Reisen in Guadeloupe

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Länderinformationen Guadeloupe

Länderinfos

Länderinfos: Informationen und wichtige Fakten für Ihre Reise nach Guadeloupe von carpe diem Sprachreisen

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Einreise und Fakten

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 3 Monate. Notwendig sind: gültiger Reisepass (bei Direkteinreise auch Personalausweis), Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Inselgruppe Guadeloupe und die Insel Martinique bilden Französisch Westindien; als Übersee-Departement gelten sie als Teil des französischen Mutterlandes.

Die Hauptinsel Guadeloupe besteht aus den beiden Teilen Basse-Terre und Grande-Terre. Unmittelbar zu Guadeloupe zählen noch die Inseln La Désirade, Marie-Galante und Les Saintes. Bis 2007 gehörten auch St. Barthélemy sowie der nördliche Teil der Insel St. Martin zu Guadeloupe, sie sind jetzt eigene überseeische Gebietskörperschaften.

Die Inseln liegen im Karibischen Meer und gehören zu den Kleinen Antillen.

Fläche: Guadeloupe und die dazugehörigen Inseln ca. 1.630 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 401.800 (Guadeloupe und dazugehörige Inseln).

Inseln: Basse-Terre ca. 187.800, Grande-Terre ca. 197.700, Marie-Galante ca. 11.900, Les Saintes ca. 2.900, La Désirade ca. 1.600.

Sprache

Die Amtssprache ist Französisch. Als Umgangsprache wird Creole (Kreolisch) gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -5 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -6 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

In Guadeloupe werden französische Stecker verwendet. Es empfiehlt sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Es gelten die gleichen Postgebühren wie in Frankreich. Briefmarken sind in den Postämtern und an einigen Zeitungskiosken erhältlich.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Guadeloupe ist 00590, danach ist die mit "590" beginnende Telefonnummer zu wählen. Von Guadeloupe nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Für Telefonate innerhalb des Archipels Guadeloupe sowie von Frankreich oder Martinique aus wählt man nur die 10-stellige Teilnehmernummer, die mit "0590" beginnt. Es gibt Telefonkarten auf Guadeloupe, die man in Tabakläden, bei der Post, an Tankstellen und in einigen Geschäften bekommt. Viele öffentliche Telefone funktionieren auch mit Kreditkarten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 17, Unfallrettung (SAMU) 15, Feuerwehr 18.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/ 1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Guadeloupe von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .gp

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 25. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 8. Mai (Siegestag), 27. Mai (Tag der Abschaffung der Sklaverei), 2. Juni (Christi Himmelfahrt), 13. Juni (Pfingstmontag), 14. Juli (Erstürmung der Bastille), 21. Juli (Schoelcher-Tag), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 1. November (Allerheiligen), 11. November (Waffenstillstand von 1918), 25. Dezember (Weihnachten).

Die Karnevalszeit beginnt auf Guadeloupe etwa am 6. Januar und dauert bis Aschermittwoch-Abend.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8-12, 14-16 Uhr;

Geschäfte: meist Mo bis Fr 9-13, 14-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr, Einkaufszentren: häufig Mo bis Sa 9-20/22 Uhr.

Kleidung

Das ganze Jahr über ist leichte, atmungsaktive Sommerkleidung ausreichend. Für die manchmal kühleren Abende und für Ausflüge in die Berge sollte man aber auch leichte Wollsachen mitnehmen. Gute Sonnenbrillen sind unerlässlich. Auch sollte Regenbekleidung nicht vergessen werden.

Land und Leute

Geschichte/Politik

Zwar hatte Kolumbus schon 1493 hier angelegt und die Insel zu Ehren eines Heiligtums "Santa Maria de Guadeloupe" getauft, aber die ersten europäischen Kolonisten, meist Franzosen, siedelten sich erst im 17. Jahrhundert an. Immer wieder gab es Streit zwischen Franzosen und Engländern um den Besitz der Insel, aber 1763 wurde entschieden, dass Guadeloupe zu Frankreich gehören sollte. Die Engländer besetzten die Insel noch dreimal: 1794, von 1810 bis 1814 und von 1815 bis 1816. Dann jedoch blieb Guadeloupe in französischem Besitz. Ab 1871 war die Insel im dortigen Parlament vertreten, seit 1946 ist sie ein französisches Übersee-Departement.

Wirtschaft

Auf Guadeloupe gibt es etwa 25.000 Unternehmen - aber fast alle sind klein. Landwirtschaft und das Nahrungsmittel verarbeitende Gewerbe stehen dabei ganz vorn. Zuckerrohr und Bananen waren auf Guadeloupe seit Jahrhunderten die dominierenden Pflanzen, doch mit deren Export geht es abwärts. Man versucht es nun mit der Kultivierung anderer Pflanzen - zum Beispiel mit der Melone, mit der Yamswurzel und dem Maniok.

Inzwischen ist der Fremdenverkehr einer der wichtigsten Sektoren in der Wirtschaft von Guadeloupe. Innerhalb von zehn Jahren stiegen die Einnahmen aus dem Tourismus um 40 Prozent; der Archipel gehört jetzt zu den am stärksten besuchten Zielen der Kleinen Antillen.

Religion

Die Bevölkerung ist mehrheitlich katholisch (ca. 79 Prozent).

Vegetation

Die Pflanzenwelt auf Guadeloupe ist äußerst vielfältig; es gibt rund 300 Baumarten und einige Regenwälder mit tropischen Hölzern. Kokospalme, Königspalme, Riesenbambus, Flammenbaum, Jasminbaum - alles ist vertreten. Hinzu kommen die Blumen wie Hibiskus, Oleander, Bougainvillea, Anthurium, Teerosen und viele andere. Die Mangroven treten in ihrer roten und weißen Hauptart auf. In manchen Küstenzonen wachsen auch wenig bekannte Pflanzen wie der Gift- oder Todesbaum, dessen Stengel, Blätter und Früchte giftigen Latex enthalten.

Tierwelt

Dem Waschbär kann man auf Guadeloupe häufig begegnen. Es gibt aber auch Mangusten, Iguane, Landschildkröten. Originell sind die urzeitlich wirkenden Leguane auf der Nachbarinsel Terre-de-Haut. Außerdem gibt es zahlreiche Vögel, darunter den Schwarzspecht, vier verschiedene Amseln, die schlanke Ringeltaube und auch Perlhühner.

Gebräuche, Kulinarisches

Kulinarische

Kulinarisches

Auf Guadeloupe wird vor allem kreolisch gekocht: mit aromatischen Gemüsesorten, tropischen Früchten und der vielseitigen Palette exotischer Gewürze. Hier findet sich der Einfluss vieler Völker auf der Speisekarte wieder; so wird eine typisch französische Soße mit einem indischen Gewürz verfeinert.

Ein guter Einstieg in die kreolische Küche ist die "assiette créole", der kreolische Vorspeisenteller. Ihn zieren unter anderem "accras" (frittierte Stockfischbällchen) und "boudin créole" (fein gewürzte Blutwurst vom schwarzen Schwein). Daneben gibt es auch die "d´Oeuvres à la francaise": mit Krabben gefüllte Avocados oder Papayas. Frische Meeresfrüchte stehen obenan auf jeder Speisekarte. Langusten und Süßwasserkrebse kommen auf den Grill oder werden in Rum, vielleicht auch in Kokosnuss-Soße zubereitet. Es gibt hier sogar eine "Nouvelle cuisine créole", bei der die Spitzenköche der Inseln im Archipel von Guadeloupe zu Wettbewerben antreten.

Was trinkt man? Karibischen Rum. Ob als Apéritif oder Digestif, im Punsch oder als "Planteur" mit Obstsaft. Der "Rum agricole" wird auf den Inseln hergestellt.

Sitten und Gebräuche

Auf Guadeloupe wird viel gesungen und getanzt. Es sind unter anderem Arbeitslieder der Zuckerrohr-Sklaven, die sich mit karibischen und europäischen Melodien verbunden haben. In Guadeloupe sind in den letzten Jahren berühmte Tanz- und Musikgruppen entstanden, die auch in Europa bekannt wurden. Der Höhepunkt traditioneller Festlichkeiten ist der Karneval "Vaval", der mit kostümierten, melasseverschmierten Gestalten gefeiert wird, die wild gestikulierend durch die Straßen rennen. Es gibt dann Zirkusvorführungen, Schönheits- und Tanzwettbewerbe. Eigentlich aber wird auf Guadeloupe das ganze Jahr über gefeiert: In jedem Dorf gibt es am Namenstag des Patrons ein Fest.

Die Landestracht ist noch lebendig - vor allem an Fest-und Feiertagen. Sie ist eine Anpassung alter französischer Provinztrachten an die Gewohnheiten der Antillen: die schwarzen Sklaven übernahmen die Tracht ihrer Herrinnen und Herren und arbeiteten sie nach eigenem Geschmack um. Die Damen tragen zu einem langen Kleid mit sehr weitem Rock, der auf einer Seite geschlitzt ist, Schultertuch und Haube. Diese kann mehrere Spitzen haben. Eine Spitze bedeutet "mein Herz ist noch frei", zwei Spitzen sagen "mein Herz ist nicht mehr frei", drei Spitzen bedeuten "ich habe eine Unmenge von Liebhabern". Auf der Nachbarinsel Martinique ist die Sprache der Zipfel etwas anders.

Souvenirs

Auf den Inseln des Archipels werden Korbwaren hergestellt, kreolische Puppen, Stickereien und Töpferwaren. Das alles wird auf den Straßen, in Ateliers und in kunterbunten Straßenlädchen angeboten. Typisch für die Inseln sind auch Rum-Produkte.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

2 Liter nicht schäumende Weine;

1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

50 g Parfüm und 0,25 Liter Eau de Toilette;

500 g Kaffee oder 200 g Kaffee-Extrakte oder -Essenzen;

100 g Tee oder 40 g Tee-Extrakte oder -Essenzen;

10 Liter Kraftstoff je Motorfahrzeug im Reservekanister;

andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 175 Euro (für Reisende unter 15 Jahren bis 90 Euro). Zum 1. Dezember 2008 wird der Freibetrag für Flug- und Seereisende auf 430 Euro bzw. für Einreisende auf dem Landweg auf 300 Euro erhöht.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT:

Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke;

Reisenden unter 15 Jahren für Kaffee und Kaffee-Extrakte oder -Essenzen.

Klima und Wetter

Klimainformationen

Guadeloupe besitzt subtropisches Klima. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 22 und 30°C, und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Die heißesten Monate sind die Monate von Juli bis September. Die ständig wehenden Seewinde mildern die Temperaturen jedoch. In den Bergen ist es angenehm und kühler. Die regenreichste Zeit ist der Zeitraum von Juli bis November, wobei es besonders viel in den Hochlagen und an den Küsten, die auf der Windseite liegen, regnet.

Beste Reisezeit

Guadeloupe ist das ganze Jahr über für Reisen geeignet. Hauptsaison ist während der europäischen Wintermonate Dezember bis April.

Gesundheit

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus .

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Guadeloupe ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

POINTE-À-PITRE: Hopital de Pointe-à-Pitre, Rte Chaumel,, Pointe-à-Pitre/Guadeloupe, Tel. 89 10 10, 89 11 20.

Geld und Umtausch

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,78 EUR

Hinweise

Anmerkung: Auf den Inseln Saint-Martin und Saint-Barthélemy werden neben Euro auch US-Dollar akzeptiert.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Ein- und Ausreise ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels (bei Buchung abklären), den meisten Geschäften, internationalen Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - In den meisten größeren Orten vorhanden; Abhebung von Bargeld mit Kreditkarte oder EC-Karte und jeweiliger PIN-Nummer möglich.

Wichtige Adressen

Auskunftstellen

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

zuständig Paris/Frankreich:

Von Deutschland

außerdem in Guadeloupe:

Ärztliche Hilfe

POINTE-À-PITRE: Hopital de Pointe-à-Pitre, Rte Chaumel,, Pointe-à-Pitre/Guadeloupe, Tel. 89 10 10, 89 11 20.

Reisetipps

Sehenswertes

Basse-Terre

Am Südeingang der alten Inselhauptstadt erhebt sich auf einem Felsvorsprung über der Galion-Mündung das Fort Louis Delgrès. Der massive Festungsbau aus dem 17. Jahrhundert wurde anderthalb Jahrhunderte lang mit Brustwehren und Basteien bestückt und zu einer sternförmigen Festung ausgebaut. Hier fanden erbitterte Kämpfe zwischen Engländern und Franzosen statt. Im restaurierten Teil ist ein historisches Museum untergebracht.

Trois-Rivières

In Trois-Rivières an der Südspitze von Basse-Terre befindet sich eines der bedeutendsten und zugleich ältesten Kulturdenkmäler Guadeloupes: Der "Parc Archéologique des Roches Gravées". In dem steinigen Gelände stößt man auf eindrucksvolle Felszeichnungen aus dem 3. und 4. Jahrhundert, die wohl von den Arawaks stammen, den karibischen Ureinwohnern. Ergänzend hat man in der Felslandschaft einen botanischen Garten angelegt, der einen Überblick über die wichtigsten hier gedeihenden tropischen Nutzpflanzen gibt.

La Soufrière

Der Nationalpark von Guadeloupe ist mit 17.300 ha der umfangreichste der Antillen. Er wurde 1989 gegründet, um einen der schönsten Regenwälder dieser karibischen Inselwelt zu schützen. 300 Baumarten haben hier ihre Heimat. Der Wald erstreckt sich rund um den Vulkan La Soufrière, der als einziger auf Guadeloupe noch aktiv ist. Sein Hauptkrater ist von weiteren Bergkegeln umgeben, sein Gipfel meist in Wolken gehüllt. Bis auf 600 m reicht der Regenwald hinauf. Es gibt 300 km markierte Wanderwege.

Petit-Bourg

Eingebettet in die schattigen Täler von Petit-Bourg liegt der Blumenpark der Domaine de Valombreuse. Das ist ein Naturparadies. Hier gedeihen zahllose Blumenarten; 300 Vogelarten leben hier.

Bouillante

Hier wurde in 450 m Höhe ein Tierpark und botanischer Garten mit atemberaubendem Panorama und üppiger Vegetation angelegt. Dieses Naturschutzgebiet ist reich an Baum- und Straucharten, aber auch an Tieren - vor allem an Landschildkröten und Waschbären.

Pointe-à-Pitre

Pointe-à-Pitre ist das industrielle und wirtschaftliche Zentrum Guadeloupes. Mittelpunkt der schönen Stadt ist der Place de la Victoire. Südlich der Stadt liegt der Jachthafen von Bas-du-Fort und daneben steht das Aquarium von Guadeloupe. In riesigen Becken entfaltet sich eine faszinierende Welt. Das Aquarium wurde 1993 renoviert und um viele neue Becken (wie auch Fischarten) erweitert.

Sainte-Rose

Interessantes zum Thema Rum: Im Gut Severin kann man eine authentische Destillerie besuchen, die noch mit einem großen Flügelrad betrieben wird. Die verschiedenen Schritte der Rumherstellung lassen sich hier verfolgen - vom Zerkleinern des Zuckerrohrs bis zum Destillieren. Nahebei, in Bellevue-Sainte-Rose, wurde ein Rum-Museum eröffnet. Man kann drei Jahrhunderte Zuckerrohrgeschichte studieren, aber auch zeitgenössische wie archaische Utensilien der Rumherstellung betrachten, mit denen die unterschiedlichen Anbaumethoden und Entwicklungsphasen dokumentiert werden.

Les Saintes

Das ist eine kleine Inselgruppe vor Guadeloupe - ehedem ein idealer Schlupfwinkel für französische und englische Freibeuter, die im 17. und 18. Jahrhundert die Meere unsicher machten. Der kleine Archipel besteht aus den Inseln Terre-de-Haut und Terre-de-Bas sowie einer Reihe von unbewohnten Felsen. Die Einheimischen auf Terre-de-Haut haben eine eigene Methode des Bootsbaus entwickelt. Im Fischerviertel sieht man die bunten, acht m langen Kähne liegen.

An der Nordküste von Terre-de-Haut befindet sich das Fort Napoléon aus dem 19. Jahrhundert in einer Höhe von 120 m. Es steht unter Denkmalschutz. Der Aufstieg lohnt sich vor allem wegen des Blicks über die Inselwelt.

Marie-Galante

Kolumbus taufte die Nachbarinsel nach einer seiner Karavellen. Hier wächst Zuckerrohr bis zum Horizont. Es gibt da die historische Destillerie Poisson, aber auch andere Brennereien, die man besuchen kann. Der weiße Rum Marie-Galantes ist hochprozentig, sehr fruchtig und gehört zu den besten der Welt.

La Désirade

Die Insel, nur wenige Kilometer von der östlichen Spitze Guadeloupes entfernt, wurde von Kolumbus "die Ersehnte" getauft, weil er vor ihr lange kein Land mehr gesehen hatte. Durch das spezielle Klima - die Trockenzeit ist sehr lang - kann La Désirade nicht als grüne Tropeninsel gelten. Doch ist die Tier- und Pflanzenwelt erstaunlich reich und mannigfaltig. Man sieht blühende Kakteen, seltene Orchideen und grünschimmernde Olivenbäume.

Saint-Barthélemy

Diese Insel gleicht einem botanischen Garten, in dem sich Heerscharen von Rotkehlchen, Goldfinken und Kolibris tummeln. Die Insel liegt allerdings 200 km von Guadeloupe entfernt. Sie gehört mit ihren winzigen Strandbuchten zu den exklusivsten Plätzen in der Karibik - mit zauberhaften Villen und Hotels sowie sehr eleganten Boutiquen. Der größte Teil der Insel-Bevölkerung stammt von Siedlern aus der Normandie, der Bretagne und dem Poitou ab, die sich hier im 17. Jahrhundert.

Saint-Martin

Die drittgrößte Insel des Archipels liegt 260 km von Guadeloupe entfernt. Sie ist eine historische Kuriosität, denn das kleine Stück Land teilen sich zwei Nationen: Frankreich und die Niederlande. Eine richtige Grenze gibt es nicht. Als Symbol der Trennung steht da ein weißer Meilenstein. Die Geschichte: Im Jahre 1638 eroberten die Spanier die Insel und setzten dort ihre französischen und holländischen Gefangenen aus. Diese vertrieben zehn Jahre später die Spanier - und blieben.

Saint-Martin hat 30 Strände und ist ideal für Wassersportler. Die kräftigen Passatwinde im Osten der Insel bieten sehr gute Bedingungen für das Windsurfen.

Reisehinweise

HURRIKAN-SAISON: In den Bundesstaaten im Süden der USA, in Mexiko, Zentralamerika sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Informationen dazu gibt es bei örtlichen Wettervorhersagen oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

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