fontänen über zehn Meter in die Luft speien. Von Calama aus kann man auch einen Ausflug in die größte Tagebau-Erzmine der Welt unternehmen. In der Nähe der Ortschaft Chiu-Chiu befindet sich die Chiu-Chiu-Lagune, die mit ihrer Tiefe von 150 Metern eine außerordentliche Naturerscheinung in der Wüste darstellt. Von den zwölf Salzseen im Norden ist der Atacama-Salzsee der größte. Im Azapa-Tal, zwölf Kilometer von Arica entfernt, können im Museum San Miguel de Azapa die ältesten in der Welt gefundenen Mumien besichtigt werden. Sie stammen aus dem Jahr 8.000 v. Chr. In San Pedro de Atacama, rund 100 Kilometer von der Stadt Calama entfernt, ist das international bekannte Museum der Ataqcameña-Kultur zu finden, das mehr als 300.000 Funde aus der Region darunter Töpfereien, Gewebe und Mumien, ausstellt. Die wichtigsten Küstenstädte des Nordens sind Arica, Iquique und Antofagasta. Sie verfügen über Flughäfen mit Inlandsverbindungen. Hier bieten sich in den Hotels, Motels und Gasthäusern, die meist am Meer gelegen sind, gute Gelegenheiten zum Erholen und Entspannen.
Los Lagos
Das südliche Seengebiet Los Lagos zwischen den Städten Temuco und Puerto Montt ist ein Paradies für Naturliebhaber. Los Lagos ist mit seiner Kombination aus Seen und Vulkanen, ein Gebiet, das auch von den Chilenen als Ausflugsziel geschätzt wird. Hier kann man am Vulkanstrand liegen, ein Thermalbad nehmen und die Landesküche mit frischem Lachs genießen. Östlich des Gebietes am Río Rahue liegt das von Deutschen besiedelte Agrarzentrum Osorno. Das doppelt so große Temuco wirkt wie eine Wildweststadt. Die Geschäftigkeit der Stadt zeigt sich am deutlichsten auf der Feria Libre, dem Markt, wo die Bauern ihre Felderträge zum Kauf anbieten, oder im Kunstgewerbezentrum des Mercado Municipal. Hier und in den umliegenden 3.000 Reservaten überlebten die Mapuche-Indianer, die besonders während der Pinochet-Diktatur grausam unterdrückt wurden. Sie wurden von den Spaniern Araukaner genannt, weil sie sich vorwiegend von den Nüssen der Araukarienzapfen ernährten. Die großen Waldgebiete werden heute in den Nationalparks Nahuelbuta und Conguillío geschützt. Die an der Reloncaví-Bucht gelegene Stadt Puerto Montt ist eine Mischung aus Kolonialrelikten, Holzchalets und Betonbauten. Die breite Uferpromenade führt zu einer Reihe von Läden, die kunsthandwerkliche Gegenstände anbieten. Hier liegt auch der Fischerhafen von Angelmó mit seinem Angebot an Meeresfrüchten, die man in den Lokalen auch gleich probieren kann. Eine halbstündige Fahrt mit der Fähre führt zur Insel Chiloé mit ihren Pfahlbauten, Holzkirchen, Fischerhäfen, Fjorden und schönen Stränden.
Osterinsel
Die Osterinsel (spanisch Isla de Pascua, polynesisch Rapa Nui) ist der isolierteste Fleck der Welt; nirgends gibt es einen Ort, der weiter von einer anderen menschlichen Ansiedlung entfernt liegt.
So war es auch reiner Zufall, dass der holländische Kapitän M. Roggeveen am Ostersonntag des Jahres 1722 auf die südpazifische Insel stieß. Dieses Datum gab der Insel ihren Namen.
Die polynesischen Ureinwohner erreichten um das Jahr 400 die vulkanische Insel. Sie errichteten Kultanlagen, schufen Felszeichnungen und eine eigene Bilderschrift, die bis heute nicht entziffert werden konnte.
Am bekanntesten dürften die kolossalen Steinfiguren sein (die Größte misst etwas über 20 m), die wahrscheinlich Häuptlinge oder Götter darstellten. Die sogenannten Moai fallen durch ihre markanten Köpfe mit den großen Ohren und Nasen auf. Die meisten sind aus Tuff gearbeitet, ein Gestein, das sehr witterungsanfällig ist, so dass man heute bemüht ist, passende Konservierungsmethoden zu finden, um die Moai vor der Zerstörung zu retten.
Der Rapa-Nui-Nationalpark wurde 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Reisehinweise
Aktueller Hinweis:
Beeinträchtigungen im Flugverkehr durch den Ausbruch des Vulkans Puyehue am 4. Juni 2011 in der Region "Los Ríos" sind immer noch möglich. Benachbarte Gemeinden der Region sind weiterhin von einer Aschedecke bedeckt. Die Distrikte Futrono, Lago Ranco, Rio Bueno und Puyehue sind besonders hart betroffen (hier oberste Alarmstufe).
In den Regionen um die Stadt Temuco kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen es auch zu Übergriffen auf Fahrzeuge kommt. Reisenden wird empfohlen, sich möglichst nicht allein und nach Einbruch der Dunkelheit in diesen Regionen aufzuhalten.
In den Grenzgebieten zu den chilenischen Nachbarländern sollten sich Reisende nicht abseits der Straßen bewegen, da sich dort immer noch viele nicht geräumte Minenfelder befinden.
Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
KRIMINALITÄT:
Einbruch und Diebstahl sind in Chile vor allem in den größeren Städten weit verbreitet, daher sollten Touristen ihre Wertsachen jederzeit bei sich tragen oder im Hotelsafe sicher verschließen.
Den Diebstahl eines Passes sollten Touristen sofort bei der Polizei anzeigen, da das Vernehmungsprotokoll zur Beantragung des neuen Passes benötigt wird.
NATURKATASTROPHEN:
In Chile muss man jederzeit mit Erdbeben rechnen. Außerdem kommt es durch die noch aktiven Vulkane Chaitén und Llaima zu Überschwemmungen und Schlammlawinen.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.
