Reisen in Guatemala

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Länderinformationen Guatemala

Länderinfos

Länderinfos: Informationen und wichtige Fakten für Ihre Reise nach Guatemala von carpe diem Sprachreisen

Unsere Programme in Guatemala:

Einreise und Fakten

Einreise für Deutsche

Visumfrei als Touristen und Geschäftsreisende für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen. Notwendig sind: bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets, ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Republik Guatemala liegt in Mittelamerika. Sie grenzt im Westen und Norden an Mexiko, im Osten an Belize, den Atlantischen Ozean, Honduras und El Salvador sowie im Süden und Südwesten an den Pazifischen Ozean.

Fläche: 108.889 km².

Verwaltungsstruktur: 22 Departamentos.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 12,6 Millionen.

Städte: Ciudad de Guatemala (Guatemala City, Hauptstadt) ca. 1 Million, Mixco 403.700, Villa Nueva 355.900, San Juan Sacatepéquez ca. 152.600, San Pedro Carchá ca. 148.300, Cobán ca. 144.500, Quezaltenango 127.600, Escuintla 119.900, Jalapa ca. 105.800.

Sprache

Die Amtssprache Guatemalas ist Spanisch. Daneben werden aber noch zahlreiche indianische Sprachen gesprochen. Im Geschäftsverkehr spricht man auch Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -7 Stunden.

In Guatemala ist von Anfang April bis Ende September ebenfalls Sommerzeit. Daher beträgt der Zeitunterschied auch während dieses Zeitraums europäische Sommerzeit -7 Stunden. An den Tagen, an denen bei uns bereits/noch die europäische Sommerzeit gilt, in Guatemala aber noch Normalzeit ist, besteht ein Zeitunterschied von -8 Stunden.

Stromspannung

110 Volt Wechselstrom, 60 Hertz

Da in Guatemala amerikanische Blattstecker in Gebrauch sind, sollte man auf jeden Fall einen Adapter mitnehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Guatemala ist 00502, die achtstellige Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Von Guatemala nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110 oder 120, Unfallrettung 125 oder 128, Feuerwehr 122 oder 123, Hilfe für Touristen (ASISTUR) 15 00 oder 24 21 28 10.

Mobilfunk

Netztechnik: 850/1900.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Guatemala von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

GSM 1900-fähig sind Triband- oder Quadband-Handys. Für die Netztechnik GSM 850 wird ein Quadband-Handy benötigt.

Internet

Länderkürzel: .gt

In Guatemala City sowie in anderen größeren bzw. touristischen Städten gibt es Internet-Cafés.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, 1. Mai (Tag der Arbeit), 30. Juni (Tag der Streitkräfte), Mariä Himmelfahrt (nur in der Hauptstadt), 15. September (Unabhängigkeitstag), 20. Oktober (Jahrestag der Revolution von 1944), 1. November (Allerheiligen), 25. Dezember (Weihnachten), 31. Dezember (Silvester, nachmittags), außerdem haben Ämter am 24. Dezember (Heiligabend) nachmittags geschlossen. Banken und Ämter sind am 12. Oktober geschlossen.

Die Hauptferienzeit in Guatemala ist November und Dezember. Beliebte Urlaubszeit ist außerdem die Osterwoche.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-16/18 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa durchgehend 9-20 Uhr, Einkaufszentren/Supermärkte meist auch sonntags; in größeren Städten gibt es einige, die 24 Stunden täglich geöffnet sind;

Behörden: Mo bis Fr 8-16 Uhr.

Kleidung

In der warmen Zone sollte man besonders leichte Sommerkleidung mitnehmen, die atmungsaktiv und gut waschbar sein sollte. Im übrigen Teil Guatemalas ist die in Europa übliche Sommerkleidung ausreichend. Für Abende, an denen es häufig abkühlt, sollte man immer auch leichte Wollkleidung oder eine Herbstjacke einpacken. Für die Regenzeit sollte man auf jeden Fall Regenbekleidung dabeihaben.

Für die kühle Zone braucht man das ganze Jahr hindurch auch einige wärmere Kleidungsstücke, für die Abende eventuell einen leichten Mantel. Auf die Einhaltung einer gewissen Förmlichkeit bei der Wahl der Kleidung wird vor allem im Geschäftsleben, in den Abendstunden und in den Großstädten geachtet.

Land und Leute

Geschichte/Politik

In Guatemala lebten die Maya, ein Indianerstamm, der eine Hochkultur entwickeln konnte. Die Maya hatten außerordentliche Kenntnisse in der Astronomie, der Medizin sowie in der Berechnung des Städtebaus. Sie hatten Künstler und Architekten und eine sehr fortschrittliche politische Organisation. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begann die Eroberung Guatemalas, die Ende des 17. Jahrhunderts abgeschlossen war. Nach einer Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1822 schloss sich das Land zunächst Mexiko an, um dann 1847 offiziell zu einer Republik erklärt zu werden.

Wirtschaft

Der Kaffee bildet die Haupteinnahmequelle des Landes. Daneben waren es in der Vergangenheit vor allem die Bananenplantagen großer US-Konzerne, die zum Wohlstand des Landes beitrugen. Der Anbau von Kakao, Mais und Zuckerrohr sowie die Viehzucht sind weitere Gebiete, die auf dem landwirtschaftlichen Sektor betrieben werden. Die zweite Einnahmequelle des Landes ist der Tourismus. Im Industriebereich sind vor allem die Textilindustrie und die Keramikindustrie nennenswert.

Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung ist katholisch, was sich besonders ausgeprägt in den Osterprozessionen beobachten lässt. Bei den Indígenas herrschen noch präkolumbianische Rituale vor, die oftmals auch bizarr gemischt mit katholischem Glauben gelebt werden.

Vegetation

In Guatemala gibt es viele subtropische Wälder und fast 450 Arten von Bäumen. Kletterpflanzen und Mangrovenbäume, Avokado-Pflanzen und Kokosnusspalme sind nur Beispiele der vielfältigen Natur. Im Nationalpark "Biotopo del Quetzal" in Alta Verapaz befinden sich mehr als 50 verschiedene Orchideen und Bromelien.

Tierwelt

Im Urwald von El Petén leben Brüllaffen und Guacamayas (eine Papagaienart). Der Jaguar ist der Herr des Urwaldes, den man aber als Tourist eigentlich nicht zu Gesicht bekommt. Der Nationalvogel Guatemalas ist der Quetzal (nach ihm ist auch die Landeswährung benannt). Ein etwa handgroßer Vogel mit leuchtend grünem Gefieder und einem auffälligen langen Schwanz. Zu beobachten sind die Quetzals im Morgengrauen in den Nationalparks von Alta Verapaz, Jutiapa, Quiché und Huehuetenango. Auch Tukane sind in Guatemala zu beobachten und Flamingos an den Küsten. Im Nationalpark Cerro Cahui im Petén sind mehr als 50 Schmetterlingsarten zuhause. Im Winterhalbjahr kommen hier viele Wandervögel an.

Gebräuche, Kulinarisches

Sitten und Gebräuche

In der Musik Guatemalas ist die Marimba das dominierende Element. Die Marimba ist ein xylophonartiges Instrument, das als Klangkörper große Kübisse verwendet.

Die Bevölkerung Guatemalas besteht überwiegend aus Indígenas, die am gesellschaftlichen Leben kaum teilhaben und zur ärmeren Schicht im Land gehören. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind Ladinos, Mischlinge, die die klassische Mittelschicht repräsentieren. Die ungefähr 5 Prozent Weißen sind fast ausschließlich in der gesellschaftlichen Oberschicht zu finden und leben weitestgehend isoliert.

Souvenirs

Die klassischen Reiseandenken aus Guatemala sind Stoffe, Teppiche und Keramik. Teppiche sind von den Indios handgearbeitet. Es gibt eine große Auswahl auf den Märkten in Panajachel oder auch direkt in den Bergdörfern. Die größte Auswahl findet man auf dem inzwischen recht touristischen Markt von Chichicastenango. Keramiken, Holzschnitzereien, Silber- und Jadeschmuck und typische Masken sind sehr ansprechende handwerkliche Arbeiten. Natürlich kann man alle Waren auch auf dem mercado central in der Hauptstadt erwerben.

Duty Free

Reisegut

Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt sind, wie Kleidung, Wäsche, Schuhe, Toilettenartikel, persönlicher Schmuck usw. können zollfrei mitgeführt werden.

Dazu zählen auch:

1 Fotoapparat mit Filmen,

1 Filmkamera mit Filmen oder 1 Videokamera mit Leerkassetten,

1 Laptop oder Reiseschreibmaschine,

1 Fernglas,

Sportgeräte usw.

Zollfrei sind ferner für Reisende über 18 Jahre:

100 Zigaretten oder 100 g Tabak;

1 Liter Spirituosen;

Parfüm in angemessener Menge.

Alle mitgeführten Produkte tierischer Herkunft (z.B. Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Rohwolle) müssen am Flughafen deklariert werden (zuständige Behörde: Servicio Nacional de Cuarentena Animal).

Klima und Wetter

Klimainformationen

Guatemala weist drei Klimazonen auf: die warme Zone (tierra caliente, bis 600 m), die gemäßigte Zone (tierra templada, 600 bis 1500 m) und die kühle Zone (tierra fria, über 1500 m).

Das tropische Klima in der tierra caliente (Hafenstädte und die Region Petén im Norden) ist ziemlich anstrengend, während das Klima in der gemäßigten und der kühlen Zone (u.a. Gebiet der Hauptstadt Guatemala City) im Allgemeinen gut vertragen wird. In der gemäßigten Zone herrschen das ganze Jahr über gleichmäßige Temperaturen. In der kühlen Zone (über 1.500 m) nachts starke Abkühlung.

Im Allgemeinen hat Guatemala eine Regenzeit von Mai bis Oktober, in der es meist an den Nachmittagen regnet. In steilem Gelände muss zu dieser Zeit mit Erdrutschen gerechnet werden. Die Trockenzeit reicht von November bis Mai. In der Trockenzeit fällt kaum Regen. Eine Ausnahme stellt hierbei die Landschaft Petén dar.

In Guatemala City liegt die jährlich gemessene durchschnittliche Temperatur am Mittag bei 25°C. Nachts werden im Durchschnitt etwa 14/15°C gemessen. Die Luftfeuchtigkeit am Morgen beträgt zwischen 81 und 91 Prozent und am Nachmittag etwa 65 Prozent. Während der Monate Mai, Juni und August, September kann das Klima zeitweise schwül sein.

Beste Reisezeit

Am besten besucht man Guatemala in der Trockenzeit von November bis Mai.

Gesundheit

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa. Gelbfieber bei Einreise aus .

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine . Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

Verbreitung

Ein ganzjähriges Malariarisiko besteht vorwiegend in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 m. Erhöhtes Risiko in den Departamentos Alta Verapaz, Baja Verapaz, Escuintla, Huehuetenango, Izbal, Petén, Quiche und Retalhuleu.

In der Hauptstadt Guatemala City sowie im zentralen Hochland oberhalb 1.500 m besteht kein Übertragungsrisiko.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

GUATEMALA CITY: Dr. Rodolfo Robles (spricht Englisch), 6a Avenida 8-71, Zona 10,, Ciudad de Guatemala, Tel. 23 32 07 71.

Geld und Umtausch

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Quetzal ( Q)

1 Quetzal = 100 Centavos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 6,96 Q

1 US-$ = ca. 5,46 Q

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt, US-$ in Noten und Reiseschecks empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ab einem Wert von 10.000 US-$

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: nur US-$ und US-$-Reiseschecks. Immer nur so viel Geld umtauschen, wie vorübergehend gebraucht wird. Wechselbelege für den Rückumtausch aufbewahren.

Internationale Kreditkarten: Ja - gängige Kreditkarten werden von größeren Hotels akzeptiert (bei Buchung abklären). In ländlichen Gebieten ist meist nur Barzahlung möglich.

Geldautomat: Ja - jedoch nur in größeren Orten vorhanden.

Reiseschecks: Ja - Reiseschecks in US-$ werden in großen Banken akzeptiert.

Rücktausch: Q-Banknoten (bis max. 100 US-$) vor der Ausreise aus Guatemala in harte Währung rückumtauschen oder ausgeben (Wechsel kann außerhalb von Guatemala problematisch sein).

Wichtige Adressen

Auskunftstellen

Botschaften und Konsulate

Ärztliche Hilfe

GUATEMALA CITY: Dr. Rodolfo Robles (spricht Englisch), 6a Avenida 8-71, Zona 10,, Ciudad de Guatemala, Tel. 23 32 07 71.

Reisetipps

Sehenswertes

Guatemala City

Das Hochland um die Hauptstadt Guatemala City (Ciudad de Guatemala) ist dicht besiedelt. Auf 1.500 Meter Höhe entstand hier Ende des 18. Jahrhunderts die neue Hauptstadt. Das Hochplateau ist umgeben von Vulkanen, darunter der Pacaya. Zu den sehenswerten Gebäuden in der Innenstadt zählen die Kathedrale und der Palacio Nacional.

Antigua

Die ehemalige Hauptstadt Guatemalas wurde 1542 gegründet. Im 18. Jahrhundert erlebte Antigua ihre Blütezeit, bevor die Stadt 1773 durch ein schweres Erdbeben zerstört wurde. Nach dem Beben wurde die Hauptstadt in die nur eine Autostunde entfernte Guatemala City verlegt. Heute leben in Antigua ca. 30.000 Menschen. Durch die Kolonialbauten gilt Antigua als eine der schönsten Städte des Landes, die ein fast geschlossenes Bild kolonialer Stadtarchitektur bietet. Mittelpunkt der Stadt ist die Plaza Mayor. Viele der Spanischkurse, die in Guatemala besucht werden können, finden in Antigua statt. Die Atmosphäre der Stadt begeistert die Sprach-Touristen, die häufig in Familien untergebracht sind.

Tikal

Guatemala ist mit seinen über 3.000 archäologischen Stätten das wichtigste Zentrum der Maya-Forschung. Besonders beeindruckend sind die den Urwald überragenden Pyramiden von Tikal im Norden des Landes. Die Fahrt auf den Straßen kann von Guatemala City aus bis zu zwölf Stunden dauern. Empfehlenswert ist es deshalb auf jeden Fall, die Reise mit dem Flugzeug zu machen, denn dann ist man nur 30 Minuten unterwegs. Vom Flughafen aus ist der Naturpark in etwa 45 Minuten zu erreichen. Inzwischen gibt es sogar Unterkünfte direkt am Rande von Tikal. Tikal ist zwischen 200 v.Chr. und 869 n.Chr. erbaut worden. Der Tempel der zweiköpfigen Schlange ist mit seinen 70 Metern das höchste Bauwerk der Maya. Nur die Tempel auf dem sogenannten Hauptplatz von Tikal sind vollständig ausgegraben. Viele andere der Pyramiden sind noch vom Urwald überwuchert. Dies wird wegen des Geldmangels bei den Archäologenteams auch noch lange so bleiben, macht aber auch den besonderen Reiz Tikals aus. Ein Besteigen der hohen Pyramiden ist nicht ungefährlich, doch für schwindelfreie Menschen ist der Blick über den Urwald, mit den die Bäume überragenden Pyramidenspitzen ein unvergleichliches Erlebnis. Wer mehr als nur einen Tagesausflug einplanen kann, dem werden die Stimmung im Morgengrauen oder die Affenschreie am Abend im fast menschenleeren Park ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Tikal wurde von der Unesco zum Kultur- und Naturerbe der Menschheit ernannt.

Quiriguá

In Quiriguá, das von der Unesco geschützt ist, stehen massive Tierkörper und große Monolithen. Quiriguá wurde ca. 500 n. Chr. gegründet und wird meist bei einer Fahrt von der Hauptstadt in Richtung Karibikküste besichtigt. Bedeutende Stelen sind hier erhalten, auf denen in regelmäßigen Abständen wichtige Zeitereignisse dokumentiert wurden.

Chichicastenango

Der Bergort Chichicastenango liegt auf 2.030 Meter Höhe. Dieser Ort ist vor allem durch seinen Markt bekannt, der Händler aus der ganzen Umgebung anlockt. Jeden Donnerstag und Sonntag werden hier Teppiche, Stoffe, Holzschnitzereien und andere Waren von farbenprächtig gekleideten Indígenas verkauft. Die Kirche Santo Tomás ist Mittelpunkt der Stadt. Auf den Treppen der Kirche und zum Teil auch im Inneren feiern Quiché-Indianer ihre Rituale mit Kerzen und Räucherstäbchen, so dass dieser Ort ein interessantes Religionengemisch präsentiert.

Karibikküste

Vom Hochland Guatemalas mit seinen Vulkanketten aus mutet der Ausflug an die Karibische Küste an wie eine Fahrt in eine andere Welt. Der Besucher fährt vorbei an dem gepflegten Izabal-See, an dem Wassersportarten ausgeübt werden können, weiter bis nach Puerto Barrios. Von der Hauptstadt aus ist es in rund vier Stunden zu erreichen. Von dieser Hafenstadt aus kann der Besucher mit dem Boot weiter nach Lívingston fahren, einer durch und durch karibischen Stadt. In Lívingston leben die meisten der schwarzen Einwohner Guatemalas, die Garífuna. Karibisches Lebensgefühl, karibische Klänge und Tänze durch die ganze Nacht vermitteln ein Erlebnis der besonderen Art.

Vulkane

Schon der Anflug auf Guatemala City verspricht grandiose Aussichten auf die Vulkane des Landes. Alle Vulkane können bestiegen werden. Der Aufstieg ist jedoch auch bei den kleineren Bergen mit großen Anstrengungen verbunden. Der aktive Vulkan Pacaya ist 2.252 Meter hoch und wird gerade wegen seiner Aktivität gerne bestiegen. Der Ausflug sollte nur mit kundigem Führer unternommen werden, der auch die vulkanische Tätigkeit einzuschätzen weiß. Die höchsten Vulkane sind der Tajumulco mit 4.220 Meter und der Tacaná mit 4.092 Metern. Beide findet man in der Region San Marcos.

Lago Atitlán

Der Atitlán-See bietet ein einmaliges Panorama mit den ihn umgebenden Vulkanen. Auch diese, besonders der Atitlán mit seinen 3.860 Metern, können erklettert werden. Der Aufstieg erfordert einen ganzen Tag und ist unerfahrenen Bergwanderern nicht zu empfehlen. Doch allein der Anblick vom See-Niveau (1.562 m über dem Meer) aus ist fantastisch. Der Lago Atitlán ist auch touristisch gut erschlossen, der Ort Panajachel bietet mit ständigen Märkten und Straßencafes die richtige Urlaubsstimmung. Gerade hier am Lago Atitlán kleiden sich besonders die Frauen noch traditionell und farbenprächtig. Wer eine Bootsfahrt über den See unternimmt, wird deshalb immer wieder in jedem Dorf von der Einzigartigkeit der Gewänder überrascht. In Santiago Atitlán tragen die Frauen ein rotes gewickeltes Band um den Kopf, und in den Geschäften werden Holzschnitzereien und Gemälde angeboten.

Reisehinweise

Aktuelle Hinweise: Aufgrund einer großen Offensive der Sicherheitskräfte gegen kriminelle Gruppierungen wurde im Department Petén der Ausnahmezustand ausgerufen. Reisenden, die sich dort aufhalten, wird geraten, sich über die Medien auf dem Laufenden zu halten und den Weisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.

Starke Niederschläge in ganz Guatemala haben zu teilweise zerstörten Straßen geführt. Lawinen mit Schlamm beeinträchtigen zusätzlich die Verkehrssituation. Dies stellt somit ein hohes Risiko für Reisende dar, die mit dem Auto unterwegs sind.

Die Kriminalitätsrate in Guatemala ist sehr hoch. Reisende gehen in vielen Landesteilen erhebliche Sicherheitsrisiken ein, besonders in der Hauptstadt Guatemala City. Auch wird zunehmend von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen berichtet, die auch zivile Opfer fordern.

In der Hauptstadt wurden wiederholt Anschläge auf öffentliche Busse verübt; diese sollten daher unter keinen Umständen benutzt werden.

Zudem sollte man nicht nach Einbruch der Dunkelheit und nicht allein reisen, abgelegene Routen vermeiden und besondere Vorsicht beim Besuch von Banken/Bankautomaten und Supermärkten walten lassen, da diese in letzter Zeit oft Schauplatz von Überfällen wurden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

FOTOGRAFIEREN: Beim Fotografieren von Menschen sollte immer zuerst um Erlaubnis gebeten werden, besonders in ländlichen Gebieten.

Wichtige Dokumente wie Pässe und Flugtickets sollten kopiert und an einem sicheren Ort hinterlegt werden. Nur die Kopien sollten dann mitgeführt werden.

Drogendelikte werden in Guatemala sehr hart bestraft. Man sollte niemals unbekannte Gegenstände für Dritte transportieren.

Hurrikan-Saison: In den Bundesstaaten im Süden der USA, in Mexiko, Zentralamerika sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Informationen dazu gibt es bei örtlichen Wettervorhersagen oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.

Bitte unbedingt Abschnitt "Reisehinweise" beachten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

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