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Länderinformationen Russland
Länderinfos
Länderinfos: Informationen und wichtige Fakten für Ihre Reise nach Russland von carpe diem Sprachreisen
Unsere Programme in Russland:
- Sprachreisen nach Russland für Erwachsene
- Sprachtraining in Russland für Firmenkunden
Einreise und Fakten
Einreise für Deutsche
Visum ist notwendig. Dazu ist bei Touristenreisen der 3 Monate, bei Geschäftsreisen der 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass, eine detaillierte Bestätigung des Reiseveranstalters oder des Hotels sowie der Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung (Liste mit akzeptierten Versicherungsunternehmen bei der Botschaft erhältlich) erforderlich.
Für die Visumbeantragung ist außerdem ein Nachweis für die Rückkehrwilligkeit im Original notwendig: bei Geschäftsreisenden Bestätigung des entsendenden deutschen Unternehmens über das Beschäftigungsverhältnis mit Angaben wie Monatsgehalt des Reisenden etc.; bei Touristen- und Besuchsreisen z.B. Kontoauszug oder Arbeitsbescheinigung des Arbeitgebers.
Antragsdauer: 7-30 Tage. Wegen Einzelheiten bitte Kontakt mit dem zuständigen Konsulat bzw. der Botschaft aufnehmen.
Landesdaten
Lage
Die Russische Föderation ist der eigentliche Kernstaat der GUS. Sie liegt im östlichen Teil Europas und im west- und nördlichen Teil Asiens. Die Russische Föderation wird im Norden und Nordosten begrenzt durch die Barentssee und das Nordpolarmeer, im Osten durch die Bering-Straße und das Ochotskische Meer. Im Südosten und Süden hat die Russische Föderation Grenzen mit der Volksrepublik China, Korea-Nord, der Mongolei, Kasachstan, Georgien und stößt weiterhin an das Kaspische Meer und das Schwarze Meer.
Im Westen grenzt die Russische Föderation an die Ukraine, Belarus/Weißrussland, Lettland, Estland, Finnland und Norwegen.
Die Russische Exklave Kaliningrad/Königsberg wird im Norden und Osten umschlossen von Litauen, im Süden von Polen und im Westen von der Ostsee.
Fläche: 17.075.400 km² (inklusive Kaliningrad).
Verwaltungsstruktur: 21 Republiken (Adygeya, Altay, Bashkortostan, Buryatiya, Chechnya, Chuvashiya, Dagestan, Ingushetiya, Kabardino-Balkariya, Kalmykiya, Karachaevo-Cherkesiya, Kareliya, Khakasiya, Komi, Mariy El, Mordoviya, Sakha, Severnaya Osetiya-Alaniya, Tatarstan, Tyva, Udmurtiya), 9 Verwaltungsgebiete ("kray"), 46 Verwaltungsregionen ("oblast"), 2 autonome Städte (Moskau, St. Petersburg), 1 autonome Region und 4 autonome Bezirke.
Einwohner
Bevölkerung: ca. 143 Millionen Einwohner.
Städte: Moskau (Hauptstadt) ca. 10,4 Millionen, St. Petersburg ca. 4,6 Millionen, Nowosibirsk ca. 1,4 Millionen,
Nishni Nowgorod ca. 1,3 Millionen, Jekatarinburg ca. 1,3 Millionen, Samara ca. 1,2 Millionen, Tscheljabinsk ca. 1,1 Millionen, Omsk ca. 1,1 Millionen , Kasan ca. 1,1 Millionen, Rostow am Don ca. 1,06 Millionen, Perm ca. 1 Million, Ufa ca. 1 Million,
Zarizyn ca. 999.000, Krasnojarsk ca. 909.300, Saratow ca. 873.000, Wladiwostock ca. 594.700.
Sprache
Die Amtssprache der Russischen Föderation ist Russisch. Daneben existieren die eigenen Sprachen der russischen Republiken sowie mehr als 80 Minderheitensprachen.
Zeitverschiebung
Die Russische Föderation liegt in 9 Zeitzonen. Die Spanne der Zeitunterschiede reicht von Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) +2 Stunden im Westen (Moskau, St. Petersburg) bis MEZ +11 Stunden im Osten (Magadan). Da auch in der Russischen Föderation die Sommerzeit gilt, bleiben die Zeitunterschiede erhalten. Diese Regelung der Zeitumstellung gilt noch bis Ende Oktober 2011.
Danach wird in der Russischen Föderation nicht mehr auf Winterzeit umgestellt, d.h. der Zeitunterschied von Ende Oktober bis Ende März wird dann immer - je nach Zeitzone - jeweils eine Stunde mehr als bislang betragen (z.B. +3 Stunden in Moskau bzw. +12 Stunden im Magadan), zur Zeit der Europäischen Sommerzeit +2 Stunden in Moskau bzw. +11 Stunden in Magadan.
Stromspannung
In Moskau und in anderen Städten beträgt die Netzspannung in der Regel 220 Volt, 50 Hz.
Telefon/Post
Post
Luftpost benötigt von Moskau und St. Petersburg ca. 10 Tage und mehr, von anderen russischen Städten länger. Wenn man sicher gehen möchte, dass Post auf jeden Fall ankommt, sollte man sie per Einschreiben versenden.
Telefon
Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Russische Föderation ist 007. Die Vorwahlen von der Russischen Föderation nach Deutschland sind 8 (Freizeichen abwarten), dann wählt man 1049 und danach die deutsche Ortsvorwahl ohne Null. Analog dazu wählt man nach Österreich nach der 8 (Freizeichen abwarten) 1043 und in die Schweiz 1041. Neben den privaten Telefonanbietern, die auch Kartentelefone anbieten, gibt es staatliche Telefonbüros (meist in der Nähe des Postamtes) sowie Satellitentelefonbüros, die zuverlässigere Verbindungen bieten, aber auch teurer sind. Das Telefonieren vom Hotel aus ist kompliziert und außerdem sehr kostspielig.
NOTRUFNUMMERN: Feuerwehr 01, Polizei 02, Unfallrettung 03; Polizeinotruf in Petersburg 164 97 87.
Mobilfunk
Netztechnik: GSM 900/1800.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Russischen Föderation von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.
Internet
Länderkürzel: .ru
Internetanschlüsse stehen in den Hotels und Internetcafés größerer Städte zur Verfügung.
Feiertage
1. bis 5. Januar (Neujahrstage), 6. bis 10. Januar (Feiertage nach Neujahr), 23. Februar (Tag der Vaterlandsverteidiger), 8. März (Internationaler Frauentag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 9. Mai (Tag des Sieges), 12. Juni (Nationalfeiertag; Tag der Deklaration über die Staatssouveränität), 4. November (Tag der nationalen Einheit).
Orthodoxer Feiertag: 7. Januar (Weihnachten).
Zusätzlich gibt es regionale Feiertage.
Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, ist der darauffolgende Werktag arbeitsfrei.
Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juni bis Ende August. Weitere typische Ferienzeiten sind die ersten zwei Januar- und die ersten zwei Maiwochen. Aber auch die Tage vor und nach offiziellen Feiertagen werden gern für Kurzurlaube benutzt.
Öffnungszeiten
Banken: Mo bis Do ca. 9.30-17 Uhr, Fr ca. 9.30-16 Uhr (oft ohne Mittagspause);
Post: Mo bis Fr 8-20/21 Uhr, Sa, So und an Feiertagen kürzere Öffnungszeiten, in Großstädten oft rund um die Uhr geöffnet;
Geschäfte: Lebensmittelläden in der Regel die ganze Woche von 9-22/23 Uhr, oft ohne Mittagspause. In Großstädten gibt es auch Supermärkte bzw. kleinere Geschäfte (Kioske), die rund um die Uhr geöffnet haben. Kaufhäuser und Shopping Malls oftmals Mo bis So 10/11-20/21/22 Uhr;
Büros: Mo bis Fr 9/10-17/18 Uhr, üblicherweise mit einer Stunde Mittagspause ab 13 Uhr;
Behörden: Mo bis Fr 8/9-17 Uhr, in der Regel mit einer Stunde Mittagspause, oft ab 13 Uhr.
Kleidung
Im Sommer (Juni bis August) sollte man normale Sommerkleidung dabeihaben. Im Frühjahr und Herbst sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Außerdem braucht man unbedingt eine Regenjacke oder einen anderen Regenschutz. Im Winter sollte man warme Wollsachen, warme Wintermäntel und gefüttertes, wasserunempfindliches Schuhwerk mitnehmen. Eine warme Kopfbedeckung ist unbedingt notwendig. Dies gilt allerdings nicht für die subtropischen Gebiete am Schwarzen Meer.
Land und Leute
Geschichte/Politik
Im sechsten nachchristlichen Jahrhundert kamen Ostslawen in die russische Tiefebene. Um die Jahrtausendwende übernahm man aus Byzanz die christliche Lehre. Im elften Jahrhundert zeigte Kiew (in der benachbarten Ukraine) alle Möglichkeiten fürstlicher Machtentfaltung. Diese feudale Pracht verschwand, als im 13. Jahrhundert die Mongolen ins Land kamen und bis ins 15. Jahrhundert Tribut forderten. Die Stämme im Südwesten Russlands stellten sich daraufhin unter fremden Schutz. So bildeten sich zwei neue Völker heraus: das weißrussische (Belarus) und das ukrainische.
Im Nordosten hingegen formierte sich aus vielen einzelnen Stämmen das Großrussentum. Es hatte seine Zentrale lange Zeit im Osten des Reiches, in Nowgorod. Erst im 14. Jahrhundert übernahm Moskau diese Rolle. Im 15. Jahrhundert befreiten sich die Russen von den Tataren. Im 16. Jahrhundert baute Zar Ivan der Schreckliche als Alleinherrscher die russische Macht aus, eroberte Kasan und Astrachan sowie große Teile von Sibirien. Im 17. Jahrhundert gewannen die Russen auch im Westen Land. Peter der Große versuchte zu Beginn des 18. Jahrhunderts, Russland in Richtung Westen zu orientieren. Neue Hauptstadt wurde St. Petersburg.
Russland wurde nun eine Großmacht und spielte in der europäischen Politik ebenso mit wie im außenpolitischen chinesischen Machtgefüge. 1917 setzte die Februar-Revolution dem Zarenreich ein Ende. 1922 wurde die UdSSR gegründet und 1934 in den Völkerbund aufgenommen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die UdSSR den inzwischen geschaffenen großen Ostblock zu halten. 1991 begann die Auflösung der UdSSR. Als dann die "Gemeinschaft der Unabhängigen Staaten" (GUS) gegründet wurde, übernahm die Russische Föderation dort von Anfang an die Führung.
Wirtschaft
Die Wirtschaft ist noch im Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft. Problematisch ist, dass die ehedem amtlich verordneten Abnahmequoten innerhalb der ehemaligen UdSSR nicht mehr existieren, viele Produkte aber auch im Ausland keine Nachfrage finden.
Russland hat viele Bodenschätze - von der Steinkohle über das Eisenerz zu Stahlveredlern (beispielsweise Vanadium); man findet sie sowohl im Ural als auch in Westsibirien. Erdöl und Erdgas gibt es im Wolgagebiet, im Ural, in Nordkaukasien und in Westsibirien. Russland steht auf dem dritten Platz in der weltweiten Konkurrenz der erdölfördernden Länder. Auch Gold und Diamanten werden gewonnen. Entsprechend der Bodenschätze haben die Eisen- und die Stahlindustrie sowie der Maschinenbau große Bedeutung, daneben auch die chemische und petrochemische Industrie.
Nur etwa 13 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt; dort wird vor allem Getreide angebaut, aber auch Zuckerrüben und Gemüse gedeihen. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im europäischen Russland. Dort züchtet man auch Rinder und Schweine. Beim Holz gehört Russland zu den größten Produzenten der Erde, 45 Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Probleme der Landwirtschaft sind mangelnde Produktivität, zu wenig Produktionsmittel, Schwierigkeiten bei Transport und Lagerung.
Der Tourismus konzentriert sich auf die Städte Moskau und St. Petersburg, auf die Schwarzmeerküste und den westlichen Kaukasus.
Religion
72 Millionen orthodoxe Christen, 13 Millionen Muslime (hauptsächlich im Gebiet von Ural und Wolga), 1 Million Katholiken, 1 Million Buddhisten (Südsibirien), 0,5 Millionen Juden sowie Protestanten und weitere Minderheiten.
Vegetation
Im russischen Norden erstreckt sich weithin die Tundra. Auf Frostböden wachsen Moose, Flechten und Kräuter, in den südlicheren Teilen der Tundra auch niedrige Gehölze wie Zwergbirken und Zwergweiden.
Weiter südlich erstreckt sich die Waldtundra mit Birken, Lärchen und Kiefern; diese geht in die Taiga über, die das weltweit größte Waldgebiet darstellt. Hier wachsen Fichten, Tannen und Lärchen, Arven und Kiefern. Weiter in Richtung Süden trifft man im europäischen Teil Russlands auf die Taiga, einen Mischwald mit Birken und Eichen, Buchen und Linden, Ahorn und Fichten. Östlich des Ural stehen meist Birken.
Südlich der Taiga liegt ein breiter Steppengürtel, der zuerst Baumsteppe, dann Grassteppe ist. Die Grassteppe besitzt äußerst fruchtbare Böden. Sie gehören zu den wertvollsten in Russland. Deshalb ist ein großer Teil der Steppe in Äcker umgewandelt worden.
Tierwelt
Im Norden Russlands, an der Küste, ziehen sich polare Regionen hin. Dort sind Walrosse und Robben, Eisbären und viele Seevögel zu Hause. Südlich davon, in der Tundra, trifft man auf Polarfüchse und Schneehasen, Murmeltiere und Lemminge sowie auf Schneehühner. Während des Sommers kommen von Süden auch Rentiere und Wölfe in diese Gegend sowie sehr viele Vögel. Weiter südlich, in der Taiga, sind während der übrigen Jahreszeit Elche und Wölfe zu Hause. Außerdem findet man dort Luchse, Silber- und Blaufüchse, Fischotter und Zobel sowie die zahlreichen Vertreter der mitteleuropäischen Tierwelt; Hasen, Rot- und Schwarzwild, Eichhörnchen, aber auch Biber. In der Gegend vom Amur lebt noch der sehr selten gewordene Sibirische Tiger.
Weiter südlich, wo es in die Steppen geht, hat die Tierwelt durch die bäuerliche Landnutzung sehr abgenommen. Immerhin leben hier noch Lemminge und Murmeltiere, Wiesel und Hamster, vereinzelt auch Wölfe, Steppenfüchse sowie der Steppen- und der Tigeriltis, der Dachs und der Nerz. Die Seiga-Antilope, die fast ausgerottet war, ist inzwischen streng geschützt.
Gebräuche, Kulinarisches
Kulinarische
Kulinarisches
In Russland wird traditionell sehr fett und süß gegessen. Auf den richtigen Vitamingehalt, Ausgewogenheit und Kalorienmenge wird kaum geachtet. Obst und Gemüse stehen nicht im Vordergrund, dafür gehören Kohl und Kartoffeln fast immer zum Mittagessen. Sehr beliebt sind in Russland selbst gesammelte Pilze und Beeren.
Zum Frühstück isst man oft Kascha (Haferbrei), Reis mit Milch und Zucker, Eier, Blinis (gerollte Buchweizenpfannkuchen) oder auch heiße Würstchen und Kartoffeln mit Fleischsauce. Zum Trinken gibt es Trinksahne, Kefir, Kaffee oder Tee.
Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit der Russen und wird zwischen 14 Uhr und 15 Uhr gegessen. Es besteht häufig aus zwei Gerichten. Das erste ist Suppe, oft Tomaten-, Kohl- oder Rote-Bete-Suppe, das zweite Gericht bilden Fleisch, Kartoffeln und Salat.
Als beliebte russische Speisen gelten auch Pelmeni (Teigtaschen, gefüllt mit drei Sorten Fleisch oder mit Lachs), Piroschki (Hefekuchen, gefüllt mit Kohl, Fleisch, Pilzen oder Fisch) und Okroschka (eine auf Kwas basierende Kaltsuppe mit Gurken, gekochten Eiern und Zwiebeln). Befstroganow (geschnetzeltes Rindfleisch mit Champignons und Zwiebeln), Schaschlik und Fischgerichte, wie Stör, Lachs oder Zander, gelten als typische Hauptgerichte.
Zum Nachtisch sind vor allem Eis und süße Gebäckstückchen empfehlenswert.
Die in Moskau servierten Weine stammen meist aus Georgien, wie der Mukusani, ein voller Rotwein, oder der Zinandali, ein trockener Weißwein. Beim Bier sollte man sich besser an die Importware halten. Tee aus dem Samovar ist die empfehlenswerte Alternative zum unüblichen Kaffee, der am ehesten in den internationalen Hotels so schmeckt, wie ein Kaffeetrinker es erwartet. Nationalgetränk ist der Wodka, der bei so ziemlich jeder Gelegenheit getrunken wird. Das "Wässerchen" mit 40 bis 45 Prozent Alkohol ist das Lebenselixier der Russen. Russen trinken Wodka pur ohne Eis und immer mit einem Trinkspruch "Hinuntergestürzt". Der erste Wodka wird vor dem Beginn der Mahlzeit getrunken.
Kwas, russisches Brotbier, ist seit 1056 bekannt und neben Wodka ebenfalls ein Nationalgetränk in Russland. Es wird in allen russischen Städten für ein paar Kopeken aus großen gelben Fässern abgezapft, es wird aber auch in Flaschen angeboten. Geschmacksvarianten sind Apfel-, Kirsch-, Honig- oder auch Bojaren-Kwas.
Sitten und Gebräuche
In Russland leben über hundert Völker beisammen, die sich - neben der russischen Amtssprache - in einer Vielzahl von Idiomen verständigen.
In Städten oder größeren Orten gilt allgemein: Man ist von alters her ziemlich konservativ, bei der Kleidung, und besonders im gegenseitigen Umgang (sofern noch nicht viel Wodka getrunken wurde). Titel hört man gern, Höflichkeit wird sehr geschätzt.
Besondere Rituale gelten beim Wodka-Trinken in Gesellschaft. Da muss, um unmittelbar nachspülen zu können, neben dem Wodka-Glas ein zusätzliches Getränk bereitstehen (Mineralwasser oder Bier). Ein handfester Imbiss gehört dazu: Gurken, Käse, Wurst. Und dann wird Wodka nur nach einem Toast (auf Russisch: "Tost") und ausschließlich mit einem einheitlichen, gemeinsamen Schluck getrunken.
Souvenirs
In vielen russischen Orten lebt die Tradition des alten Kunstgewerbes noch. Beispiele: Archangelsk, wo man nach wie vor Holz- und Beinschnitzereien, aber auch Geschenke aus Rentierfell herstellt. In Perm werden Schmuck- und Halbedelsteine, die im Ural gefunden wurden, geschnitten und geschliffen. In Jaroslawl versteht man sich auf Silberschmuck, in St. Petersburg auf kleine Puppen. Da gibt es auch die Babuschkas, hohle bunte Holzpüppchen unterschiedlicher Größe, bei denen man eine in die andere hineinstecken kann. Die Möglichkeiten, Souvenirs zu finden, gehen noch viel weiter; in den Städten kann man alle diese Kleinigkeiten kaufen.
Duty Free
Reisegut
Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt sind, können zollfrei mitgeführt werden.
Bei der Einreise muss eine Zolldeklaration ausgefüllt werden, die bis zur Ausreise sorgfältig aufbewahrt werden muss. Darauf müssen alle eingeführten privaten Gegenstände, einschließlich Währungen und Wertgegenstände, vermerkt werden.
Das Reisegepäck darf das Gewicht von insgesamt 50 kg nicht überschreiten (die Transportmittel, Koffer etc., nicht mitgerechnet).
Außerdem dürfen im persönlichen Gepäck noch mitgeführt werden:
Geschenke und andere Waren bis zu einem Wert von 1.500 Euro;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (nur Reisende ab 18 Jahre);
3 Liter alkoholische Getränke und Bier (nur Reisende ab 18 Jahre).
EINFUHRVERBOT besteht für frische Früchte und Gemüse, Fleisch und Fleischprodukte und alles, was als Zubehör für den Drogenkonsum betrachtet werden kann, pornografische und gegen die Russische Föderation gerichtete Fotografien und Druckerzeugnisse.
Bei der AUSFUHR ist pro Person u.a. erlaubt: 5 kg Fisch, 250 g Kaviar, 5 Schmuckstücke mit einem Gesamtgewicht von maximal 30 g (Gold, Platin) oder 100 g (Silber).
Die AUSFUHR VON ANTIQUITÄTEN UND KUNSTGEGENSTÄNDEN, sofern sie aus der Zeit vor 1945 stammen, ist grundsätzlich verboten. Insbesondere bei Ikonen wird diese Regelung streng überwacht. In anderen Fällen ist in der Regel eine Bescheinigung des Kultusministeriums erforderlich. In Zweifelsfällen sollte der russische Zoll vorab kontaktiert werden. Die Ausfuhr von als "Kulturgut" bezeichneten Gegenständen (hierunter fallen z.B. auch sowjetische Medaillen und Geldscheine, die auf Flohmärkten erworben werden können) ohne vorherige Genehmigung kann Geldstrafen bzw. langjährige Haftstrafen zur Folge haben. Es sollte nicht die Kaufquittung nicht vergessen werden. Außerdem können für die Genehmigung eine Passkopie und Passfotos erforderlich sein.
Pelze auszuführen ist ebenso verboten, sofern nicht vom Händler eine Ausfuhrgenehmigung besorgt wurde.
Generell sollten Quittungen für alle gekauften Gegenstände, die man ausführen möchte, bis zur Ausreise aufbewahrt werden.
Klima und Wetter
Klimainformationen
Von Nord nach Süd ist ein Übergang von arktischem zu kontinentalem Klima mit starken jahreszeitlichen Schwankungen erkennbar.
Im europäischen Teil der Russischen Föderation ist der Sommer, der üblicherweise von Juni bis einschließlich August dauert, warm, und man kann zu dieser Zeit mit viel Sonnenschein rechnen. Gelegentlich kommt es jedoch zu Regenfällen. Die durchschnittlichen Temperaturen betragen zu dieser Jahreszeit etwa 17 bis 26°C. Ein sehr angenehmer Monat ist der September. Im Frühling und Herbst ist das Wetter kühl.
Im Winter, der üblicherweise von November bis März dauert, gibt es Schnee und Frost. Die Temperaturen schwanken zu dieser Jahreszeit zwischen etwa -17 und -1°C. Manchmal kann es sogar vorkommen, dass das Thermometer auf Temperaturen von -30°C absinkt. Die Kälte ist jedoch meist trocken und deshalb auch leichter zu ertragen. In den südwestlichen Landesteilen sinkt die Temperatur selbst im Januar selten unter 0°C.
Am Schwarzen Meer dauert die Badesaison von Mai bis Oktober, die Temperaturen liegen in den Monaten Dezember bis Februar bei 7 bis 10°C.
Der Norden des europäischen Teils der Russischen Föderation sowie Sibirien und der asiatische Teil der Russischen Föderation haben kurze, nicht übermäßig heiße Sommer, jedoch kalte, sehr lange Winter (5 bis 7 Monate, Temperaturen im Januar teilweise -45 bis -17°C).
Beste Reisezeit
Den europäischen Teil und die südlichen Gebiete der Russischen Föderation, wie z.B. die Region am Schwarzen Meer, bereist man am besten von Mai bis Oktober, in den nördlichen Gebieten ist es in den Sommermonaten am angenehmsten.
Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen
Keine.
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A, regional FSME,
zusätzlich für Individualreisende Typhus.
Informationen zur Malaria
Malaria
Keine.
Verbreitung
Die Russische Föderation ist malaria-frei.
Ärztliche Hilfe
MOSKAU: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Wolfgang Luster, Moskau, Tel. (0495) 939 92 69, 939 91 07;
ST. PETERSBURG:Prof. Dr. A. Storozchenko (spricht Englisch), Udelny Prospect 22,, St. Petersburg, Tel. (0812) 553 21 01;
JEKATERINBURG:Gebietskrankenhaus Nr. 1, Dr. Oled Beliaev (spricht Deutsch), Wolgogradskaja Str. 165,, Jekaterinburg, Tel. (03432) 28 44 10;
NOVOSIBIRSK:Kranoobsk Bezirkskrankenhaus, Hr. Ortwin Iwanowitsch-Bergen (spricht Deutsch), Novosibirsk, Tel. (03832) 48 02 53;
NISHNIJ NOWGOROD:State Regional Hospital, Dr. V. Zagainov, Rodionova Street 190,, Nishnij Nowgorod, Tel. (08312) 38 95 59;
PERM:Klinik für Kardiologie, Dr. S. Tchazov, Lunatcharskogo Str. 95,, Perm, Tel. (03422) 34 86 74;
SAMARA:Dr. A. Pismenny, 443068 Novo-Saqdovaya Str. 154,, Samara, Tel. (08462) 35 15 91.
Geld und Umtausch
Währung
Währungseinheit
Währungseinheit: Rubel (Rbl)
1 Rubel = 100 Kopeken.
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 39,07 Rbl
1 US-$ = ca. 30,68 Rbl
Hinweise
Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.
Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration BEI DER EINREISE notwendig, wenn bei der Einfuhr die Summe aller Devisen, Rubel, Reiseschecks sowie ausländischer und/oder innerrussischer Wertpapiere in Dokumentenform den Wert von 10.000 US-$ übersteigt. Ein Exemplar des Deklarationsformulars muss unbedingt für die Ausreise aufbewahrt werden.
Schriftliche Deklarationspflicht besteht BEI DER AUSREISE, wenn die auszuführende Summe der Devisen im Wert 3.000 US-$ in bar übersteigt. Bei Beträgen über 10.000 US-$ ist neben der normalen Deklaration die Einfuhr bei der Einreise anhand des Deklarationsformulars oder der Überweisungsbescheinigung einer Bank nachzuweisen.
Ausfuhr Fremdwährung: erlaubt bis zu einem Wert bis zu 3.000 US-$.
Aufgrund der verschärften Bestimmungen wird dringend empfohlen, sich im Vorfeld der Ausfuhr genau über die entsprechenden Formalitäten zu informieren (siehe Abschnitt "Deklaration").
ACHTUNG: Bei Verdacht auf Devisenschmuggel kann neben Konfiszierung des Devisenbetrags und einer Geldstrafe eine mehrmonatige Untersuchungshaft drohen!
Ausfuhr Landeswährung: erlaubt bis zu einem Betrag von 50.000 Rubel.
Umtausch: Direktzahlung in Devisen ist nicht erlaubt. Die oft in US-$ angegebenen Preise werden zum Tageskurs in Rubel verlangt. Für den Umtausch sollten nur druckfrische Scheine mitgeführt werden. Dennoch sind für viele Waren und Dienstleistungen (z.B. Trinkgeld) Devisen in kleinen Scheinen notwendig. Geld und Reiseschecks sollten nur in zugelassenen Banken oder Wechselstuben umgetauscht werden. Jeder Geldwechsel muss auf dem Deklarationsformular vermerkt werden, und alle Quittungen sollten bis zur Ausreise aufbewahrt werden.
Internationale Kreditkarten: Ja (American Express, Diners Club, Visa, EuroCard/MasterCard) - werden in größeren Hotels, Geschäften und Restaurants, in denen mit harter Währung bezahlt werden kann, akzeptiert. Einzelheiten sind vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte erhältlich. Bargeldbeschaffung ist möglich, die Auszahlung findet in Rubel, in US-$ oder Euro statt.
Geldautomat: Ja - An den sog. "Bankomaten" kann man mit Kreditkarte oder EC-Karte (PIN-Nummer) Bargeld, meist in Rubel (vor allem in Moskau), manchmal in US-Dollar oder Euro abheben. Man sollte sich jedoch nicht ausschließlich auf Geldautomaten verlassen, sondern zur Sicherheit grundsätzlich einen für einige Tage reichenden Bargeldvorrat besitzen. Da es in der Vergangenheit zu Fällen von Missbrauch von EC-Karten und Kreditkarten durch manipulierte Geldautomaten gekommen ist, sollte beim Einsatz der Karte an Geldautomaten auf Veränderungen bzw. Manipulationen an der Eingabetastatur und am Einzugsmechanismus sowie auf unbeobachtete Eingabe der Geheimnummer geachtet werden.
Reiseschecks: Ja - Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Der Umtausch ist in zugelassenen Banken in Moskau und St. Petersburg möglich. Da der Umtausch sehr aufwändig ist, ist die Verwendung von Bargeld vorzuziehen. Außerhalb der beiden genannten Städte können Reiseschecks grundsätzlich nicht eingelöst werden.
Rücktausch: ist schwierig.
Wichtige Adressen
Auskunftstellen
Botschaften und Konsulate
Ärztliche Hilfe
MOSKAU: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Wolfgang Luster, Moskau, Tel. (0495) 939 92 69, 939 91 07;
ST. PETERSBURG:Prof. Dr. A. Storozchenko (spricht Englisch), Udelny Prospect 22,, St. Petersburg, Tel. (0812) 553 21 01;
JEKATERINBURG:Gebietskrankenhaus Nr. 1, Dr. Oled Beliaev (spricht Deutsch), Wolgogradskaja Str. 165,, Jekaterinburg, Tel. (03432) 28 44 10;
NOVOSIBIRSK:Kranoobsk Bezirkskrankenhaus, Hr. Ortwin Iwanowitsch-Bergen (spricht Deutsch), Novosibirsk, Tel. (03832) 48 02 53;
NISHNIJ NOWGOROD:State Regional Hospital, Dr. V. Zagainov, Rodionova Street 190,, Nishnij Nowgorod, Tel. (08312) 38 95 59;
PERM:Klinik für Kardiologie, Dr. S. Tchazov, Lunatcharskogo Str. 95,, Perm, Tel. (03422) 34 86 74;
SAMARA:Dr. A. Pismenny, 443068 Novo-Saqdovaya Str. 154,, Samara, Tel. (08462) 35 15 91.
Reisetipps
Sehenswertes
Moskau
Moskau, die Hauptstadt und die größte Stadt Russlands, liegt im Herzen des europäischen Teils der Russischen Föderation. Sie hat sich seit dem 12. Jahrhundert - mit Unterbrechungen - zu einem der einflussreichsten Machtzentren der Erde entwickelt. Die Stadt ist heute gleichermaßen der Mittelpunkt des russischen Lebens für Politik, Wirtschaft und Kultur. Auch die russisch-orthodoxe Kirche hat ihr Zentrum in Moskau.
In den letzten Jahren hat sich die Stadt stark ausgebreitet, so dass der relativ kompakte Kern heute von endlos scheinenden Hochhaus-Vorstadtlandschaften umschlossen wird. Die Stadtgrenze der sowohl flächen- als auch einwohnermäßig größten Stadt Russlands wird durch eine 108 Kilometer lange Stadtautobahn markiert. Auch wenn Moskau wegen seiner Größe (fast 1.000 Quadratkilometer) und der für die meisten Besucher aus Deutschland unverständlichen Sprache recht unübersichtlich erscheint, kann man sich doch zurechtfinden und viel sehen und erleben. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen dicht innerhalb des Garten- und des Boulevardrings, der in etwa der alten Stadtmauer entspricht. Die Attraktionen reichen von historischen Schätzen über atemberaubende Sammlungen und Ausstellungen bis hin zu einem breiten architektonischen Reichtum, der an Palästen, Kathedralen, Kirchen und Kapellen sichtbar wird. Über 80 Museen, zum Teil mit Exponaten von Weltrang, vermitteln einen einmaligen Einblick in die Geschichte und Kultur Russlands. Den Kreml, den Roten Platz mit der Basiliuskathedrale und dem Lenin Mausoleum, das Puschkinmuseum für Bildende Künste, die Tretyakov Galerie, das Neujungfrauenkloster sowie das Kaufhaus GUM sollte man sich als Besucher nicht entgehen lassen. Die Moskauer U-Bahn ist nicht nur sehr zuverlässig, sondern bietet mit ihren Bahnhöfen auch einmalige Kunstwerke mit Leuchtern, Skulpturen und schönen Mosaiken. Auch in den mit der U-Bahn erreichbaren Vorstädten Moskaus gibt es noch überraschend viele Sehenswürdigkeiten, beispielsweise die Wehrklöster, von denen das Neue Jungfrauenkloster eines der beeindruckendsten ist.
Daneben bietet Moskau ein reiches kulturelles Leben mit Oper und Ballett, die weltweit einen hervorragenden Ruf genießen und einen jeden Moskaubesuch krönen.
In den grünen Oasen der Stadt wie dem Gorkij-, Ismailowskij- und Siegespark, kann man sich von den anstrengenden Besichtigungstouren, fernab der Hektik der Stadt, erholen.
Aller Prunk und alle Pracht können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Moskau mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Für Touristen spürbar ist, dass Moskau eine der ökologisch besonders belasteten Städte der Welt ist. Die Luftverschmutzung übersteigt in Moskau die zulässigen Grenzwerte um das Mehrfache. In den Sommermonaten liegt fast immer eine Smogkappe über der Stadt.
St. Petersburg
Russlands zweitgrößte Stadt gehört zu den attraktivsten der Welt - vor allem durch die Harmonie ihrer architektonischen Ensembles, von denen viele nach dem Zweiten Weltkrieg sorgsam restauriert wurden. Die Schönheit der Plätze, Palais und Parks ist so faszinierend wie die Sammlungen von Kleinodien der Weltkultur in den zahlreichen Museen. St. Petersburgs berühmtester Bau ist der Winterpalast von 1762, ein barockes Meisterstück der Architektur. Hier residierten Russlands Zaren. Heute findet man im Palast die nicht minder berühmte Eremitage, Russlands bedeutendstes Museum und eines der besten in der Welt. 8000 Gemälde kann man hier sehen - und zwei Millionen andere Schaustücke. Ganz in der Nähe beginnt der Newsky-Prospekt, die viereinhalb Kilometer lange Hauptverkehrsstraße mit ihren vielen prächtigen Bauten. Dies ist die eigentliche City von St. Petersburg.
In der Umgebung gibt es eine Reihe prächtiger Schlösser und Landsitze, darunter den sehr gut restaurierten Peterhof, das ebenfalls restaurierte Schloss Pawlowski mit seinem ausgedehnten Landschaftspark und die Sommerresidenz der Zarin, den Katharinenpalast.
Wladimir
Eine sehr gute Möglichkeit, Geschichte und Kultur des alten Russland kennenzulernen, bieten die Städte des sogenannten "Goldenen Rings" nordöstlich von Moskau: Wladimir, Susdal, Jaroslawl, Rostow Welikij, Sergijew Possad und andere. Wladimir war im Mittelalter lange Zeit ein Zentrum russischer Kultur und Staatsmacht. Zwei Kathedralen aus jener Zeit stehen noch: die prachtvolle Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale (von 1160) und die für Demetrius (von 1197) sowie das Goldene Tor (von 1164).
Susdal
Die Stadt besteht seit dem elften Jahrhundert und ist wie ein Museum: Sie hat über 70 Baudenkmäler aus altrussischer Zeit bewahrt, die erstklassig konserviert und restauriert wurden. Susdal wurde mehrfach für diese Restaurationsarbeiten ausgezeichnet.
Jaroslawl
1010 gegründet, hat diese Stadt im Lauf ihrer Geschichte erstaunlich viele Kunsthandwerker hervorgebracht. Im 17. Jahrhundert war sie für die Schöpfungen ihrer Silberschmiede, Töpfer und Weber bekannt. Die künstlerische Atmosphäre jener Zeit prägt sich noch heute im Erlöser-Kloster, vor allem aber in den Kirchen aus: in der Prophet-Elias-Kirche, der Johannes-Chrysostomos-Kirche und der Kirche Johannes des Täufers.
Rostow
Diese Stadt wird bereits 862 in einer Urkunde erwähnt. Der Rostower Kreml ist sehr malerisch; in seinem Turm hängen nicht weniger als 13 harmonisch abgestimmte Glocken. Das Kreml-Museum (eines der ersten Museen in Russland) zeigt Ikonen, Münzen, Holzplastiken und Stickereien, vor allem aber Beispiele der einst berühmten Rostower Emaille-Malerei.
Archangelsk
In der alten Hafenstadt starteten die allerersten Nordpol-Expeditionen; hier steht heute das Holz-Baukunst-Museum "Klein-Karelien". In vielen Dörfern Nordrusslands wurden Wohnhäuser, Kirchen, Kapellen, Windmühlen, Brücken, Scheunen und sogar hölzerne Fahrdämme gesammelt und zu einem Dorf zusammengestellt - als Zeugnis dafür, wie viel in Russland einst aus Holz gebaut wurde.
Krasnojarsk
Nahe der sibirischen Stadt am Jenessei liegt der Naturschutzpark "Stolby". Der Name weist auf die bizarren Felssäulen und andere, bis zu 100 m hohe Felsformationen hin. Die findet man hier - abgesehen von den Braunbären, Rehen, Zobeln und Sibirischen Rentieren, die hier leben.
Irkutsk
In die Hauptstadt von Ost-Sibirien wurden im vorigen Jahrhundert viele missliebige russische Adelige verbannt. Das hat dort zu einer erstaunlichen gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung geführt, die man heute noch an der Atmosphäre der Stadt und an vielen Bauwerken erkennen kann.
Kishi
Die kleine Insel im Onega-See ist seit einigen Jahren ein historisch-architektonisches und ethnisches Freilichtmuseum. Zentrum ist ein Wunder der Holzbaukunst: die 35 m hohe Christi-Verklärungs-Kirche mit ihren 22 Kuppeln, die 1714 von Zimmerleuten ohne Bauplan oder Metermaß, ohne Nägel, nur mit Händen und Äxten geschaffen wurde.
Perm
In der Nähe, bei Kungut, liegt eine 5,6 km lange Karsthöhle. Sie enthält Grotten, Tropfsteine und 60 Seen. Die Ecken und Höhlungen werden verschiedenfarbig beleuchtet.
Sergijew Possad
Das Sergius-Dreifaltigkeits-Kloster ist sehr alt, das ausgedehnteste, bedeutendste im Land und Russlands größtes Heiligtum. Hier hat die russisch-orthodoxe Kirche ihr Zentrum.
Transsibirische Eisenbahn
Die Eisenbahnstrecke von Moskau nach Peking ist eine der berühmtesten der Welt. Sie fährt durch das ganze russische Gebiet (Wolga-Ebene, Ural, weststibirische Steppe, ostsibirische Bergtaiga) nach China. Für die 7.000 km von Moskau bis Peking ist man knapp sechs Tage und Nächte unterwegs. Auch Teilstücke kann man fahren - beispielsweise bis zur letzten Station auf russischem Gebiet, nach Wladiwostok. Die Schlafabteile sind geräumig, die Küche in der Bahn ist gut, die Fahrt ist erstaunlich preiswert.
Reisehinweise
Reisebeschränkungen:
Von Reisen nach INGUSCHETIEN, TSCHETSCHENIEN, DAGESTAN, NORDOSSETIEN UND KABARDINO-BALKARIEN wird abgeraten. Es besteht ein hohes Sicherheitsrisiko.
Die Grenzübergänge nach Aserbaidschan und Georgien sind für Ausländer ohne Sondergenehmigung nicht passierbar.
Da es auch außerhalb der russischen Kaukasusregion zu Attentaten kommen kann, sollten Reisende Menschenansammlungen und wenn möglich auch öffentliche Verkehrsmittel wie U-Bahn oder Bus meiden.
In St. Petersburg ist - wie in anderen russischen Großstädten auch - vermehrt mit Straßenkriminalität zu rechnen.
Bei Reisen in entlegene Gebiet sollte nachgefragt werden, ob im Reisegebiet Sonderregelungen bzgl. der Einreise bestehen.
Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
Wanderer im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad) sollten beachten, dass die "grüne" Grenze an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert ist. Wer die Grenze auch nur für wenige Meter illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.
In der Russischen Föderation gibt es nach wie vor für Ausländer gesperrte Städte und Gebiete, die für Fremde aber nicht kenntlich gemacht sind. Auskünfte über die örtlichen Sperrgebiete erteilt die zuständige Stelle, durch die die Registrierung (siehe Abschnitt "Meldebestimmungen") erfolgen muss.
Militärische Objekte und Anlagen von militärischem Interesse wie Bahnhöfe, Häfen, Flughäfen und Grenzen dürfen nicht fotografiert werden. Luftaufnahmen sind generell verboten. Aufnahmen von Kolchosen, Sowchosen oder Fabriken dürfen nur mit örtlicher Genehmigung gemacht werden. Bei Aufnahmen von Personen sollten diese vorher um Zustimmung gebeten werden.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.
