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Südafrika Kultur
Neben den bekannten Vorzügen Südafrikas möchten wir Ihnen weitere wissenswerte Fakten präsentieren und Sie über Unbekannteres informieren. Außerdem versorgen Wir Sie mit ein paar besonderen Reisetipps!
Die südafrikanische Kultur
Südafrika ist ein Land, das aufgrund der ethnischen Vielfalt und seiner Geschichte keine einheitlichen Kultur hat. Bräuche und Traditionen sind oft abhängig von der Region und der Bevölkerung. Oftmals werden Rituale wie z.B. Tänze aufrecht erhalten und fallen so zum Glück nicht der Globalisierung zum Opfer. Auch behalten viele Menschen, die vom Land in die Großstädte ziehen ihre Muttersprache bei und sprechen zusätzlich noch Englisch oder Afrikaans.
Hier erfährst Du noch mehr über die verschiedenen Sprachen Südafrikas sowie ein neueres Phänomen - die wachsende Filmindustrie am Kap.
Sprachen in Südafrika
Wussten Sie, dass Südafrika nach Indien die meisten offiziellen Sprachen der Welt besitzt? Das Regenbogenland bewahrt seine Multikulturalität nicht nur durch einen bunten Mix an Kulturen, sondern auch mit dem Erhalt vieler Sprachen. Seit der demokratischen Verfassung von 1994 gibt es ganze 11 amtliche Landessprachen in Südafrika! Neben Englisch und Afrikaans gehören die 9 weiteren Sprachen der Gruppe der Bantusprachen an. Diese sind isiZulu, isiXhosa, isiNdebele, siSwati, Süd-Sotho, Nord-Sotho, Setswana, Tshivenda und Xitsonga.
Die meisten Südafrikaner sprechen Afrikaans und/oder Englisch als Erst- bzw. Zweitsprache. Afrikaans ist übrigens die jüngste Sprache der Welt. Es entwickelte sich aus dem Niederländischen, enthält aber auch Elemente des Französischen, Portugiesischen, Deutschen und sogar Malaysischen. Die meist gesprochenen Bantusprachen sind IsiZulu und IsiXhosa. Vielen Südafrikanern ist es wichtig, ihre Muttersprache zu erhalten.
Obwohl die Regierung alle Sprachen fördert, setzt sich Englisch mehr und mehr als überregionale Sprache durch. Heute wird bereits im Radio, TV und auf großen Veranstaltungen hauptsächlich Englisch gesprochen. Zum einen liegt es daran, dass viele Südafrikaner Englisch verstehen und so die Kommunikation zwischen den verschieden Volksgruppen einfacher ist. Außerdem wird Englisch dem Afrikaans vorgezogen, da viele Südafrikaner Afrikaans negativ mit dem ehemaligen Apartheid Regime in Verbindung bringen. Zur Zeit der Apartheid hatten die Buren Afrikaans als Amtsprache neben Englisch durchgesetzt. Auch an Schulen und in Unternehmen sollte hauptsächlich in Afrikaans kommuniziert werden.
Einige nützliche Begriffe aus dem südafrikanischen Englisch
Howzit | Hallo |
Ein paar Ausdrücke in isiZulu:
Yebo | Ja |
Die Südafrikanische Nationalhymne
Die Nationalhymne wurde 1996 offiziell anerkannt und setzt sich aus Strophen zusammen, die aus den 5 meistgesprochenen Sprachen in Südafrika Xhosa, Zulu, Sesotho, Afrikaans und Englisch bestehen. Der erste Teil stammt aus dem Lied Nkosi Sikelel’ iAfrika der zweite Teil aus der Hymne Die Stem van Suid-Afrika, die bis 1994 allein offiziell anerkannt war. Nkosi Sikelel’ iAfrika ist ein Gebet um Frieden und Hoffnung und ist zu Zeiten von Schmerz und Leid entstanden. Die Hymne stellt heute das Nationalgefühl des neuen Südafrika dar.
Die Filmindustrie und der südafrikanische Film
Nicht nur Reisende sondern auch die internationale Filmindustrie entdeckt Südafrika immer mehr als Drehort für sich. Hier bieten sich neben finanziellen Aspekten vor allem die landschaftliche Vielfalt und das gute Wetter für den Dreh großer Produktionen an. Der Slogan „Die ganze Welt in einem Land“ bezeichnet nicht nur die Vorteile für Südafrika-Touristen, sondern auch für Filmemacher, die mittlerweile aus aller Welt kommen, um in Südafrika zu drehen. Ob Wüste, Küste, Weinberge…nahezu jedes landschaftliche Fleckchen der Erde kann hier nachgestellt werden. Auch Schauspieler wie Leonardo di Caprio oder Nicolas Cage zog es schon nach Südafrika zum Filmdreh.
Bei Kapstadt werden große Studios errichtet, die hoffentlich auch der südafrikanischen Filmindustrie selbst mehr Möglichkeiten bieten werden. Denn die heimischen Produktionen schaffen es bisher oft nicht in die große Öffentlichkeit. Eine Ausnahme soll hier dennoch genannt werden: Der Film „Tsotsi“ aus dem Jahr 2005. Der Film spielt in einem Vorort der Stadt Johannisburg und zeigt das Leben des jungen „Tsotsi“, der sich als Anführer einer brutalen Gang durch ein Leben voller Hass und Gewalt schlägt. „Tsotsi“ gewann 2006 den Oscar als „Bester fremdsprachiger Film“ und hat so die südafrikanische Filmindustrie weiter nach vorne gebracht. Außerdem zeigt der Film die sozialen Differenzen, die es in Südafrika nach wie vor gibt.



